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Atkins-Diät – 7 Gründe, warum sie heiß umstritten ist

Schnell abnehmenNicht geeignet
Gesund abnehmen Nicht geeignet
Alltagstauglichkeit Nicht alltagstauglich
Disziplin Viel Disziplin benötigt
Kosten Sehr teuer
JoJo-Gefahr Hoch

Der amerikanische Kardiologe und Ernährungswissenschaftler Robert Coleman Atkins war selbst stark übergewichtig. Er wollte die überflüssigen Pfunde möglichst schnell loswerden und das am besten, ohne zu hungern. Der Arzt beschäftigte sich also eingehend mit dem Thema Ernährung und entwickelte die so genannte Atkins-Diät. Seine Erkenntnisse hielt er 1972 in seinem Buch „Die Diät-Revolution“ fest.

Die Ernährungsweise beruht, wie auch die New York Diät oder die 17-Tage-Diät, auf dem Low-Carb-Prinzip: Man verzichtet dabei praktisch vollständig auf Kohlenhydrate und verzehrt stattdessen nur Eiweiß und Fett. So soll der Körper dazu gezwungen werden, seine eigenen Energiereserven effektiver zu verwerten.

1. Ketose – umstrittener Schlüssel zur Atkins-Diät

aktins diät eiweiß
Das Prinzip der Diät ist sehr einfach:

Fett und Eiweiß sind erlaubt, Kohlenhydrate fast komplett verboten.

Man darf während der 14-tägigen Einstiegsphase höchstens 20 Gramm pro Tag davon essen, danach steigt der Anteil der Kohlenhydrate im Speiseplan kontinuierlich an, bis das Zielgewicht erreicht ist. Auf diese Weise soll der Blutzuckerspiegel konstant niedrig gehalten werden. Jede Phase der Diät kann bis zu einigen Monaten beibehalten werden. Phase 4 wird als lebenslängliche Ernährungsumstellung empfohlen.

Und so begründet Atkins die Ernährungsweise:
Kohlenhydrate werden vom Körper in Energie verwandelt, die überflüssigen in Form von Fett eingelagert. Eiweiß kann der Körper aber im Gegensatz zu der Energie in den Kohlenhydraten nicht speichern. Das überschüssiges Eiweiß wird ausgeschieden. Der Organismus gewinnt die Energie, die er benötigt, folglich aus Fett. Der Stoffwechsel stellt sich also nach und nach auf Ketose um und verwertet das eingelagerte Fett. Dem bei einem vermehrten Fettabbau entstehenden erhöhten Ketonkörperanteil im Blut wird dabei eine appetithemmende Wirkung zugeschrieben.

So funktioniert die Ketose:
Durch die extrem niedrige Kohlenhydratzufuhr wird der Körper gezwungen, Energie aus Fett zu gewinnen. In der Leber verwandeln sich die Fettsäuren in so genannte Ketonkörper, einem Zwischenprodukt der Stoffwechsel-Umstellung. Steigt die Konzentration der Ketonkörper im Blut, bezeichnet man dies als Ketose. Dabei werden Ketone produziert. Anhänger der Ernährungsweise nach Atkins bezeichnen sich deswegen auch als „Ketarier“.

2. Heißhunger ist vorprogrammiert – die Phasen der Atkins-Diät

PhasenDauerErnährung
Phase 1
Einleitungsdiät
Mindestens
14 Tage
Weniger als 20g Kohlenhydrate pro Tag zur Einleitung der Ketose
Phase 2
Grundlegende
Reduktionsdiät
2 – 8
Wochen
Erhöhung der Kohlenhydratzufuhr um 5 g pro Woche
Phase 3
Vor-Erhaltungs-
diät
Bis zum
Zielgewicht
Erhöhung der Kohlenhydratzufuhr um 10 g pro Woche, wahlweise an 2 Tagen pro Woche um 30g
Phase 4
Erhaltungsdiät
lebenslangKohlenhydratzufuhr entspricht dem Energiebedarf

Der Rhythmus der Mahlzeiten kann wie gewohnt beibehalten werden. Rezepte findest Du zum Beispiel auf Atkins International. Im Unterschied zu vielen heute empfohlenen Diätformen müssen keine Kalorien gezählt werden. Atkins weist aber in seinem Buch ausdrücklich darauf hin, dass dieser Plan „keine Lizenz zum Vollstopfen“ ist. Deswegen solltest Du auch während der Diät die Energie-Werte der aufgenommenem Nahrung und Deinen Kalorienbedarf berechnen.

Damit es nicht zu Mangelerscheinungen kommt, wird empfohlen, Vitamine und Mineralstoffe durch Zusatzpräparate zu ergänzen.

Sport ist nach der reinen Lehre von Atkins für den Erfolg der Diät nicht notwendig. Es wird jedoch empfohlen, sich bei der Ernährungsumstellung von einem Arzt begleiten zu lassen. Die Änderung der Blutwerte regelmäßig zu überprüfen. Ketonkörper können mit Hilfe von sogenannten Ketosticks auch im Urin nachgewiesen werden.

