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Was macht dick?

Ist Milch gesund?

Lange Zeit gehörte Milch zu den gesunden und nährstoffreichen Lebensmitteln. Mittlerweile kommen aber mehr und mehr Zweifel auf, denn die vegane Bewegung bringt den guten Ruf der Kuhmilch ins wanken, Studien bringen die Schattenseiten der Milch zum Vorschein und der Konsum pflanzlicher Alternativen wächst.

In diesem Artikel bekommst Du endlich die Antwort auf die Frage: Ist Milch gesund?

  • Milch sollte von Erwachsenen nur in geringen Mengen verzehrt werden.
  • Durch Milch werden Rinderbotenstoffe aufgenommen.
  • Viele vegane Milchalternativen sind deutlich gesünder für uns.
  • Milch beugt bei Erwachsenen nicht gegen Osteoporose vor.

Milch: Das ist drin

ist buttermilch gesund
Milch ist genau genommen eine Emulsion aus Eiweiß, Milchzucker, Milchfett und Wasser. Doch neben diesen Inhaltsstoffen enthält die Milch auch zahlreiche Spurenelemente und Vitamine, welche eine wichtige Rolle als Nährstofflieferant für neugeborene Kälber einnehmen.

Auch wenn die Milch zu 87% nur aus Wasser besteht, sind viele essentielle Mikro- und Makronährstoffe in der Trinkmilch enthalten.

Makronährstoffe

Als Makronährstoffe werden die großen Nahrungsbestandteile bezeichnet, die der Körper zur Energiegewinnung oder als Baumaterial für beispielsweise Muskeln, Organen, Haut, Knochen und Zellen benötigt.

Zu diesen Nährstoffen gehören Eiweiße (Proteine), Kohlenhydrate und Fette. In der Milch sind diese Nährstoffe in folgender Zusammensetzung vorzufinden:

  • Eiweiß: Der Proteingehalt liegt bei circa 3%.
  • Kohlenhydrate: Der Anteil an Kohlenhydraten liegt bei rund 5%.
  • Fette: Hier kommt es auf den Fettgehalt der Milch an. Vollmilch enthält 3-4% Fett, während fettarme Milch es auf rund 1,5% Fettgehalt bringt.

milch makronährstoffe

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen unter anderem Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, von denen die Milch eine Menge zu bieten hat.
Rund ein Prozent der Milch besteht aus Mineralstoffen, dazu gehören:

  • Kalzium
  • Eisen
  • Natrium
  • Kalium
  • Magnesium
  • Phosphor
  • Jod
  • Zink

Auch Vitamine sind in der Kuhmilch in rauhen Mengen enthalten. Zu den wichtigsten Vitaminen der Milch gehören Vitamin A, D, E und K. Neben diesen fettlöslichen Vitaminen befinden sich auch die wasserlöslichen Vitamine C, B1, B2, B6 und B12 in der Trinkmilch.

Das spricht für die Milch

Milch ist also vollgepackt mit Vitaminen und Nährstoffen, welche der Milch ihren einst guten Ruf verliehen. Doch Milch hat auch viele andere Vorteile, wie zum Beispiel das hochwertige Milcheiweiß, welches unser Organismus sehr gut verwerten kann und für den Aufbau von Zellen und Gewebe benötigt.

Tipp: Milcheiweiß enthält fast alle lebenswichtigen Aminosäuren, die der Organismus als Baustein nutzt.

Auch die hohe Vitalstoff Konzentration, der hohe Kalziumanteil und das sehr leicht verdauliche Milchfett sprechen für den Konsum von Kuhmilch.

Kalzium ist besonders wichtig für den Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen. Etwas mehr als ein halber Liter Kuhmilch versorgt einen Erwachsenen mit dem Tagesbedarf von 800 Milligramm Kalzium.

Dennoch: Milch besser nur in Maßen

Neben diesen gesunden Nährstoffen und den Argumenten für den Milchkonsum, hat die Kuhmilch aber auch einige Schattenseiten, die nicht außer Acht gelassen werden sollten.

Milch hat von Natur aus einen biologischen Auftrag und soll nach der Geburt (ob von Mensch oder von Tier) Wachstum fördern und das Kind oder in dem Fall das Kalb groß und stark machen.

