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Kale – mit Grünkohl gesund durchs Leben

Kale, das ist einfach nur das englische Wort für Grünkohl. Und der ist – wie kaum ein anderes Lebensmittel auf unserem Planeten – mit Nährstoffen regelrecht vollgepackt.

Wenn es also ein Naturprodukt gibt, das die Bezeichnung „Superfood“ wirklich verdient, dann ist es der Grünkohl. Aber auch hier gilt die Regel des berühmten Arztes Paracelsus: die Dosis macht das Gift!

Denn heute weiß man aus wissenschaftlichen Studien, dass auch Grünkohl roh und in großen Mengen genossen eine giftige Wirkung auf den menschlichen Körper entfalten kann.

Doch mit Bedacht genossen ist der grüne Kohl ein wahres Gesundwunder.

Wir erläutern in diesem Beitrag, was im Grünkohl drin ist, wie man ihn am besten zubereitet, wie Kale beim Abnehmen helfen kann und was die Wissenschaft darüber herausgefunden hat.

  • Kale gilt zu Recht als es eines der gesündesten Lebensmittel der Welt.
  • Wissenschaftliche Studien belegen: Kale wirkt sich positiv auf Haut, Haare und Knochen, auf die Herz-Gesundheit, bei Diabetes und Bluthochdruck aus und ist zudem krebsvorbeugend.
  • Beim Verzehr ist Vorsicht geboten: Große Mengen roh genossen können den Stoffwechsel stören.

Kale – Herkunft und Verwendung in der Küche

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Kale ist ein kräftig grünes und stark belaubtes Wintergemüse. Das sattgrüne Kohlgemüse wird bei uns traditionell als Ergänzung der Nahrung in der kälteren Jahreszeit verwendet.

Es wird gegessen, wenn saisonal andere heimische Früchte und Gemüsesorten kaum verfügbar sind. Grünkohl gehört zu den Kreuzblütlern und stammt aus der gleichen Familie wie Blumenkohl, Rosenkohl, Brokkoli und Kohl.

Deswegen hat er wie alle seine engen Verwandten nicht nur eine knackige Textur, sondern auch viele gesundheitliche Vorzüge.

Dazu gehört unter anderem der hohe Gehalt an Vitaminen und Ballaststoffen.

Kale schmeckt herzhaft und hat einen leicht erdigen Beigeschmack. Als Winterkohl wird Kale für gewöhnlich gekocht oder zumindest blanchiert. Das hat den Hintergrund, dass die Kälte den enthaltenen Zucker in Stärke verwandeln kann.

Der Kohl schmeckt dann roh genossen bitter und ist zudem faseriger. Er wird deswegen meist in Form von gekochtem Gemüse, Grünkohl-Suppe oder gebackenen Grünkohl-Chips zubereitet. Es gibt aber heute auch schon Grünkohl-Sorten, die selbst im Winter gut roh in Salaten und Smoothies oder als Beilage verwendet werden können.

Grünkohl gehört zu den histaminarmen Lebensmitteln und ist damit allgemein gut verträglich. Die Haltbarkeit von Grünkohl im Kühlschrank beträgt jedoch nur wenige Tage. Er eignet sich aber auch sehr gut zum Einfrieren.

Grünkohl ist auch wegen einiger Eigenschaften beliebt, die beim Abnehmen helfen können: Kale ist sehr Kalorienarm und hat eine niedrige Energiedichte, macht aber wegen der enthaltenen Proteine und Ballaststoffe dennoch gut satt.

Grünkohl sollte daher unbedingt auf jedem Diät-Speiseplan stehen. Kale ist auch in Form von Grünkohl Kapseln oder Grünkohl Pulver im Online-Handel, in Drogerien und Apotheken erhältlich.

Inhaltsstoffe, Wirkung und aktuelle Studienlage

Kale ist vor allem wegen seines hohen Gehalts an Mineralstoffen, Vitamin C und Beta-Carotin so gesund.

