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7 Gründe, warum der Speck mit der Bauch-weg-Diät nicht schmilzt

Schnell abnehmen Weniger gut geeignet
Gesund abnehmen Weniger gut geeignet
Alltagstauglichkeit Nicht alltagstauglich
Disziplin Viel Disziplin benötigt
Kosten Sehr günstig
JoJo-Gefahr Hoch

Liz Vaccariello war Chefredakteurin von Prevention, einem renommierten amerikanischen Gesundheitsmagazin. Zusammen mit einer Kollegin, der Ernährungsexpertin Cynthia Sass erfand sie ihre eigene Diät: die „Bauch-weg-Diät“.

Satte 5 Kilo in nur 10 Tagen soll man angeblich damit verlieren. In ihrem gemeinsamen Buch „Die Bauch-weg-Diät: So schmelzen Sie Ihre Problemzone!“ stellen sie die Diät vor. Dort heißt es gleich im Einleitungstext, die beiden Journalistinnen hätten

„ein Programm entwickelt, das den Speck garantiert zum Schmelzen bringt. Der ideale Fahrplan zur schlanken Taille – mit viel Schokolade, ganz ohne quälende Workouts…“

Das Geheimnis der Diät sind demnach die Bakterien im Magen. Die Autorinnen behaupten,dass Wissenschaftler eine Beziehung zwischen unausgewogenen Verdauungs-Bakterien und einer Gewichtszunahme identifiziert hätten. Wenn man also ihren Instruktionen folgt und den Darm optimiert wird man nicht nur gesünder, sondern gleichzeitig auch schlanker.

Auch ein „sauberer Lebensstil“ bewirkt keine Wunder

die Bauch-weg-Diät
Es existieren inzwischen viele Variationen der Bauch-weg-Diät. Insgesamt wird für die Diät meist ein Zeitraum von mindestens 10 Tagen angesetzt. Wir stellen hier die Original-Diät mit 32 Tagen vor.

Eine zeitliche Begrenzung gibt es nicht. Man kann die Diät nach Angaben der Protagonisten auch mehrere Monate einhalten oder sogar langfristig einen neuen „sauberen Lebensstil“ daraus machen.

In dieser Zeit stehen überwiegend Obst und Gemüse auf dem Speiseplan. Die Diät soll für den Körper eine Art Signalwirkung haben, indem sie einen Neustart der Ernährungs-Gewohnheiten bewirkt. Die veränderte Ernährung soll

  • den Heißhunger beenden,
  • den Stoffwechsel verbessern und
  • den Verdauungstrakt heilen.

Alter Wein in neuen Schläuchen

Fett essen, um schlank zu werden – das ist in Kürze das Credo der amerikanischen Diät-Damen. Den einfach ungesättigten Fetten wird dabei eine besondere Wirkung auf das Bauchfett zugeschrieben. Wie genau das funktionieren soll, bleibt allerdings ein gut gehütetes Geheimnis.

In dieser Diät kommt auch den Probiotika eine wichtige Rolle zu, denn das sind „gute“ Bakterien, die sich günstig auf die Verdauungsgesundheit, das Immunsystem und das Wohlbefinden auswirken sollen.

Vaccariello und Sass behaupten, man können in 32 Tagen bis zu 15 Pfund und vor allem viel böses Bauchfett verlieren, indem man sich exakt an diese 4 Regeln hält:

  1. 400 Kalorien pro Mahlzeit (ab Tag 5)
  2. 4 Mahlzeiten pro Tag
  3. nicht mehr als 4 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten
  4. einfach ungesättigte Fette zu jeder Mahlzeit.

4 Tage Hardcore-Fasten – 4 Wochen Hungerkur

ZeitraumEmpfehlungen zur Ernährung (pro Tag)Verboten
4 Tage1.200 Kcal
2 Liter Sassy Water
Salzstangen
Verarbeitete Lebensmittel
Lebensmittel, die Blähungen erzeugen wie Bohnen, Brokkoli und Zwiebeln
Kohlenhydrate wie Nudeln, Bananen und Gebäck
4 Wochen (bzw.28 Tage)1.600 Kcal
mediterrane Diät
Wie oben

Die Tagesgesamtmenge an Kalorien ist unabhängig vom Geschlecht oder vom Ausgangsgewicht. Hier kannst Du die Kalorien berechnen. Die Kalorienzufuhr sollte möglichst exakt eingehalten werden. Das gilt auch für den Rhythmus, in dem die Mahlzeiten eingenommen werden.

Der tägliche Speiseplan

Beispiel für die Zusammensetzung der Mahlzeiten
FrühstückMüsli
30 Gramm ungesüßte Cornflakes
30 Gramm Sonnenblumenkerne
115 Gramm ungesüßte Birnen aus der Dose
240 ml Magermilch
SnackSmoothie mit Früchten nach Saison
240 ml Magermilch
115 Gramm Ananas (frisch)
4 Eiswürfel
MittagessenSalat
115 Gramm Putenschinken
30 Gramm Mozzarella (fettarm)
230 Gramm Kirschtomaten
AbendessenKabeljau vom Grill mit grünen Bohnen und Ofenkartoffeln
115 Gramm grüne Bohnen
115 Gramm Kabeljau
60 Gramm Kartoffeln
1 TL Olivenöl

Lebensmittel und Getränke in der Bauch-weg-Diät

Als Getränke werden hauptsächlich Wasser und ungesüßter Tee empfohlen. Zu allen Mahlzeiten gibt es Cynthias Spezialwasser – zu Ehren der Autorin auch als „Sassy Water“ genannt:

