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Das Scharbockskraut – Reich an Vitamin C!

Wissenschaftlicher Name: Ficaria verna
Fruehlings Scharbockskraut 280x300 - Das Scharbockskraut – Reich an Vitamin C!
Volkstümlicher Name
  • Ranunculus ficaria
  • Frühlings-Scharbockskraut
  • Feigwurz
  • Pfennigsalat
  • Butterblümchen
Anwendungsgebiete

  • Skorbut
  • Warzen
Wichtigste Inhaltsstoffe
  • Anemonin
  • ätherische Öle
  • Gerbstoff
  • Protoanemonin
  • Saponine
  • Vitamin C

Das Scharbockskraut gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Das unscheinbare Kraut blüht als eine der ersten Pflanzen schon früh im März bis in den April hinein.

Es zaubert zuerst schöne Farbtupfer in die noch nicht ergrünte Wiesen und bedeckt manchmal den Boden mit großen gelben Blüten-Teppichen.

Der Name Scharbockskraut weist dabei schon auf eine Anwendung hin, die früher eng mit der Heilpflanze verknüpft war:

Sie wurde gegen die Skorbut eingesetzt – eine Vitamin-C-Mangelkrankheit.

Die Skorbut raffte früher viele Menschen dahin. Vor allem Seefahrer waren im Mittelalter stark davon betroffen. Sie mussten in der langen Zeit, die sie auf hoher See verbrachten, gänzlich auf frische Kost verzichten.

Die Skorbut verlief deswegen bei ihnen oft tödlich. An Land stand nach einem langen, auszehrenden Winter schnell wieder ausreichend Vitamin C zur Verfügung – zum Beispiel in Form des jungen Scharbockskrauts.

Seine Blätter enthalten reichlich Vitamin C. Man sammelt sie, bevor das Kraut blüht. Später wird entwickelt das Scharbockskraut nämlich zunehmend giftige Stoffe. Das schmeckt nicht nur ekelig, sondern kann zudem sehr unangenehme Wirkungen haben.

Die Heilwirkung des Scharbockskrauts

scharbockskraut - Das Scharbockskraut – Reich an Vitamin C!
Das Scharbockskraut gehört seit alters her zu den bekanntesten Heilpflanzen. Ihm werden verschiedene Heilwirkungen nachgesagt. Hier eine Übersicht:

AnwendungsgebietePflanzenteile
Frühjahrsmüdigkeit, Vitamin-C-Mangelfrische junge Blätter
Hautleiden, HautunreinheitenTee aus getrockneten Blättern trinken und äußerliche Waschungen
Hämorrhoidenäußerliche Waschungen mit Tee aus getrockneten Blättern
WarzenSaft der Wurzelknollen
BlutreinigungTee aus getrockneten Blättern trinken

Wegen seines hohen Vitamin-C-Gehalts gehörte getrocknetes Scharbockskraut früher auf Seereisen zum überlebenswichtigen Proviant. Vor dem Aufkommen der Kartoffel standen den Seefahrern nämlich ansonsten keine Vitamin-C-Quellen zur Verfügung, denn frisches Gemüse und Obst hielten sich nur wenige Tage oder Wochen.

Das Scharbockskraut war eines der wenigen Mittel, das zur Verfügung stand, um der Skorbut entgegenzuwirken. Wie wichtig das Kraut damals für die Menschen war, können wir heute noch an seinem Namen ablesen: „Scharbock“ ist nichts anderes als eine alte Bezeichnung für Skorbut.

Daneben gab es auch noch einige andere Heilanwendungen. So wirkt das Scharbockskraut vor allem entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Der Saft des Scharbockskrauts wurde früher auch als Mittel gegen so genannte Feigwarzen verwendet, daher auch der volkstümliche Name „Feigwurz“.

Diese Wirkung gehört aber nach heutigen Erkenntnissen wohl eher in den Bereich der Mythen. Die dem Saft zugeschriebene Wirkung dürfte die eines Placebos sein: Der Saft verursacht ein Brennen und dieser Reiz genügt bei vielen Menschen offenbar schon, um die Warzen verschwinden zu lassen.

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Das Scharbockskraut und seine Anwendung

Vorsicht Gift! Ein Warnhinweis vorab: Nur die jungen Blätter, die vor der Blütezeit geerntet werden, sind in kleinen Mengen verzehrt unbedenklich. Alle anderen Bestandteile des Scharbockskrauts sind giftig!

Alle Teile der Pflanze enthalten geringe Mengen giftiger Stoffe. Das gilt ganz besonders für den Wurzelstock und die Bulbillen. Das sind die kleinen weißen Brutknöllchen, die vor allem in den Blattachseln entstehen und der Vermehrung dienen.

