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Intervallfasten – Essen nach dem Rhytmus unserer Vorfahren?

„Intervallfasten“ bezeichnet eine Ernährungweise, die im Einklang mit unserer ur-biologischen Uhr steht. Erfahre jetzt, was das bedeutet, wie es geht und was es bringt!

Das Intervallfasten (oder intermittierendes Fasten) entspricht der natürlichen Biologie unseres Körpers. Es geht auf eine uralte Lebensweise in der Steinzeit zurück, bei der auf Zeiten der Nahrungsaufnahme Tage folgten, an denen keine Nahrung zur Verfügung stand.

Der Körper war also ursprünglich darauf konditioniert, von einem anabolen Stoffwechsel (Anabolismus = Aufbau von Körperstrukturen durch die Bestandteil der Nahrung) während der Ernährungszeiten zu einem katabolen (Katabolismus = Abbau von Substanz zur Energiegewinnung) während der Fastenzeit umzuschalten.

Der Nahrungsmangel führte dazu, dass die Körperzellen regenerieren konnten, weil der Körper nicht mit der Verstoffwechslung von Nahrungsbestandteilen beschäftigt war.
Tee beim Intervallfasten und intermittierenden FastenFastenforscher fanden inzwischen heraus, dass der positive Effekt des Fastens auf die Gesundheit bereits nach kurzer Zeit des Fastens auftritt. So ist das Intervallfasten entstanden.

Beim Nahrungsentzug während der Fastenzeit bauen sich zunächst überschüssiger Zucker im Blut und damit der Insulinspiegel ab und anschließend werden die Fette aus den Fettreserven sowie die darin enthaltenen Giftstoffe zur Energiegewinnung hinzugezogen und abgebaut. Gleichzeitig werden Zellreparaturmechanismen in Gang gesetzt.

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Der Gesundheitsaspekt: Studien zum Intervallfasten

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Unsere Ernährung, die häufig zu fett- und kohlenhydratreich ist und immer mehr Zusatzstoffe enthält, geht zunehmend zu Lasten der Gesundheit.

Stress und die Belastung des Körpers durch die Umwelt und bestimmte ungesunde Genussmittel (wie Rauchen und Alkohol) schädigen den Organismus zusätzlich. Studien an Mäusen haben gezeigt, dass regelmäßiges Fasten die Gesundheit des Körpers verbessern und den Alterungsprozess verlangsamen kann.

Die Versuchstiere zeigten zusätzlich eine verminderte Stressanfälligkeit. Das Bluthochdruck- und Diabetesrisiko sank und Blutwerte, Herz- und Nierenleistung wurden besser. Selbst Tumore wuchsen nachweislich langsamer.

Tipp: Aber nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Figur profitiert von einer Fastendiät. Zahlreiche Studien belegen den direkten Einfluss von Intervallfasten auf die Gewichtsreduktion

Anleitung und Pläne zum Intervallfasten

intervallfasten16/8
Es gibt verschiedene Pläne, wie man die Diät durchführen könnte. Letztendlich musst Du die für Dich geeignetste Variante selbst finden. Gängige Intervalle sind zum Beispiel:

  • 5:2 (5 Tage Essen, 2 Tage Fasten)
  • 6:1 (6 Tage Essen, ein Tag Fasten)
  • 16/8 (16 Stunden Fasten, 8 Stunden Essen) oder
  • 10in2 (eins-null-in 2, also ein Fastentag, ein Tag Essen).

Am einfachsten ist es, wenn Du mit einem kleineren Fasten-Intervall beginnst und dann das Zeitfenster immer weiter ausdehnst. Zum Beispiel kannst Du am Anfang von 12 Uhr mittags bis abends um 8 eine Nahrungspause einlegen (16 Stunden normal essen, 8 Stunden fasten; 16/8).

In den Folgewochen fastest Du immer zwei Stunden länger, bis Du schließlich erst 16 Stunden fastest und dich über 8 Stunden normal ernährst und dann Deinen 24-Stunden Fastentag erreicht hast. Jetzt kannst Du wochenweise zwei nicht aufeinanderfolgende Tage als komplette Fastentage festlegen.

Tipp: Während des Fastens dürfen ausschließlich Wasser, Kaffee und ungesüßter Tee konsumiert werden, in der restlichen Zeit kannst Du wie gewohnt essen. Warmer Tee und warmes Wasser haben den Vorteil, dass sie dem Körper ein Gefühl von Fülle und Wärme geben.

Achte darauf, dass Du während der Fastentage ausreichend Ruhe und Zeit für Dich hast: Nahrungsentzug und Stress sind nicht gut miteinander vereinbar. Ratsam ist zum Beispiel, Fastenzeiten auf das Wochenende zu legen.

Eine sanftere Variante verkürzt das Intervallfasten auf einige Stunden. So können zum Beispiel einzelne Mahlzeiten vom Speiseplan gestrichen werden. Selbst wenn Du rhythmisch das Frühstück ausfallen lässt und jeweils von der letzten Abendmahlzeit (etwa um 20 Uhr) bis zum Mittagessen am Folgetag nichts isst, hast Du Deinem Körper bereits wertvolle Ruhe zur Regeneration geschenkt.