Sassy Water – das Rezept
Zutaten2 Liter Wasser
1 kleines Stück Ingwerwurzel (ca. 2 cm)
1 mittelgroßes Stück Gurke
1 Bio-Zitrone
12 Blätter Minze
ZubereitungWasser in einen Krug geben, Ingwer schälen und reiben, Gurke ebenfalls schälen und in Scheiben schneiden, Zitrone in Scheiben schneiden. Alle Zutaten in den Wasser-Krug geben und über Nacht ziehen lassen.
Ohne Einschränkung erlaubtNur in kleinen Mengen
nicht-stärkehaltiges Gemüsegesunde Fette (3 Portionen)
Obst (2 Portionen)
pflanzliches Protein (3 Portionen)
Getreide (1 Portion)

Mit gesunden Fetten sind hier einfach ungesättigte Fettsäuren gemeint, die zum Beispiel in Nüssen, Kürbiskernen, Avocados, Oliven und Olivenöl enthalten sind.

Die Größe einer Portion entspricht nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in etwa dem, was in eine Hand passt – wenn nichts anders angegeben ist.

Eine Hand voll ist also auch das Maß für Gemüse und Obst: zum Beispiel Kohlrabi, Apfel, Orange.

Eine Fleisch- oder Fischportion ist etwa so groß wie der Handteller.

Fett wird in Esslöffeln gemessen.

1 Portion Obst passt in eine Hand oder entspricht

  • 1/2 Tasse Obst (frisch, gefroren oderaus der Dose) oder
  • ¼ Tasse getrockneter Früchte oder
  • 1/2 Tasse Saft.
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Keine wissenschaftlichen Nachweise – kein Geheimnis

Eine amerikanische Studie deutet zwar an, dass es möglicherweise einen Zusammenhang zwischen der Aufnahme ungesättigter Fettsäuren und dem Sättigungsgefühl gibt, einen eindeutigen Beleg dafür gibt es jedoch nicht. Das viel gepriesene Diät-Geheimnis steht also auf recht wackeligen Beinen.

Letztlich führt natürlich jede Diät, bei der mehr Kalorien verbraucht werden, als man zu sich nimmt, zu einer Gewichtsreduktion. Wenn Du also nur 1.200 bzw. 1.600 Kalorien pro Tag isst, wirst Du automatisch Gewicht verlieren. Hierzu empfehlen wir unseren Beitrag zur FdH-Diät zu lesen.

Wie viel Gewicht man mit der Bauch-weg-Diät verliert fällt je nach der individuellen Ausgangslage sehr unterschiedlich aus. 15 Pfund in 32 Tagen sind allerdings ein vermessener Anspruch. Um das zu erreichen, müsste man die tägliche Energiezufuhr so drastisch reduzieren, dass es selbst bei einem sehr umfassenden Sport-Programm weder realistisch noch gesund ist.

Frustration führt selten zum Erfolg

Stell Dir vor, Du musst mehr als vier Wochen

  1. fortwährend auf Deine Ernährung,
  2. die Inhaltsstoffe,
  3. die Kalorien und
  4. die Uhrzeit achten und
  5. Du musst Hunger leiden und Du darfst Dich nie richtig satt essen.

Wie lange hältst Du wohl durch?

Die Umstellung ist hart, zumal man die ersten Tage sicherlich an Heißhunger-Attacken leiden wird. Der Zeitplan ist schwer einzuhalten – wenn unvorhergesehene Termine dazwischen kommen, ist man schnell ganz aus dem Takt.

Und natürlich muss man sich auch ein bisschen mit den Lebensmitteln beschäftigen, schon um heraus zu finden, wo die einfach ungesättigten Lebensmittel zu finden sind. Zwar ist die Diät insgesamt nicht teuer als eine Otto-Normal-Ernährung, aber das ist auch schon der einzige Pluspunkt.

Wie wir immer wieder betonen: Abnehmen muss gesund bleiben. Andere Diäten, wie zum Beispiel die moderate Variante der Apfel-Diät bieten diesbezüglich erhebliche Vorteile im Vergleich zur Bauch-weg-Diät!

Dickes Ende

Immer dann, wenn der Kampf gegen die Pfunde allzu ehrgeizig angegangen wird, muss mit einem dicken Ende – im wahrsten Sinne des Wortes – gerechnet werden. Wenn die Kalorien drastisch reduziert werden, ohne dass eine konsequente Änderung der Lebensweise insgesamt erfolgt, schlägt der Jojo-Effekt böse zu.

Mediterrane Diät ja – Bauch-weg-Diät nein

Mediterrane Diät als Alternative zur Bauch-weg-Diät
Den Bauch einfach und schnell weg machen – das kann auch die Bauch-weg-Diät nicht.

Wer es jedoch schafft, sich mit dieser Diät auf die Mittelmeer-Diät umzustellen, tut sich langfristig sicher etwas Gutes. Man kann damit Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen und es ist nachweislich ein guter und gesunder Ansatz für Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauferkrankungen.

Die Frage ist nur:

Warum dann nicht gleich mit der mediterranen Ernährungsweise beginnen, die Kalorien moderat so reduzieren, dass Du ein wenig mehr verbrauchst, als Du zu Dir nimmst und dazu konsequent ein regelmäßiges und schönes Sport-Programm in Angriff nehmen?

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