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Footprint der Fitnessindustrie

Proteine sind wichtig für den Muskelaufbau! Das weiß jeder, der sich bereits mit dem Thema Sport und Ernährung auseinandersetzt hat. So greifen immer mehr Sportler zu Proteinreichen Nahrungsergänzungsmitteln. Doch welche Folgen hat der erhöhte Konsum von tierischem Eiweiß für die Umwelt? MeinBauch.net ist dieser Frage nachgegangen und zu einem klaren Ergebnis gekommen:

Tierisches Protein ist eine Gefahr für unsere Umwelt!

Proteinkonsum in der Fitnessindustrie

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Bei Sportlern spielt die Aufnahme von ausreichend Proteinen eine wichtigen Rolle und darf bei keinem Ernährungsplan für Muskelaufbau fehlen, das ist kein Geheimnis. Bei einer Umfrage gaben 61% der Befragten an, dass Proteine ihre Fitness steigern.

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„Die empfohlene Menge an Protein aus Nahrungsmitteln pro Tag liegt im Durchschnitt bei 0,8 g Proteine pro Kg Körpergewicht. Für Sportler hingegen ist je nach Trainingsziel eine Aufnahme von bis zu 1,7 g Proteine pro Kg Körpergewicht am Tag empfehlenswert”, so Fitnessexperte und Gesundheitsjournalist Phillipp Doetsch.

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass der Konsum von Protein besonders in der Fitnessbranche sehr hoch ist.

In Deutschland sind es ganze 27% der Sportler die zu Proteinshakes, -riegeln oder anderen Eiweißprodukten greifen. Eine Studie konnte zeigen, dass besonders Fitnessstudio-Besucher zu konzentrierten Eiweißpräparaten greifen. 15% der männlichen und 7% der weiblichen Fitnessstudio Besucher hatten in den letzten 3 Monaten konzentrierte Eiweißpräparate konsumiert, im Vergleich zu 0,7-1,7% der Nicht-Besucher.

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59% der in Europa aufgenommenen Protein sind tierischer Herkunft.

Nicht nur bei Trainings- und Ernährungsplänen stehen vorzugsweise tierisches Protein auf dem Plan, sondern auch bei Ernährungsplänen für Low-Carb- und Eiweiß-Diäten ist pflanzliches Protein oft zweitrangig. Doch ausgerechnet der Konsum von tierischem Eiweiß treibt die Klimaerwärmung weiter voran.

Für Philipp Doetsch stellt der hohe Konsum von tierischem Protein eine Gefahr für unsere Erde dar. „Die Umwelt leidet unter dem hohen Konsum von tierischem Eiweiß. Angefangen bei Wasserverbrauch und -verschmutzung über Rodung von Wäldern und Beanspruchung von Ackerflächen bis hin zu einer hohen Methan und CO2 Belastung”.

Etwa 80% der landwirtschaftlichen Nutzfläche weltweit wird derzeit von der Viehhaltung beansprucht. Das ist angesichts der Zahlen nicht verwunderlich: Die Herstellung von Tierischem Protein beansprucht tatsächlich etwa 16 mal so viel Ackerfläche wie pflanzliches Eiweiß.

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Tierische Protein hat eine hohe CO2 Emission!

Tierisches Protein verursacht enorm hohe CO2-Emissionen. Alleine die Viehhaltung ist für den Ausstoß von 32,6 Millionen Tonnen CO2 im Jahr verantwortlich. Das entspricht etwa 50% des weltweiten CO2 Ausstoßes.

Casein Pulver beispielsweise verursacht pro 100 g enthaltenem Protein 5,5 Kilo CO2. Pflanzliche Produkte schneiden in der Umweltbilanz dagegen besser ab. Bei Sojagranulat liegt der Wert nur noch bei 0,16 Kg CO2 pro 100g Protein.

co2 emission beitrag meinbauch - Footprint der Fitnessindustrielbe Emission würde eine Autofahrt von 45 km verursachen.

Auch Milch schneidet schlecht ab. Pro 100g Protein werden 4,75 Kg CO2 ausgestoßen. „Würde man den Konsum von Kuhmilch durch Sojamilch ersetzen, könnte so die Belastung für die Umwelt deutlich gesenkt werden”, so Philipp Doetsch.

Es ist sehr wichtig, den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß weltweit zu reduzieren, um der fortschreitenden Klimaerwärmung entgegenzuwirken. Auch Deutschland muss sich an die eigene Nase fassen, immerhin gehört es zu den 10 größten CO2-emittierenden Ländern. Etwa 2,23% der weltweiten CO2-Emissionen werden alleine von Deutschland verursacht.

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Pflanzliche Proteine verbrauchen weniger Wasser!

Nicht nur der CO2-Ausstoß stellt eine Belastung für die Umwelt dar, auch der hohe Wasserverbrauch durch die Viehmast ist eine Gefahr für unseren Planeten. Unzählige Liter an Wasser werden für die Tierhaltung und Fleischverarbeitung verbraucht: Die Fleischproduktion ist für 22% des weltweiten Wasserfußabdrucks verantwortlich.

diagramm 5 1 - Footprint der Fitnessindustrie

Besonders die Herstellung von Rindfleisch verbraucht sehr viel Wasser. Für 100 g Protein aus Rindfleisch werden 4680 Liter Wasser beansprucht. Ersetzt man dieses Eiweiß dagegen durch Protein aus Tofu, so könnten etwa 3.525 Liter Wasser pro 100 g Protein gespart werden.

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Bezieht man beispielsweise seine Proteine nicht aus Eiern, sondern aus Walnüssen beziehen, so würde so würde man für seine Proteinzufuhr etwa 5 mal weniger Wasser verschwenden.

Natürlich ist uns allen klar, wie wichtig es ist, den globalen Kohlenstoffdioxid-Ausstoß zu reduzieren. Da Vegane Lebensmittel im Vergleich zu tierischen deutlich weniger wertvolles Wassers verbrauchen, sollten viel mehr von uns eine fleischlose Ernährungsweise in Betracht ziehen.

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Umdenken und den Planeten retten

Durch eine Umstellung auf vegane Bezugsquellen für Eiweiße könnte der Footprint der Fitnessindustrie deutlich gesenkt werden.

Auch die Zahlen sprechen für sich. Eine Statistik des Öko-Instituts zeigt, dass eine vegane Ernährung 37% weniger Kohlenstoffdioxid-Emissionen erzeugt.

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Alleine durch das Ersetzen tierischer Proteine durch pflanzliche kann bis 2050 die gesamte CO2 Emission pro Kopf um über 6% gesenkt werden.

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Über den Autor

Anonymous

Christian Angerer

Christian Angerer ist freiberuflicher Autor und Ernährungsberater. Nach seinem Studium der Lebensmittelchemie war er sieben Jahre lang bei einem führenden Konsumgüterhersteller in der Qualitätssicherung tätig. Jetzt gibt er sein über Jahre hinweg erworbenes Wissen weiter und stellt es online im Regelfall gratis interessierten Lesern zur Verfügung.

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