In einer zweiten Variante wird während der Fastenzeit nicht vollständig auf Nahrung verzichtet, sondern die maximale tägliche Kalorienzufuhr auf 500 kcal beschränkt und durch Magermilchprodukte, Obst, Gemüse und fettarmes Fleisch und Fisch gedeckt.

Für diejenigen, die ihr Hauptaugenmerk auf die Gewichtsreduktion legen, eignet sich vor allem die 16/8 Methode, da dadurch täglich ein Kaloriendefizit angestrebt wird, was zu einer Gewichtsreduktion führt.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Beginne mit einem kleinen Fastenintervall
  • Erweitere jede Woche deine Nahrungspause um 2 Stunden
  • Hast du 24 Stunden erreicht, dann führe 2 Fastentage pro Woche ein
  • Du benötigst an Fastentagen ausreichend Ruhe und Zeit

Abnehmen mit dem Intervallfasten

Tipp:

Das Intervallfasten ist zeitlich nicht begrenzt, Du kannst es solange durchführen, wie Du möchtest. Manche machen diese Diät, bis sie ihr Wunschgewicht erreicht haben, andere ein Leben lang.

Das intermittierende Fasten ist eine gute Diätmethode, um langfristig abzunehmen und das reduzierte Gewicht auch zu halten. Die Höhe der Gewichtsabnahme ist natürlich davon abhängig, wie ausgedehnt Deine gewählten Intervalle sind und wie Du Dich an den übrigen Tagen ernährst.

Wer abnehmen möchte, sollte an den fastenfreien Tagen nicht übermäßig essen und sich möglichst gesund und ausgewogen ernähren. Zur groben Orientierung über den individuellen Grundumsatz ist es hilfreich, sich vorab seinen täglichen Kalorienbedarf auszurechnen.

Rezepte zum Intervallfasten

Erfahrungsbericht intermittierendes Fasten Heilfasten
Rezepte, die das Intervallfasten auf gesunde Art ergänzen, findest Du zum Beispiel hier: Rezepte zum Intervallfasten.

Vorteile des intermittierenden Fastens

Wer fastet, tut nicht nur seiner Figur, sondern auch seiner Gesundheit etwas Gutes, ohne sich mit Ernährungs- und Kalorientabellen beschäftigen zu müssen. Die Fastenzeiten geben dem Körper die Möglichkeit, zu entschlacken, Gifte und Fettreserven abzubauen und körperlich und seelisch zu regenerieren.

Dadurch, dass die Fastentage zeitlich begrenzt sind, sind sie in der Regel gut durchzuhalten. Der größte Vorteil gegenüber anderen Diäten ist, dass an den fastenfreien Tagen (mehr oder weniger) wie gewohnt gegessen werden kann. Im Vergleich von 10in2-Modus mit der FdH-Diät wird dieser Vorteil des Intervallfastens besonders deutlich.

Tipp: Während man sich bei der FdH-Diät über längere Zeit disziplinieren muss, muss man beim Intervallfasten nur jeweils einen Tag auf Essen verzichten, jedoch mit der Aussicht auf das baldige Fastenende. Die Fastendiät ist also sehr viel leichter durchzuhalten als herkömmliche Diäten.

Auch besteht beim Intervallfasten nicht die Gefahr, dass der Körper in der Nahrungsphase doppelt an Gewicht zulegt (JoJo-Effekt), da die Zeit des Fastens für den Sparflammen-Modus (Reduzierung des Grundumsatzes) zu kurz ist.

Nachteile des Intervallfastens

Achtung:

Gerade weil die Diät keine Vorgaben für diese Tage beinhaltet, können die positiven Effekt der Fastentage durch unkontrolliertes und ungesundes Schlemmen in den fastenfreien Tagen schnell wieder zunichte gemacht werden.

Es gibt nur wenige Nachteile bei der Fastendiät. Einer ist, dass das Fasten manchen Anwendern am Anfang doch schwer fallen kann, weil der Körper einem gewohnten Rhythmus folgt und sich eventuell zu den Essenszeiten mit einem Hungergefühl meldet. Es ist auch nicht generell auszuschließen, dass an den fastenfreien Tagen nicht doch ein verstärktes Nahrungsbedürfnis auftritt und Gelüsten auf fett- und kohlenhydratreiche Lebensmitteln nachgegeben wird.

Einen bestimmten Tag der Woche im Vorhinein als Fastentag festzulegen, kann auch schwer werden, da immer unvorhersehbare Ereignisse auftreten können. Es ist nicht immer planbar, was an dem Tag, den Du für Dich als Fastentag gewählt hast, in Deiner Arbeit, Familie und Freundeskreis geschieht. Spontane Einladungen, starker Stress oder Familienfeiern können einen Fastentag unmöglich machen.

Auch ist für denjenigen, der in kürzester Zeit einige Kilo`s abnehmen möchte, diese Art der Diät nicht geeignet. Sie müssten zusätzlich an den fastenfreien Tagen eine konsequent kalorienreduzierte Diät einhalten.

