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Appetitzügler – Kaffee und Tee sind immer noch die besten!

Appetitzügler sollen beim Abnehmen Wunder wirken. Das wollen uns viele Hersteller zumindest glauben machen.

Sie werden in Zeitschriften und im Internet oft als regelrechte Zauberkuren angepriesen.

Appetitzügler sollen in erster Linie den Heißhunger ausbremsen.

Aber sie können angeblich noch viel mehr: Sie wirken auf unser Gehirn ein. Manche Appetitzügler können das Gehirn so umprogrammieren, dass der Stoffwechsel nur noch auf Sparflamme läuft.

Leider handelt es sich bei den meisten Verheißungen der Werbung rund um Abnehm-Pillen und andere Appetitzügler nur um Mythen und manchmal sogar um reine Märchen.

Wenige Produkte können wirklich überzeugen.

Wir haben in diesem Beitrag die gängigen Appetitzügler unter die Lupe genommen und erläutern, was sie wirklich bringen.

Außerdem beschäftigen wir uns mit den ganz natürlichen Appetitzüglern und geben hilfreiche Gesundheitstipps ganz ohne ungesunde Nebenwirkungen.

Was genau bewirken eigentlich Appetitzügler?

Appetitzuegler
Als Appetitzügler (Anorektika oder Appetithemmer) bezeichnet man Medikamente oder Lebensmittel, die satt machen und den Heißhunger unterdrücken.

Sie werden in der Regel mit dem Ziel einer Gewichtsreduktion eingesetzt.

Appetitzügler bewirken hormonelle Reaktionen im Gehirn.

Dort lösen bestimmte Botenstoffe Signale aus, die uns mitteilen, dass es Zeit ist zu essen. Wir bekommen Hunger.

Appetitzügler unterbrechen diese Botenstoffe. Sie sorgen dafür, dass wir uns beim Essen schneller satt fühlen.

Das Gefühl der Sättigung soll so nachhaltig sein, dass Hungergefühle lange gedämpft bleiben. Das bedeutet, dass wir insgesamt weniger essen und infolgedessen abnehmen.

Diese Wirkung beruht auf

  • Arzneistoffen,
  • pflanzlichen Wirkstoffen oder
  • Ballaststoffen und Quellmitteln.

Gehirn-Stoffwechsel am Beispiel Serotonin
Serotonin wirkt Appetit zügelnd. Werden Wirkstoffe verabreicht, welche die Serotoninkonzentration im Gehirn erhöhen, wird der Appetit reduziert. Wird dagegen die Ausschüttung von Serotonin gehemmt, kommt es zu einer Appetitsteigerung.

Verschreibungspflichtige Appetitzügler

Verschreibungspflichtige Appetitzügler besitzen für gewöhnlich eine stärkere Wirkung als frei verkäufliche Produkte.

Sie dürfen daher nur unter strikter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.

Der Arzt wird sie auch nur dann verschreiben, wenn der BMI des Patienten mindestens 30 beträgt oder wenn aufgrund des starken Übergewichts eine gravierende Erkrankung vorliegt wie zum Beispiel Typ-2-Diabetes oder Bluthochdruck.

Eine Verordnung wird nicht erteilt, wenn die betreffende Person an einer Essstörung wie Bulimie (Ess-Brechsucht) oder Anorexie (Magersucht) leidet.

In den verschreibungspflichtigen Appetitzüglern ist meist einer oder eine Kombination der folgenden Wirkstoffe enthalten:

  • Ephedrin,
  • Diethylpropion und
  • Phenylpropanolamin.

Diese Arzneien zügeln den Appetit und stimulieren den Stoffwechsel. Sie sind nur zur Kurzzeitbehandlung zugelassen.

Vor einer Langzeitanwendung oder Überdosierung wird dringend gewarnt, weil die Wirkstoffe langfristig unter anderem Leberschäden verursachen können.

Aus medizinischer Sicht gilt derzeit nur eine Substanz wirklich als empfehlenswert, nämlich Orlistat, und selbst die nur begleitend zu Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie.

Nebenwirkungen rezeptpflichtiger Appetitzügler

Verschreibungspflichtige Appetitzügler werden in Form von Pillen, Tabletten oder Tropfen eingenommen.

Sie haben etliche unerwünschte und schwerwiegende Nebenwirkungen wie

  • Bluthochdruck (arterielle Hypertonie),
  • Herzrasen (Tachykardie),
  • Herzklappenschäden etc.

In Verruf geraten sind diese Medikamente zur Gewichtsreduktion auch wegen ihres Abhängigkeitspotenzials.

Abhaengigkeit von Appetitzueglern
Quelle: www.medikamente-und-sucht.de

Warnhinweis:
Das Bundes­amt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) rät strikt ab von Produkten, die frei über das Internet verkauft werden! Sie werden häufig als pflanzlich deklariert, können aber synthetische Arzneistoffe in hohen Dosierungen enthalten. Viele dieser Mittel enthalten zudem illegale und aufgrund des hohen Risikos bei uns längst verbotene Substanzen. Sie können gefährliche Nebenwirkungen besitzen, die unter anderem zu schweren Vergiftungserscheinungen und zu führen können.

Rezeptfreie Appetitzügler – Tests und wissenschaftlichen Studien

Inzwischen liegen etliche Tests und Studien vor, die allesamt zu einem Ergebnis kommen: Keiner der in den frei auf dem Markt verkäuflichen Appetitzügler enthaltenen Wirkstoffe hilft tatsächlich beim Abnehmen.

Mit einer Ausnahme: Glucomannan. Doch dazu später mehr.