3. Die Lebensmittel: Fett und Eiweiß bis zum Abwinken

Atkins Diät Lebensmittel

Phase 1

EmpfehlenswertVerboten
FleischBrot
EierKartoffeln
Soja-ProdukteTeigwaren
Salat und Gemüse (nur bis zur erlaubten Kohlenhydratmenge)Reis

In Phase 1 wird der Körper an Fett gewöhnt. Der Heißhunger auf Kohlenhydrate soll dabei allmählich nachlassen. Atkins vertritt die Ansicht, dass man die Einleitungsphase auch für einige Monate beibehalten kann, wenn man viel Gewicht verlieren möchte.

Phase 2

Die Kohlenhydratzufuhr wird nun allmählich erhöht, die Gewichtsabnahme verlangsamt sich. Die Ernährung bleibt im Wesentlichen wie in Phase I. Zusätzlich dürfen jetzt mehr nährstoffreiche Kohlenhydrate aufgenommen werden, z. B.:

  • Nüsse
  • Beeren
  • Samen
  • Bohnen und Hülsenfrüchte

Die Menge an täglich zugeführten Kohlenhydraten werden jede Woche um 5 g erhöht, so dass in der ersten Woche auf 25 g Kohlenhydrate, in der zweiten Woche auf 30 g usw. erhöht wird. Die maximale Menge an Kohlenhydraten, die man verzehren darf, um weiter abzunehmen liegt in der Regel zwischen 40 und 60 g. Wenn man nicht mehr weiter abnimmt, wird die Kohlenhydratzufuhr wieder um 5 g verringert.

Phase 3

In dieser Phase ist die Gewichtsabnahme nur noch minimal. Die Zufuhr an Kohlenhydraten wird jede Woche um 10 g erhöht. Alternativ dürfen an 2 Tagen pro Woche zusätzlich 20 bis 30 g Kohlenhydrate konsumiert werden. Nimmt man nicht mehr weiter ab, wird die Kohlenhydratzufuhr wieder minimal reduziert, bis das Zielgewicht erreicht ist.

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Phase 4

In der Erhaltungsphase soll, wie der Name schon sagt, das erreichte Gewicht erhalten werden. Die Kohlenhydratzufuhr wird soweit erhöht, dass das Gewicht stabil bleibt. Es darf wieder fast alles gegessen werden.

EmpfohlenNur in Ausnahmefällen erlaubt
GemüseBrot und Teigwaren
FischKartoffeln
ObstReis

4. Mäßige Erfolge beim Abnehmen

In der Fachwelt sorgte die Atkins-Diät von Anfang an für rege Diskussionen und sie ist auch heute noch umstritten.

Wirtschaftlich war Atkins mit seiner Diät extrem erfolgreich, doch geholfen hat sie offenbar nicht einmal dem Erfinder selbst: Atkins wog bei seinem Tod 117 kg bei einer Körpergröße von 1,82 m und hatte somit einen BMI von über 35.

Positiv bewertet eine Studie, die vier Diäten miteinander verglich, dass die Atkins-Diät bei den Teilnehmern innerhalb von zwölf Monaten den deutlichsten, wenn auch mit 4,7 Kg eher geringen Gewichtsverlust bewirkte.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hält Low-Carb-Diäten allerdings für zu einseitig und damit potenziell gesundheitsschädlich. Der Fettgehalt der Atkins-Diät liegt bei über 50 Prozent, die Diät ist damit laut DGE-Empfehlung nicht ausgewogen.

5. Teuere (und überflüssige) Nahrungsergänzungsmittel

Mal abgesehen davon, dass die Atkins-Diät nur bedingt alltagstauglich ist, weil eine derart extreme Ernährungsumstellung die meisten Menschen schlicht überfordert, sind die Lebensmittel selbst kaum teurer, als bei herkömmlicher Ernährung.

Richtig teuer wird die Diät erst durch die von Atkins empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel, die bei einer gesunden und vielseitigen Ernährung absolut überflüssig sind.

6. Viele Risiken, unangenehme Nebenwirkungen

Der unangenehme Mund- und Körpergeruch als typisches Zeichen der Fettverbrennung beim Fasten gehört noch zu den harmlosesten Nebenwirkungen der Atkins-Diät. Es wird außerdem berichtet von

  • Verstopfung,
  • Kopfschmerzen,
  • Akne,
  • extremer Müdigkeit und
  • Muskelkrämpfen.

Nierenkranken und Diabetikern ist von dieser Diät dringend abzuraten. Für sie kann der hohe Eiweißanteil regelrecht gefährlich werden. Wie viel Eiweiß am Tag gesund sind kannst du in unserem Artikel nachlesen. Die vermehrt entstehende Harnsäure kann u. a. Gicht auslösen. Auch Leberschäden und Herz-Kreislauf-Beschwerden durch zu hohe Blutfettwerte und zu hohen Blutdruck können auftreten.

7.Es geht auch gesünder

Zu Beginn der Atkins-Diät mag es tatsächlich zu einem erst einmal bemerkenswerten Gewichtsverlust kommen, das liegt aber, wie auch bei der 24-Stunden-Diät, vor allem an der vermehrten Wasserausscheidung.

Empfehlenswert ist sie dennoch nicht, da die Lebensmittelauswahl zu einseitig und die Diät insgesamt zu rigide und gesundheitlich keinesfalls unbedenklich ist. Zudem bezweifeln wir, dass sie auf lange Sicht wirklich effektiv ist. Deswegen lautet unsere Empfehlung für Abnehmwillige:

Ernährung langfristig umstellen,
Kalorien moderat reduzieren,
Sport treiben.

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