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Detox-Diät – Gründe, warum sie bestenfalls als Einstieg in den Ausstieg taugt

Schnell abnehmenNicht geeignet
Gesund abnehmenWeniger gut geeignet
AlltagstauglichkeitWeniger alltagstauglich
DisziplinViel Disziplin benötigt
KostenSehr günstig
JoJo-GefahrGering

Was ist die Detox-Diät?

Detox-Diät wieviel nimmt man ab

Detox heißt das neue Zauberwort in der Diätlandschaft. Man sollte demnach wenigstens einmal im Jahr detoxen. Am besten im Frühjahr.

Der Begriff Detox steht dabei Detoxifikation und das bedeutet schlicht Entgiften.

Die Detox-Diät ist zwar weitaus älter als ihr Namensgeber Dr. Nish Joshi. Er hat ihr jedoch zu neuem Ruhm verholfen. Zu seinen Kunden gehören Kate Moss und Gwyneth Paltrow.

Seinen Ursprung hat Detox im Heilfasten, das vor allem in der asiatischen Kultur Tradition hat: Auch das Ayurveda und die Traditionelle Chinesische Medizin kennen solche Reinigungsrituale.

Die Detox Diät ist eine Entschlackungskur und unterscheidet sich darin kaum von der Alkalinen Diät oder der Säure-Basen-Diät. Sie soll dabei helfen, den Körper von giftigen Substanzen zu reinigen.

Diese Schadstoffe nehmen wir mit unserer Nahrung, mit Medikamenten, aber auch über die Umwelt auf. Ziel ist es, den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Und das soll Detoxen bewirken:

  • mehr Energie
  • stärkeres Immunsystem
  • Gewichtsverlust
  • bessere Haut

Die Theorie hinter dem Detox-Prinzip

Unser Körper wird tagtäglich mit Schadstoffen wie Kaffee, Alkohol, Medikamenten und Umweltgiften wie Pestiziden belastet.

Das ist die Idee hinter der Detox-Diät.

Außerdem ernähren wir uns einseitig, indem wir meist zu viele säurehaltige Lebensmittel zu uns nehmen.

Und wir sind fast immer gestresst. Unser Körper kommt daher mit dem Entsorgen der Giftstoffe kaum noch hinterher. Siehe dazu: Die 5 besten Methoden, um deinen Körper zu entgiften.

Das soll dazu führen, dass unser Stoffwechsel nicht mehr effektiv funktioniert. Leber, Galle und Haut sind überfordert, das Immunsystem leidet.

Wir sind ständig müde und legen außerdem schneller an Gewicht zu. Angeblich sollen dadurch sogar Krankheiten wie Arthrose, Neurodermitis und Osteoporose begünstigt werden.

Detox-kuren sollen dabei helfen, die giftigen Einlagerungen abzubauen und bringt den Stoffwechsel wieder in Schwung. Und das soll dazu führen, dass man fast nebenbei ein paar überflüssige Pfunde loswird.

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Das soll insbesondere daran liegen, dass ein leicht basischer pH-Wert des Körpers mit einer besseren Fettverbrennung belohnt wird.

Erreicht werden die Ziele also durch eine basische Ernährung. So soll die PH-Balance des Körpers von sauer zu alkalisch verändert werden.

Hungern ist dabei nicht notwendig, denn die Mahlzeiten auf dem Detox-Speiseplan machen gut satt. Sport soll während der Kur nur moderat betrieben werden, zum Beispiel in Form von ausgiebigen Spaziergängen.

Nish Joshi setzt noch einen oben drauf, indem er die klassische vegetarische Küche Indiens mit Ayurvedischer Medizin kombiniert.

Der Diät-plan und die Mär von guten und bösen Lebensmitteln

Einer Vorbereitung bedarf es normalerweise nicht. Bei Nish Joshi und anderen strengen Detox-Diäten wird jedoch zunächst eine Darmreinigung vorgenommen.

Darauf folgen zwei Wassertage, in denen nur flüssige Kost wie Suppen oder Smoothies, Tee und Wasser konsumiert werden.

Der Einstig in die gewöhnliche Detox-Kur erfolgt mittels Umstellung auf basische Ernährung.

Detox-ernaerung

An dieser Stelle möchten wir Dir die Lektüre des Beitrags über das Detox-Pflaster und Basenfasten empfehlen.

Verbotene Lebensmittel – die Top Ten Detox-Diät Regeln nach Nish Joshi

Detox Diät Tee

  • Kein rotes Fleisch
  • Kein Milchprodukt
  • Keine Frucht – außer Bananen
  • Kein Weizen, Gluten, Hefe
  • Kein Alkohol
  • Keine Kekse, Kuchen, Donuts
  • Keine Marmeladen, außer Honig
  • Kein Kaffee, entkoffeinierter Kaffee oder Tee – außer Kräutertees
  • Kein Zucker, Schokolade oder Süßigkeiten
  • Keine künstlich erzeugten Aromen: Tomaten Ketchup, Essig, Senf, etc.

