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Bauchdeckenstraffung – Alles was Du wissen musst!

Die Bauchdeckenstraffung ist ein operativer Eingriff im Bereich des Bauchs. Dabei wird überschüssige Haut entfernt, die durch starke Gewichtsabnahme oder Schwangerschaft überdehnt und erschlafft ist.

Diese Haut hängt dann wie eine Schürze vor dem Bauch und bildet sich von selbst nicht mehr zurück. Das ist für die Betroffenen meist sehr belastend. Bei der Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) wird die Bauchdecke wieder gestrafft. Deswegen wird sie oft auch einfach als Bauchstraffung bezeichnet.

Das hat meistens ästhetische Gründe, kann aber auch aus medizinischen Gründen notwendig sein. In diesem Beitrag werden wir uns ausführlich mit dem Thema Bauchdeckenstraffung befassen: Wann ist ein solcher Eingriff erforderlich und was genau passiert bei der Operation? Was kostet der Eingriff und was sollte man dabei beachten?

Bauchdeckenstraffung – oft medizinisch Gründen erforderlich

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Viele unterziehen sich einer Bauchdeckenstraffung schlicht aus ästhetischen Gründen. Es kann aber auch handfeste medizinische Gründe geben, die überschüssige Haut zu entfernen:

  • Bindegewebe und Haut werden nach der Schwangerschaft oft sehr schwach und schlaff. Viele Frauen empfinden das als sehr belastend, weil sich die Haut auch durch Sport nicht mehr zurückbildet.
  • Menschen, die stark übergewichtig waren und dann sehr schnell viel Gewicht verloren haben, bilden oft eine sogenannte Fettschürze aus: Das Bindegewebe ist irreparabel zerrissen. Der Bauch hängt schlaff wie eine Schürze über. Auch diese Hautüberschüsse verschwinden bei gezieltem Bauchtraining nicht.
  • Überschüssige Hautlappen können Hautprobleme verursachen. Unter den Lappen bilden sich häufig Ekzeme oder Pilzinfektionen.
  • Die Hautlappen können so schwer sein, dass sie zu Haltungsproblemen führen. Das kann vorzeitige Verschleißerscheinungen der Gelenke bewirken.

Was eine Bauchdeckenstraffung nicht kann

Viele Menschen glauben, dass bei einer Bauchdeckenstraffung auch überschüssiges Fettgewebe entfernt wird. Das ist jedoch nicht der Fall. Es wird nur überschüssige Haut entfernt. Das bewirkt eine Straffung des Bauchs.

Man sollte sich also vorab darüber im Klaren sein, dass es keinesfalls das Ziel des Eingriffs ist, das Fett im Bauchbereich zu entfernen, um das Gewicht zu reduzieren.

Das ist bestenfalls eine zusätzliche Dienstleistung, die aber auch extra kostet. Dabei werden dann während der Abdominoplastik Fettpolster durch eine Fettabsaugung entfernt.

Bauchdeckenstraffung – vorher: Beratung und Finanzierung

Das wichtigste vor der Bauchdeckenstraffung ist ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt. Die Operation selbst, die sogenannte Abdominoplastik, wird in Deutschland in der Regel von Plastischen Chirurgen durchgeführt.

Gleichzeitig werden bei einer Untersuchung die gesundheitlichen Voraussetzungen überprüft. Gründe, die gegen einen Eingriff sprechen, sind

  • Problemen mit der Darmentleerung: die Operation führt zu einer Verkleinerung der Bauchhöhle und
  • Diabetes: die Wundheilung ist nicht gewährleistet.

Bei einer Bauchdeckenstraffung entstehen Kosten in Höhe von 4.000 bis etwa 7.000 €.

Diese werden nur von der Krankenkasse übernommen, wenn medizinische Gründe für die Behandlung vorliegen.

Im Behandlungsvertrag sollten alle Kosten ausführlich aufgelistet sein. Das gilt auch für solche, die bei eventuell notwendigen Nachbehandlungen entstehen können, damit Du Dir vorab einen realistischen Überblick verschaffen kannst.

Wenn Du Dich dann für eine OP entschieden hast, solltest Du Dir dafür rund 14 Tage frei nehmen. Es versteht sich beinahe von selbst, dass nach der Bauchdeckenstraffung erst einmal Bettruhe angesagt ist. Du musst Belastungen unter allen Umständen vermeiden. Wenn Du körperlich arbeitest, solltest Du sogar 21 Tage einplanen, um den Erfolg nicht zu gefährden.

Bauchdeckenstraffung – was genau passiert bei diesem Eingriff?

Die Bauchdeckenstraffung wird unter Vollnarkose durchgeführt. Eine einfache OP dauert in der Rege etwa eine Stunde. Bei einer umfangreichen Fettschürze kann der Eingriff aber auch mehrere Stunden Zeit in Anspruch nehmen.

