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Die Hollywood-Diät – 7 Gründe, warum sie einfach zu extrem ist

Schnell abnehmenSehr gut möglich
Gesund abnehmen Sehr ungesund
Alltagstauglichkeit Kaum Alltagstauglich
Disziplin Sehr viel Disziplin nötig
Kosten Kaum zusätzliche Kosten
JoJo-Gefahr Sehr hoch

Die Hollywood-Diät wird bald 100 Jahre alt.

Sie funktioniert nach dem Trennkost-Prinzip und ist in fast jeder Beziehung ziemlich extrem:

  • Extrem luxuriös,
  • extrem kalorienreduziert,
  • extrem kohlenhydratarm
  • und extrem eiweißreich.

So funktioniert die Hollywood-Diät

Abnehmen mit der Hollywood Diät

Vor allem die Stars im Showbusiness der 1920er Jahre schwörten wegen ihrer Erfolge auf die Hollywood-Diät. Bei einer dermaßen extremen Kalorienreduktion blieben diese natürlich nicht aus.

Sicher scheint: Es purzeln gut 2 Kilo in der Woche – und man muss dabei noch nicht einmal Sport treiben.

Gesund geht jedoch anders: Die Hollywood-Diät zählt zu den Crash-Diäten. Sie ist definitiv nicht geeignet für Menschen, die in einem vernünftigen Tempo abnehmen und das Gewicht dann auch halten wollen.

Es gibt inzwischen diverse Variationen der Hollywood-Diät, doch wir wollen uns hier mit dem Original beschäftigen.

Hier sind unsere 7 Gründe, warum sie einfach zu extrem ist:

1. Der Trick mit den Enzymen funktioniert nicht

Die Hollywood-Diät ist eine Form der Trennkost: Proteine und Kohlenhydrate werden bei den Mahlzeiten nicht zusammen gegessen.

Genauso wie Fette, sind Kohlenhydrate überhaupt so gut wie tabu.
‘So gut wie’, denn auch die tropische Früchte enthalten Kohlenhydrate. Sie werden ausschließlich als Snack zwischendurch verzehrt, denn ihre Enzyme sollen im Verdauungstrakt wahre Wunder bewirken:

Das Enzym Bromelain soll die Fettverbrennung ankurbeln.

Seine Wirkung entfaltet sich angeblich genau dort, wo die Fette, die mit der Nahrung aufgenommen werden, verwertet werden: im Darm.

Bromelain soll außerdem entschlacken und die Verdauung regulieren.

Doch leider hat sich das, was schon in der Theorie zu schön klingt, um wahr zu sein, auch in der Praxis als Mär erwiesen: Die Enzyme werden abgebaut, bevor sie überhaupt in den Darm gelangen.

2. Es gibt viele Tabus

Die Hollywood-Diät-Formel lässt sich relativ einfach merken:

Kohlenhydrate machen dick.

Deswegen sind diese Nahrungsmittel verboten:

Erlaubt sind ausschließlich folgende Lebensmittel:

  • (magerer) Fisch und Meeresfrüchte,
  • (mageres) Fleisch,
  • Salat und kohlenhydratarme Gemüsesorten,
  • tropische Früchte (Ananas, Mango, Papaya, Wassermelonen und Bananen).

3. Zu wenig Genuss

Ernährung bei der hollywood diät

Der Diät-Plan sieht 5 Mahlzeiten am Tag vor:

MahlzeitLebensmittel
FrühstückTee oder Kaffee (ungesüßt)
SnackTropische Früchte
MittagessenSalat oder Gemüse
SnackTropische Früchte
AbendessenFisch, Meeresfrüchte oder Fleisch

Zwischen den Mahlzeiten muss jeweils ein Abstand von 2 Stunden eingehalten werden. Die Kalorienzufuhr ist strikt reduziert: Mehr als 800 kcal pro Tag sind nicht drin.