Bei Öko-Test fielen die Satt- und Schlankmacher reihenweise durch. Die Hersteller konnten keine Studien zur Wirksamkeit vorlegen, die belegen, dass der Abnehm-Erfolg über sechs bis 12 Monate anhielt.

Häufig kauft der Kunde sogar die Katze im Sack. Er weiß noch nicht einmal so genau, was eigentlich in dem Produkt drin ist, das er erwirbt.

Zudem werben etliche Firmen mit unrealistischen Erfolgsaussichten. Es fehlen konkrete Belege, die ihre Werbe-Versprechen untermauern.

So ist zum Beispiel die Wirkung von HCA in Garcinia cambogia nicht wissenschaftlich bestätigt, wie der Hersteller das seinen Kunden glauben machen möchte.

Wirkstoffe, die noch nicht untersucht wurden, bergen aber immer auch unkalkulierbare gesundheitliche Risiken.

Natürliche Appetitzügler: Glucomannan & Co.

Machen wir uns nichts vor: Der einzige Weg, um dauerhaft Gewicht abzunehmen besteht darin, weniger essen und sich mehr zu bewegen.

Appetitzügler können eine Diät nur unterstützen.

Ohne eine Veränderung der Gewohnheiten im Hinblick auf Ernährung und Bewegung geht gar nichts.

Wenn man sich die Risiken der verschreibungspflichtigen Medikamente vor Augen hält, sollte man jedoch lieber zu natürlichen Appetitzüglern greifen.

Es gibt eine Reihe von gesunden Alternativen, die den Appetit günstig beeinflussen. Die besten davon sind nach wie vor Kaffee und Tee (Quelle: Deutsches Ärzteblatt 43/2016), aber auch einige Nahrungsmittel, die reich an Ballaststoffen sind, helfen dabei, den Appetit zu zügeln.

Die fünf besten natürlichen Appetitzügler

WirkstoffWirkungsweiseAnwendung, Dosierung, Warnhinweise
BockshornkleeDie Pflanze ist besonders reich an löslichen Ballaststoffen (Galactomannanfasern). Sie

Bockshornklee verzögert die Entleerung des Magens. Es entsteht ein Sättigungsgefühl, der Appetit wird gezügelt die aufgenommene Nahrungsmenge insgesamt wird reduziert. Die Sättigung ist nachhaltig, weil der Blutzuckerspiegel konstant bleibt. Bockshornklee hat praktisch keine Nebenwirkungen.

Wird der ganze Samen verwendet kann man mit 2 Gramm beginnen und bis auf 5 Gramm erhöhen, wenn man ihn gut verträgt. Auch bei der Einnahme von Kapseln sollte man die Menge nur sehr langsam von 0,5 Gramm auf 1 Gramm steigern.
GlucomannanDer Wirkstoff aus der Konjak-Knolle besteht vor allem aus Ballaststoffen. Glucomannan reduziert nachweislich den Appetit und somit auch die Menge der aufgenommenen Nahrung. Sein Volumen sorgt dafür, dass ein lange anhaltendes Sättigungsgefühl eintritt. Glucomannan ist in der Regel gut verträglich. Nur Produkte mit dem Wirkstoff Glucomannan dürfen laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) mit einer „gewichtsreduzierenden Wirkung“ werben.3 x täglich 1 – 3 Gramm jeweils ca. 30 Minuten vor jeder Mahlzeit.

Warnhinweis
Bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr besteht Erstickungsgefahr, daher unbedingt Glucomannan immer mit 1 – 2 Gläsern Wasser einnehmen!

Grüner TeeGrüner Tee enthält Koffein und Catechine. Koffein erhöht die Fettverbrennung und zügelt den Appetit. Catechine steigern den Stoffwechsel und reduzieren Fett. Zusammen sorgen sie für eine effektivere Kalorienverbrennung.Alnatura Grüner Tee Sencha ist gemäß einer Studie von Stiftung Warentest nur sehr wenig mit Schadstoffen belastet. Grüntee kann die Wirkung bestimmter Medikament (Betablocker, Chemotherapie etc.) beeinträchtigen!
Mate-TeeDiverse Studien haben gezeigt, Mate-Tee Hunger reduzieren und den Appetit zügeln kann. Somit kann man sagen, dass Mate als Tee zum Abnhemen behilflich sein kann.3 Tassen Tee oder 1 bis 1,5 Gramm Pulver pro Tag.
KaffeeKaffee erhöht die Kalorienverbrennung und den Fettabbau und zügelt den Appetit.200 mg Koffein (entspricht ca. 2 Tassen Kaffee).

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  • Unterstützt beim Abnehmen dank stark sättigender Wirkung.
  • Wirksamkeit durch EU (EU-Verordnung 432/2012) bestätigt.
  • Trägt im Rah­men einer kalorienarmen Er­nährung zum Gewichtsverlust bei.
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Wer schreibt hier?

Phillipp Doetsch ist Personal Trainer und ausgebildeter Ernährungsberater. Seit vielen Jahren trainiert er erfolgreich zahlreiche Klienten in Berlin und ist stets bestrebt, das Beste aus sich und den Menschen in seiner Umgebung heraus zu holen. Nebenbei schreibt er für den Evergreen Verlag, um sein Wissen so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen.


Christine Kammerer ist studierte Politologin, Gesundheitsjournalistin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie ist außerdem ausgebildete Seminarleiterin für Entspannungsverfahren und Trainerin für Kraft- und Fitnesssport mit DOSB-Lizenz für Sport in der Rehabilitation.