Bauchdeckenstraffung – Schritt für Schritt:

  • In der Regel sind zwei Schnitte erforderlich:
    ◦ Ein langer Schnitt zwischen den Beckenknochen, knapp oberhalb der Scham-Behaarung und
    ◦ ein kleiner Schnitt um den Nabel herum.
  • Die Haut wird abgehoben, um die Bauchmuskulatur freizulegen.
  • Die geraden Bauchmuskeln werden in der Mitte aneinander gelegt, gestrafft und in dieser Position justiert. Die Bauchwand wird dadurch fester, die Taille schmaler.
  • Überschüssige Haut und Unterhautfettgewebe werden entfernt.
  • Drainagen werden gelegt. Sei leiten die sich ansammelnde Gewebsflüssigkeit und Blutreste nach außen ab und werden ca. 2 Tage nach der OP entfernt.
  • Der Nabel wird neu aufgebaut.
  • Die Wundränder werden vernäht. Die Fäden werden 7 – 14 Tage nach der OP gezogen.

Nach der Abdominoplastik musst Du mit mindestens einem bis zu vier Tagen Krankenhausaufenthalt rechnen. Bei komplizierten Operationen kann die stationäre Behandlung natürlich auch länger dauern.

Bauchdeckenstraffung – nachher: Regeneration unterstützen, Risiken meiden!

Eine gelungene Bauchdeckenstraffung lässt den Bauch wieder flach erscheinen. Die Haut liegt straff über dem Bindegewebe. Bis es endlich so weit ist, solltest Du unbedingt einige Dinge beachten:

  • In den ersten drei Monaten solltest Du rund um die Uhr ein stabilisierendes Mieder tragen, damit sich das Gewebe regenerieren kann.
  • Es besteht wie nach jeder Operation ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel beziehungsweise Gefäßverschlüsse (Thrombosen). Deswegen werden auch hier vorsorglich Maßnahmen wie das Tragen von Thrombosestrümpfen oder eine Medikamentengabe ergriffen.
  • Schmerzen, Schwellungen und Blutergüsse sind normale Folgeerscheinungen der Operation. Sie sollten allerdings innerhalb relativ kurzer Zeit verschwinden.
  • Die Operationswunde selbst muss noch bis zu drei Monaten nach der OP regelmäßig kontrolliert werden.

Eine leichte körperliche Belastung ist schon nach ungefähr zwei Wochen möglich. Du darfst jetzt zum Beispiel wieder Rad fahren oder schwimmen.

Es dauert aber immer noch ca. sechs Wochen, bis Du stärker belasten darfst, also beispielsweise Joggen oder körperlich arbeiten. Erst nach etwa drei Monaten bist Du wieder voll belastbar. Auch hier wird Dir der behandelnde Arzt genaue Instruktionen geben.

Bleiben bei einer Bauchdeckenstraffung Narben zurück?

Die Bauchstraffung ist ein vergleichsweise großer Eingriff.

Es bleiben wie bei jeder Operation Narben zurück.

Wird der Oberbauch gestrafft, bleibt eine große Narbe oberhalb der Scham-Behaarung deutlich sichtbar. Bei einer Unterbauchstraffung kann die Narbe teilweise durch die Schamhaare verdeckt sein.

Die Narbenbildung hängt außerdem von der Wundheilung ab. Ist sie aus irgendeinem Grund beeinträchtigt, können die Narben ausgeprägter sein.

Bauchdeckenstraffung – die Erfahrungen anderer

Eine Bauchdeckenstraffung ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Selbst wenn also Menschen in Deinem unmittelbaren Umfeld gute oder schlechte Erfahrungen damit gemacht haben, kann diese Operation bei Dir aufgrund persönlicher Voraussetzungen oder Eigenheiten ganz anders verlaufen.

Auch die Bewertung des Arztes oder der Klinik kann sehr unterschiedlich ausfallen. Man sollte sich dabei also weniger auf die guten Ratschläge wohlmeinender Mitmenschen, als auf die handfesten Fakten und das eigene Gefühl verlassen. Ausschlaggebend können aber diese Fragen sein:

  • Nimmt sich der Arzt genug Zeit für mich?
  • Behandelt er mich respektvoll, nimmt er mich ernst?
  • Werde ich über alle Risiken und Kosten informiert und neutral beraten?
  • Habe ich Vertrauen zu dem behandelnden Arzt?

Falls Du dich zusätzlich für Informationen über die Magenverkleinerung interessierst, empfehlen wir Dir unseren Beitrag Magenverkleinerung – Für wen kommt sie in Frage? zu lesen.

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Phillipp Doetsch ist Personal Trainer und ausgebildeter Ernährungsberater. Seit vielen Jahren trainiert er erfolgreich zahlreiche Klienten in Berlin und ist stets bestrebt, das Beste aus sich und den Menschen in seiner Umgebung heraus zu holen. Nebenbei schreibt er für den Evergreen Verlag, um sein Wissen so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen.


Christine Kammerer ist studierte Politologin, Gesundheitsjournalistin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie ist außerdem ausgebildete Seminarleiterin für Entspannungsverfahren und Trainerin für Kraft- und Fitnesssport mit DOSB-Lizenz für Sport in der Rehabilitation.