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Diät ohne Kohlenhydrate – 5 Gründe, warum sie einfach nur ungesund ist

Schnell abnehmenSehr gut geeignet
Gesund abnehmenNicht geeignet
AlltagstauglichkeitNicht alltagstauglich
DisziplinViel Disziplin benötigt
KostenSehr günstig
JoJo-GefahrSehr gering

Die Diät, die wir hier vorstellen wollen, ist eine Ernährungsweise, die tatsächlich (fast) ganz ohne Kohlenhydrate auskommt.

Es handelt sich um eine No-Carb oder zero carb Diät – der extremsten Form einer Low-Carb-Diät.

Keine Kohlenhydrate, das bedeutet: Kein Brot, keine Kartoffeln, kein Reis.

Es bedeutet auch: kein Schlückchen Alkohol und keine Schokolade. Für die Entbehrungen soll man aber reich belohnt werden.

Die Diät verspricht schnelle und bemerkenswerte Erfolge: Angeblich sollen bei einer Diät ohne Kohlenhydrate bis zu 10 Kilo Gewichtsverlust pro Monat drin sein. (Siehe auch „Machen Kohlenhydrate dick?„)

Was ist also dran an der Diät ohne Kohlenhydrate?

Warnhinweis:
Wenn Du beabsichtigst, eine Diät ohne Kohlenhydrate zu machen, solltest Du unbedingt vorab einen Arzt konsultieren und Deinen Blutzuckerspiegel regelmäßig untersuchen lassen!

Diät ohne Kohlenhydrate: Nur etwas für echte Hungerkünstler

Diät ohne Kohlenhydrate
Wenn Du auf Kohlenhydrate verzichtest, wird Dein Körper gezwungen, Fette und Proteine als Energiequelle zu nutzen. Er stellt als Ersatz für die Kohlenhydrate in der Leber Ketonkörper aus Fett her.

Der Vorgang wird als Ketose bezeichnet. Und diese übernehmen dann die Aufgaben der Kohlenhydrate. Du schüttest weniger Insulin aus und infolgedessen kann Dein Körper Fett nicht mehr so gut in den Zellen einlagern. Er wird in einen Hungerzustand versetzt.

Da der Körper viel Energie verbrennen muss, um das zugeführte Protein verwerten zu können, führt die No-Carb-Diät zu einem erhöhten Gesamtumsatz.

Das unterscheidet die Diät ohne Kohlenhydrate auch von anderen Diäten: Du musst keine Kalorien zählen, sondern wirst im Gegenteil bei dieser Ernährungsform unter Umständen Mühe haben, auf Deinen individuellen Kalorienbedarf zu kommen. Diesen kannst Du hier berechnen.

Es spielt dabei auch keine Rolle, wann Du Deine Mahlzeiten zu Dir nimmst.

Zahlreiche Rezeptideen, Tipps und Tricks zur Umsetzung findest Du auch auf Pinterest.

Zur Dauer der Diät gibt es unterschiedliche Angaben. Um jedoch einen nennenswerten Effekt zu erzielen, sollte sie mindestens 1 Woche durchgeführt werden.

Nicht alle Kohlenhydrate sind Dickmacher

Diät ohne Kohlenhydrate Kartoffel
Kohlenhydrate sind für unseren Körper erst einmal schnelle Energielieferanten. Sie bewirken einen Anstieg des Blutzuckerspiegels.

Dabei wird das Hormon Insulin ausgeschüttet. Es sorgt dafür, dass Energie in Form von Fett in den Zellen eingelagert wird.

Besonders die einfachen Kohlenhydrate sorgen für einen schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels, der anschließend ebenso schnell wieder abfällt.

Durch diese Schwankungen werden Gefühle von Heißhunger ausgelöst, oft begleitet von tiefer Müdigkeit.

Nehmen wir zu viel einfache Kohlenhydrate auf, kommt es zu Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen. Einfache Kohlenhydrate sind also die eigentlichen Dickmacher.

Komplexe Kohlenhydrate sind dagegen Sattmacher.

Sie enthalten Stärke und schmecken deswegen im Gegensatz zu Einfachzuckern nicht süß. Komplexe Kohlenhydrate sind außerdem komplizierter aufgebaut.

Es dauert daher etwas länger, bis unser Körper sie verwerten kann. Der Blutzuckerspiegel steigt langsamer an. Nach dem Verzehr komplexer Kohlenhydrate fühlen wir uns also deutlich länger satt.

Zudem verbraucht der Körper bei der Verarbeitung Energie.

Einfache und komplexe Kohlenhydrate

Einfache Kohlenhydrate (Monosaccharide)Komplexe Kohlenhydrate (Polysaccharide)
Haushaltszucker (Saccharose): Zuckerrohr und ZuckerrübenSojaprodukte
Fruchtzucker (Fructose): Obst und HonigHafer-,Dinkel-, Gersten- und Roggenflocken, Kleie
Traubenzucker (Glukose): Honig, Bestandteil anderer ZuckerBohnen
Milchzucker (Laktose): Milch und MilchprodukteObst und Gemüse
Vollkornprodukte

Viel Eiweiß und noch mehr Fett

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Kaum Kohlenhydrate, das bedeutet auch, dass Du Deinen Energiebedarf aus anderen Quellen decken musst. Alternative Energiequellen sind Fette und Proteine.