Und hier noch einmal die verbotenen bzw. erlaubten Lebensmittel im Überblick:

Säurebildende LebensmittelBasen bildende Lebensmittel
AlkoholGemüse (auch Saft)
Koffein, schwarzer/grüner TeeBananen
NikotinUnbehandelte Lebensmittel
FertiggerichteHülsenfrüchte
WeizenmehlprodukteProdukte aus Buchweizen-, Dinkel-, Hirse- oder Sojamehl
Zucker, zuckerhaltige Speisen und GetränkeMandel- oder ungesüßte Sojamilch
Tierische ProdukteHuhn, Fisch (kein Thunfisch oder Meeresfrüchte), Eiweißprodukte (Eier, Soja, Tofu etc.)
Nachtschattengewächse: Kartoffeln, Auberginen, Gurken, Tomaten und PaprikaÖle
Mandeln und Walnüsse
Wasser
Kräutertee
Suppen
Beispiel für einen Detox Speiseplan
FrühstückBircher Müsli
MittagessenSalat
AbendessenHühnerbrust mit Brokkoli

Zahlreiche Rezept-Ideen, Speisepläne, Tipps und Tricks zum Thema Detox Diät findest Du zum Beispiel auf Pinterest.

Im Unterschied zu anderen Diäten ist Kalorienzählen nicht erforderlich. Wenn Du jedoch gezielt abnehmen möchtest, solltest Du vorher Deinen tatsächlichen Kalorienbedarf berechnen und die tägliche Gesamtzufuhr entsprechend einplanen.

Wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit der Detox-Diät gibt es nicht

Es gibt

„keine wissenschaftlichen Beweise, dass solche Maßnahmen die Ausscheidung von Giftstoffen fördern“

schreibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Fachleute kritisieren zudem, dass zur Säurebelastung von Lebensmitteln stark unterschiedliche Angaben kursieren. Als zuverlässige Quelle wird die Tabelle von Thomas Remer und Friedrich Manz gewertet.

Fakt ist auch, dass eine Detox Diät keine nachweisbaren Wirkungen zeigt. Unser Körper reguliert den pH-Wert selbständig.

Säuren werden einfach wieder ausgeschieden, größtenteils über den Urin. Die Ernährung spielt dabei kaum eine Rolle.

Dass der Urin-pH-Wert sauer ist gilt als vollkommen normal. Das ist auch bei gesunden Menschen der Fall, wie Stiftung Warentest anführt.

Smoothies, Kapsel & Co. – Es gibt viele unnötige Zusatz-Produkte

Detox Diät

Die Lebensmittel sind heute in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich und die Detox Diät selbst ist kaum teurer als eine herkömmliche Ernährung.

Allerdings werden zusätzlich viele Produkte zum Beispiel zu Testzwecken, zur Entsäuerung und zum Basen-Ausgleich angepriesen. Diese sind jedoch nach Auskunft von Stiftung Warentest vollkommen überflüssig.

Bedingt alltagstauglich, Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen

Die Umstellung dürfte für Menschen, die so viel Gemüse und Ballaststoffen nicht gewohnt sind, zunächst im Hinblick auf die Verdauung etwas beschwerlich sein.

Es ist auch nicht ganz einfach , sich nach den vorgegebenen Regeln zu ernähren, wenn man berufstätig ist oder eine Familie zu bekochen hat.

Das Risiko eines Jojo-Effekts besteht nur, wenn die Kalorienzahl stark eingeschränkt wird. Wenn gesundheitliche Probleme vorliegen, sollte eine Detox-Diät generell nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

Dies gilt in besonderer Weise für:

  • Menschen mit Allergien oder Lebensmittel-Unverträglichkeiten, da in vielen Diätrezepten Hülsenfrüchte und Soja enthalten sind sowie
  • für Diabetiker und Menschen mit Nierenproblemen. Auch hier kann eine radikale Ernährungsumstellung zu Problemen führen.

Bestenfalls als Einstieg geeignet

Die Detox Diät ist keine langfristige Ernährungsumstellung. Immerhin werden jedoch einige ungesunde Lebensgewohnheiten wie zu viel Kaffee oder Alkohol dadurch in Frage gestellt.

Der Umgang mit Lebensmitteln insgesamt kann dadurch bewusster werden und das kann zu einer Änderung von Lebensgewohnheiten führen.

Und es ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, dass Menschen, eine gesunde Lebensweise das Risiko verschiedener Krankheiten senken kann.

Im Hinblick darauf sind jedoch die Ernährungsempfehlungen zum Beispiel der Deutschen Gesellschaft für Ernährung vollkommen ausreichend:

  • ausgewogen und abwechslungsreich,
  • kalorienarm,
  • vitamin- und nährstoffreich,
  • wenig Fleisch, geringe Mengen Zucker und Alkohol,
  • gesunde Fette in Maßen,
  • reichlich Vollkorngetreideprodukte,
  • viel Obst und Gemüse.

Kurzum: Die Detox Diät taugt als Einstieg in eine gesündere Lebensweise. Zur nachhaltigen Gewichtsreduktion können wir sie nicht empfehlen, weil sie die grundlegenden Faktoren nicht beherzigt: langfristige Ernährungsumstellung kombiniert mit regelmäßigem Kraft- und Ausdauersport.

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