Zurückzuführen ist das vor allem auf den Wirkstoffe Protoanemonin. Dieser kann sich je nach Standort mitunter auch schon vor der Blüte bilden. Deswegen unser Rat:

Tipp: Führe vor dem Verzehr immer zuerst einen vorsichtigen Geschmackstest durch: Ist der Geschmack ranzig, ätzend oder stechend-bitter, dann ist das ein Hinweis auf den giftigen Inhaltsstoff Protoanemonin. Die Pflanze und ihre Bestandteile dürfen dann nicht roh verzehrt werden.

Wird das Scharbockskraut vor dem Verzehr getrocknet, besteht keine Gefahr. Die Giftstoffe werden dann in das unwirksame Anemonin umgewandelt. Gefährlich sind im Übrigen auch Verwechslungen mit anderen Hahnenfußgewächsen (Ranunculaceae), die einen wesentlich höheren Anteil an Giftstoffen aufweisen können.

Scharbockskraut – Rezepte

Die jungen Blätter

Die frisch geernteten Blätter sind essbar und schmecken würzig, herb und leicht scharf. Man kann sie gut (in kleinen Mengen) im Wildkräuter-Salat, in einer Suppe oder in Smoothies verwerten. Auch hier gilt jedoch:

Die Blätter dürfen nur so lange geerntet werden, bis die Pflanze zu Blühen beginnt.

Man kann die Blätter auch kleinhacken und auf Butterbrot oder im Kräuterquark verwenden.

Scharbockskraut-Butter

1 Packung Butter (oder vegane Alternative), zwei Hände voll Scharbockskraut, 1 fein gehackte Zwiebel, 1 fein geriebene Möhre, 4 EL Tomatenmark, Salz und Pfeffer.

Alle Zutaten mit der weichen Butter gründlich vermischen und kalt stellen.

Scharbockskraut-Kapern

1 Handvoll Brutknospen vom Scharbockskraut, Salz, Essig, nach Belieben zum Süßen 1 TL Zucker oder Honig.

  • Blütenknospen vorsichtig waschen, mit Salz bestreuen und 1 Tag ziehen lassen.
  • Essig kurz aufkochen, Kapern hinein geben, vom Herd nehmen.
  • Kapern mit Schaumkelle herausheben, in kleine Gläser (vorher auskochen!) füllen.
  • Mit Essig aufgießen, bis die Kapern mit Flüssigkeit bedeckt sind. Gläser gut verschließen.

Tee aus Scharbockskraut

8- 10 Teelöffel getrocknete Blätter mit 1 Liter kaltem Wasser übergießen, kurz aufkochen, ziehen lassen und abseihen.

Nebenwirkungen

Je nach individueller Empfindlichkeit können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten.

Beim Kontakt mit der Haut oder der Schleimhaut kann es zu Juckreiz, Hautausschlag oder Blasenbildung kommen. Um solche unangenehmen Nebenwirkungen zu vermeiden, solltest zunächst feststellen, ob Du das Scharbockskraut verträgst:

Verzehre nur einige wenige junge Blätter pur und achte dabei auf den Geschmack. Nur dann, wenn Dein Körper nicht auffällig auf das Kraut reagiert, kannst Du sie Deinen Speisen ohne Bedenken zufügen.

Faustregel: Nicht mehr als eine Handvoll Scharbockskraut-Blätter pro Tag für einen Erwachsenen!

Scharbockskraut bekämpfen

Was des einen Freud, ist des anderen Leid: Viele Menschen erfreuen sich an den üppigen Blüten-Teppichen im zeitigen Frühjahr. Für andere ist das Scharbockskraut zwar ein hübsches, aber auch lästiges Unkraut.

Seine natürliche Bekämpfung ist zwar etwas aufwändig, aber dafür auch sicher. Scharbockskraut zieht sich schon ab Mai wieder zurück und die neuen Brutknöllchen sind dann schon voll ausgebildet.

Eine Bekämpfung ist deswegen nur vor der Blüte wirklich sinnvoll. Die beste Zeit ist gleich nach dem Austreiben. Dann wird das Kraut einfach Pflanze für Pflanze mit einem Unkraut-Stecher aus dem Boden geholt.

Dabei nimmt man die kleinen Wurzelknollen gleich mit, denn da aus treiben sonst wieder Pflanzen aus.

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Über den Autor

Anonymous

Robert Weidner

Robert ist ein richtiges Fitness-Multitalent. Er ist ausgebildeter Ernährungsberater, Fitness Trainer (A und B Lizenz), Trainer für Gesundheits und Rehasport und Trainer für EMS Training. Er ist Personal Trainer und schreibt leidenschaftlich gerne über sein liebstes Hobby, um sein Wissen mit der Welt zu teilen.

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