Diabetikern, Menschen mit niedrigem Blutdruck oder im schlechten Allgemeinzustand und Schwangeren ist vom Intervallfasten dringend abzuraten.

VorteileNachteile
Körperliche und seelische Regenerierung Das Hungergefühl ist anfangs sehr präsent
Entschlackung Der Fastentag kann möglicherweise durch unvorhersehbare Ereignisse nicht eingehalten werden
An fastenfreieien Tagen kannst Du wie gewohnt essen Für schnelles Abnehmen nicht geeignet

Erfahrungen und Erfolge mit dem Intervallfasten

Die Erfahrungen mit einer Diät sind natürlich immer individuell unterschiedlich.

Eine Anwenderin des Intervallfastens berichtet durchweg positiv von ihren Erfahrungen. An den Fastentagen verspürte sie kaum Hunger, fühlte sich fit und leistungsfähig und am Ende des Tages wohlig müde.

Aufkommendes Kältegefühl hat sie mit warmer Brühe, Tee oder Kaffee erfolgreich verdrängen können. Sie empfiehlt allerdings, auch an den Nicht-Fastentagen die Kalorienzufuhr zu kontrollieren und nicht mehr aufzunehmen, als der Körper für Grundumsatz und Aktivitäten benötigt.

Ein anderer Anwender bestätigt, dass man sich in der fastenfreien Zeit automatisch bewusster ernährt und sein natürliches Sättigungsgefühl zurückerlangt. Der Körper scheint in dieser Zeit deutlicher als zuvor zu zeigen, was er an Nährstoffen braucht und wann er wirklich gesättigt ist.


Fazit

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass das Fasten dem Organismus einen Impuls zur Selbstheilung gibt. Nicht umsonst wird seit Jahrhunderten in vielen Kulturen das Heilfasten praktiziert.

Auch zum Abnehmen und zur Gesundheitsförderung eignet sich diese Methode sehr gut, da durch die Kalorienreduktion langfristig ein gesundes Körpergewicht erreicht wird. Weiterhin wirst du von besseren Blutdruck-, Blutzucker-, und Cholesterin-Werten profitieren.

Insgesamt ist das Intervallfasten also für jeden geeignet, der an seinem Körpergewicht und/oder an seiner Gesundheit arbeiten will.

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6 Kommentare

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  • Der Kommentar von Horst macht mich grad etwas wütend…
    Es ist wie bei jedem abnehmen…Irgendwann ist Haut übrig. In jungen Jahren kein Problem, da ist die Haut flexibel.
    Man muss schon wissen, was man will. Etwas Sport und die gute Pflege der Haut sind schon Notwendig!

    Meine Erfahrung: ein adipöser Mensch kann sehr gut mit Intervallfasten abnehmen. Ich habe mit 5:2 Mitte Januar angefangen. Nach ca einem Monat bin ich auf 10in2 u gestiegen. Das Fasten hat mir zu keiner Zeit Probleme gemacht. Auch ist es mir nicht sch wer gefallen, einen Tag nichts zu essen. Allerdings muss ich am Tag NACH Fasten etwas auf meinen Kreislauf aufpassen.
    Ich habe, auch weil ich aus privaten Gründen und Urlaub das Fasten unterbrochen habe, seit Mitte Januar bis heute 12 kg abgenommen, was ich doch erheblich finde. Ich fange gerade wieder an…

  • Bei mir ist es immer um 19 Uhr, dass ich eine Kleinigkeit esse. Danach bis zum Mittagessen am nächsten Tag nichts mehr. Das ist ca. um 13/14 Uhr. Dazwischen schlafen und Wasser bis zum Abwinken. Die Gewichtsabnahme ist nur geringfügig und nicht von Dauer trotz normaler Portionen.

  • 16/8 kombiniert mit Lowcarb funktioniert bei mir hervorragend, sogar fast ohne Sport.
    Seit 20.3. esse ich bei einem errechneten Grundumsatz von 1400 kcal täglich 1300-1600 kcal,
    verteilt auf 2 Mahlzeiten ( 8 und 14 Uhr)
    Der Bauchumfang ist mittlerweile von 143 cm auf 120cm geschrumpft, der Schlaf ist besser, die Laune auch. Man hat wieder Energie und Kondition und schwitzt nicht mehr bei der kleinsten Anstrengung.
    Gefühlt ist es für mich keine Diät sondern normales Essen, nur etwas weniger und ohne zwischendurch. Es fällt mir leicht, dabei zu bleiben.
    LG Ruth

  • Hier wird das intervallfasten sehr gut erklärt. Ich fange damit an und freue mich darauf
    LG Bianca

  • „Für adipöse Menschen ist das Intervallfasten vielleicht nicht die Methode der Wahl, um deutlich an Gewicht zu verlieren. Denn der Abnehmprozess ist langfristig angelegt und bedarf einer stabilen Gesundheit.“

    Warum ist der langfristige Ansatz negativ gegenüber adipösen Menschen zu werten? Ist das nicht eher positiv?
    Auch verstehe ich nicht, dass Intervallfasten nicht für schnelles Abnehmen geeignet sei.

    Ansonsten vielen Dank für den schönen Beitrag!
    Liebe Grüße,
    Sven

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