Da wird folgende Aufteilung vorgeschlagen:

KohlenhydrateHöchstens 5 Prozent
Fett50 – 60 Prozent
Proteine35 – 40 Prozent

Außerdem solltest Du unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, da die Gefahr der Austrocknung besteht.

Diese Lebensmittel darfst Du ohne Einschränkung essen:

  • Fleisch und Fisch (ohne Panade)
  • Öl und Butter
  • Käse
  • Eier

100 Prozent ohne Kohlenhydrate – das ist natürlich nicht möglich, denn die verstecken sich auch in Milchprodukten, im Gemüse und im Obst. Deswegen ist eine sehr geringe Menge an komplexen Kohlehydraten erlaubt.

Die Kohlenhydratzufuhr sollte aber bei insgesamt unter 5 Prozent täglich liegen. In homöopathischen Mengen erlaubt sind daher auch:

  • Gemüse: Avocado, Pilze, Spargel, Spinat, Mangold, Bambussprossen, Portulak
  • grüner Salat
  • Käse: Harzer Käse, Cheddar, Körniger Frischkäse, Ziegenkäse, Gouda

Kostengünstig, effizient, aber nicht alltagstauglich

Die Umstellung wird für die meisten Menschen eine ziemlich hohe Hürde darstellen. Immerhin muss man mindestens für eine Woche ganz ohne Brot und Nudeln klarkommen.

Das, was einem dafür geboten wird, ist sehr gewöhnungsbedürftig: Fleisch und Fisch, Fisch und Fleisch, Eier, Öl und Käse. Dazu das eine oder andere Salatblatt.

Gemeinsames Essen mit Freunden oder der Familie dürfte bei der Auswahl erst einmal gestrichen sein. Dafür sind die Lebensmittel leicht zu bekommen und nicht kostspieliger als bei herkömmlicher Ernährung.

Die schnellen Erfolgen vor allem in den ersten Tagen sind vor allem auf den hohen Wasserverlust zurückzuführen.

Aber auch danach scheint diese Methode gut dazu geeignet, um Gewicht zu verlieren. Für diese Resultate bezahlt man jedoch unter Umständen einen hohen Preis

Ein riskantes Experiment

Prof. Andreas Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam rät von einer Ernährung ohne Kohlenhydrate ab, weil der menschliche Körper an Ballaststoffe und Vitamine aus Produkten wie Getreide gewöhnt sei.

Die Ernährung sollte demnach aus etwa 40 bis 50 Prozent Kohlenhydraten bestehen und zwar vor allem aus langsam resorbierbare Kohlenhydraten. Die sind zum Beispiel in Produkten mit vollem Korn enthalten.

Wer keine stärkehaltigen Pflanzen verzehrt, geht ein hohes Risiko ein.

Sie sorgen nicht nur für eine gute Sättigung, sondern enthalten wichtige Ballaststofffasern mit vielen gesundheitlichen Vorteilen, zum Beispiel für Darmgesundheit und Blutzuckerwerte.

Es gibt keine speziellen Studien zu No-Carb-Diäten, jedoch eine ganze Reihe Untersuchungen zu Low Carb. Im September 2014 erwies sich in einer Studie, dass eine kohlenhydratarme Ernährung wirksamer bei der Gewichtsabnahme ist als eine fettarme Ernährung.

Bei einer Untersuchung mit 40.000 schwedischen Frauen zeigte sich allerdings auch, dass Low-Carb das Herzinfarktrisiko steigert. Das liegt wahrscheinlich am hohen Fleischkonsum.

Der erhöht nach jüngsten Erkenntnissen nicht nur das Infarktrisiko, sondern auch das von Diabetes, tödlichen Krebserkrankungen und insgesamt das Risiko eines frühzeitigen Todes.

Das Beth Israel Deaconess Medical Center (BIDMC) stellte im Rahmen einer Untersuchung fest, dass die Diät zu schweren Arterienschäden bei Tieren führte.

Das liegt vermutlich daran, dass Lebensmittel wie rotes Fleisch und Milchprodukte hohe Mengen an gesättigten Fettsäuren enthalten.

Diät ohne Kohlenhydrate: Effektiv? Ja. Unbedenklich? Nein.

Daher aus unserer Sicht auch nicht empfehlenswert. Es geht doch nichts über eine ausgewogene Ernährung mit regelmäßiger Bewegung. Und das Kapitel Sport kommt bei dieser extremen Ernährungsweise definitiv viel zu kurz.

Aber auch die gesundheitlichen Risiken sind schon Grund genug, gar nicht erst damit zu beginnen. Wer es mit einer kohlenhydratreduzierten Diät versuchen möchte, sollte daher lieber die Ketogene Diät ausprobieren.

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