Davon sollten ca. 60 Prozent aus eiweißreichen Lebensmitteln bestehen. Es versteht sich von selbst, dass die Speisen ohne Fett zubereitet werden.

4. Studien raten von Blitz-Diäten ab

Als Crash-Diäten bezeichnet man Diäten mit einer Kalorienzufuhr von weniger als 1.200 Kalorien pro Tag.

Crash-Diäten sind nachweislich auf lange Sicht nicht erfolgreich und schaden der Gesundheit.

Ernährungswissenschaftler kritisieren die Hollywood-Diät aufgrund der bestehenden Risiken massiv. Die Anzahl der empfohlenen Kalorienzahl liegt erheblich unter dem, was gemeinhin als gesund gilt.

„Solch kurzzeitige Diäten wirken nicht dauerhaft und gefährden eine ausgewogene Nährstoffzufuhr“, sagt Antje Gahl, Pressesprecherin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE).

„Schnell viel abnehmen und genauso schnell wieder das Ausgangsgewicht oder sogar mehr erreichen – das charakterisiert diese Diäten und kann zum sogenannten Jojo-Effekt führen“

– so Gahl.

5. Mangelernährung und Jojo-Effekt

Wenn man sich über einen längeren Zeitraum als 1 Woche strikt nach den Vorgaben ernährt, besteht das Risiko einer Mangelernährung:

Durch das Verbot von Fett und die starke Reduktion von Kohlenhydraten kommt es zu einem Defizit an essentiellen Nährstoffen.

B-Vitamine fehlen fast vollständig, denn fettlösliche Vitamine können vom Körper nicht verwertet werden. Zu viel Eiweiß kann zudem bei gefährdeten Personen Gicht oder Nierensteine verursachen!

Die extreme Kalorienreduktion führt fast zwangsläufig zu einem Jojo-Effekt. Wenn man nach der Diät zu den alten Gewohnheiten zurückkehrt, sind die Pfunde ebenso schnell wieder drauf, wie sie gepurzelt sind – manchmal sogar noch das eine oder andere mehr.

6. Wissenschaftlich ausgehebelt

Die tropischen Früchte sind zwar gesund, kalorienarm und enthalten relativ viele Vitamine und Mineralstoffe. Sie tragen allerdings nicht automatisch zu einer Gewichtsreduktion bei.

Echte Diät-Wundermittel gibt es nach Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik in Aachen nicht:

„Es gibt keine Lebensmittel, die zu einem Fettabbau führen.“

Und es gibt keinerlei Belege dafür, dass Enzyme wie Bromelain beim Abnehmen helfen. Das liegt schon daran, dass sie bei der Verstoffwechselung im Körper deaktiviert werden und somit im Darm vollkommen wirkungslos sind .

7. Nicht teuer, aber wenig alltagstauglich

Hollywood diät

Die Lebensmittel der Hollywood-Diät sind zwar nicht günstig, das fällt aber kaum ins Gewicht, weil man nur sehr geringe Mengen davon verzehrt.

Dafür ist die Umstellung gegenüber einer normalen Ernährung ziemlich hart, denn bei dieser Diät steht vor allem Hunger auf dem Plan.

Außerdem dürfte es ziemlich schwierig werden, wenn man berufstätig ist oder eine Familie zu versorgen hat.

Fazit

Wer dauerhaft abnehmen will, sollte eine langsame und gesunde Gewichtsreduktion anstreben, d.h. 1 bis höchstens 2 Pfund pro Woche.

Auch wenn viele Diät-Gurus etwas anderes behaupten: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in:

  • Bewegung bzw. regelmäßigem Training,
  • einer moderate Kalorienreduktion (ca. 300 – 600 Kalorien unter Kalorienbedarf),
  • einer Ernährung , die auf viel Obst und Gemüse, mageres Fleisch, Fisch und Vollkornprodukte setzt
  • und einer Reduktion von gesättigten Fettsäuren sowie Zucker.

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