Erwachsene haben ihr Körperwachstum allerdings bereits abgeschlossen, kann Milch in dem Fall noch sinnvoll und gesund sein?

Die Kuhmilch hat weiterhin den Job als Genbote bestimmte Wachstumsinformationen von der Kuh zum Kalb zu geben. Trinken wir nun die Milch, so nehmen auch wir laut neuesten Studien über 200 Rinderbotenstoffe zu uns, die unsere eigenen Gene beeinflussen können.

Auch der Ruf von Milch als Mittel gegen Osteoporose ist fraglich. Für Kinder ist Milch zwar ein nährstoffreiches Getränk, welches für starke und gesunde Knochen sorgt, doch bei Erwachsenen kann Milch das Risiko für Knochenbrüche nicht senken, im Gegenteil:

Länder, in denen keine Kuhmilch getrunken wird, so wie es oft in Asien und Afrika der Fall ist, haben die niedrigsten Osteoporose-Raten weltweit.

Auch unser größtes Organ, die Haut, würde lieber auf große Mengen an Milch verzichten. Studien haben gezeigt, dass Milchkonsum mit der Entstehung von Hautkrankheiten wie beispielsweise Akne in direktem Zusammenhang steht.

Diese und weitere Gründe sprechen eher dafür, auf Milchkonsum im Erwachsenenalter zu verzichten. Die einschlägigsten Argumente dafür, dass Milch ungesund ist, liefert Dir der folgende Kurzüberblick:

  • Rinderbotenstoffe können sich auf unser Genmaterial auswirken
  • Milch beugt bei Erwachsenen nicht gegen Osteoporose vor
  • Milcheiweiß wirkt sich negativ auf unser Hautbild aus
  • Rund dreiviertel der Weltbevölkerung ist Laktoseintolerant und kann den enthaltenen Milchzucker nicht verdauen
  • Milch enthält vor allem gesättigte Fettsäuren, die sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken können

Käse, Buttermilch und andere Produkte

Auch Käse, Joghurt und andere Milchprodukte enthalten Kuhmilch und sollten aufgrund der genannten Risikofaktoren von Milch nur in Maßen konsumiert werden.

Dennoch: Durch die Fermentierung dieser Produkte sind Käse und Co deutlich weniger bedenklich. Sie enthalten weniger Milchzucker und viele gute Bakterien, die für eine gesunde Darmflora sorgen.

Falls Du Deinen Milchkonsum nun überdenken möchtest, bieten sich übrigens viele gesunde und leckere Alternativen wie

  • Sojamilch
  • Reismilch
  • Hafermilch
  • Kokosmilch
  • Mandelmilch

Diese veganen Milchalternativen sind zwar etwas teurer als die gewöhnliche Milch, schmecken aber ausgezeichnet und sind deutlich gesünder als Kuhmilch.

Fazit

Auf die Frage wie viel Milch tatsächlich gesund ist, gibt es noch keine eindeutige Antwort. Für Säuglinge ist Milch lebenswichtig, für Kinder ist sie essentiell, um gesunde und starke Knochen aufzubauen.

Im Erwachsenenalter sollte der Konsum von Milch dann allerdings drastisch reduziert werden. Solltest Du auf den Schuss Milch im morgendlichen Müsli nicht verzichten können, wirst Du vermutlich keine gesundheitlichen Auswirkungen feststellen. Große Mengen an Milch sollten als Erwachsener jedoch vermieden werden.

Tipp: Du solltest auf jeden Fall die leckeren, veganen Milchalternativen probieren, denn die pflanzlichen Produkte sollten für jeden Geschmack den passenden Milchersatz haben.

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Wer schreibt hier?

Phillipp Doetsch ist Personal Trainer und ausgebildeter Ernährungsberater. Seit vielen Jahren trainiert er erfolgreich zahlreiche Klienten in Berlin und ist stets bestrebt, das Beste aus sich und den Menschen in seiner Umgebung heraus zu holen. Nebenbei schreibt er für den Evergreen Verlag, um sein Wissen so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen.


Christine Kammerer ist studierte Politologin, Gesundheitsjournalistin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie ist außerdem ausgebildete Seminarleiterin für Entspannungsverfahren und Trainerin für Kraft- und Fitnesssport mit DOSB-Lizenz für Sport in der Rehabilitation.