Eine Tasse gekochter Grünkohl enthält über 1.000 Prozent mehr Vitamin C als eine Tasse gekochter Spinat.

Tipp: Außerdem ist in Grünkohl weniger Oxalat enthalten als in Spinat. Das darin enthaltene Kalzium und Eisen kann somit leichter absorbiert werden.

Kale – die Inhaltsstoffe

Nährwerttabelle: Grünkohl (pro 100 Gramm):

Kalorien37 kcal
Fett1 g
Kohlenhydrate3 g
Natrium (Na)35 mg
Kalium (K)450 mg
Calcium (Ca)210 mg
Magnesium (Mg)30 mg
Phosphat (P)90 mg
Eisen (Fe)1,9 mg
Zink (Zn)0,3 mg
Beta-Carotin (µg)5200
Vitamin E (mg)1,7
Vitamin B1 (mg)0,10
Vitamin B2 (mg)0,25
Vitamin B6 (mg)0,25
Folsäure (µg)185
Vitamin C (mg)105

Kale und die aktuelle Studienlage

Viele Heilwirkungen von Kale sind heute wissenschaftlich belegt. So weiß man zum Beispiel, dass die Ballaststoffe und Antioxidantien in Grünkohl nicht nur vor Diabetes schützen, sondern sogar den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern senken beziehungsweise verbessern können.

Die Antioxidantien können zudem helfen, Folgeerscheinungen von Diabetes wie Neuropathie zu lindern.

Studien belegen zweifelsfrei, dass die Inhaltsstoffe von Grünkohl gut für die Herzgesundheit sind. Der Kaliumgehalt von Grünkohl kann

  • das Risiko von Herzerkrankungen verringern,
  • sorgt auch für ein verringertes Schlaganfallrisiko,
  • einen Schutz vor Verlust an Muskelmasse,
  • die Erhaltung der Knochenmineraldichte und
  • ein geringeres Risiko für die Bildung von Nierensteinen.

Kale und andere grüne Gemüsesorten enthalten Chlorophyll. Dieses bindet Karzinogene, die sich zum Beispiel beim Grillen bilden und verhindert so, dass unser Körper sie absorbiert.

Grünkohl hilft also tatsächlich bei der Reduktion des Krebsrisikos. Kale ist außerdem eine gute Quelle für Vitamin K. Einige Studien legen nahe, dass auch das Risiko für Knochenbrüche sinkt, wenn genug Vitamin K konsumiert wird.

Die im Grünkohl enthaltenen Ballaststoffe und das Wasser helfen, Verstopfung zu verhindern und fördern so die Darmgesundheit. B-Vitamine und Vitamin C fördern die Eisenaufnahme. Vitamin C braucht der Körper auch, um Kollagen aufzubauen.

Kale ist daher sehr wertvoll für Haut, Haare und Knochen. Grünkohl enthält zudem jede Menge Beta-Carotin, das vom Körper bei Bedarf in Vitamin A umgewandelt wird. Es sorgt für ein gesundes Wachstum von Körpergewebe, einschließlich Haut und Haar und dient Immunabwehr und Sehkraft und ist für viele andere körperliche Funktionen wichtig.

Kale – auch ein Naturprodukt hat Nebenwirkungen

Grünkohl galt lange als Ausnahme-Talent unter den gesunden Lebensmitteln. Im gekochten Zustand ist Kale auch wirklich ein Kraftpaket und gilt seit langem als sehr gesund. Roh genossen, kann Grühnkohl allerdings regelrecht giftig wirken:

Es besteht nämlich die Gefahr, dass die Schilddrüse geschädigt wird. Das ist auf den Inhaltsstoff Progoitrin zurückzuführen, der die Schilddrüsenhormonsynthese stören kann, Mitverantwortlich sind auch Thiocyanat-Ionen, die das Jod, das die Schilddrüse benötigt, unwirksam machen.

Der Konsum sehr großer Mengen Grünkohl kann zu hormonellen Unregelmäßigkeiten führen. Das wiederum kann sich negativ auf Blutzucker, Gewicht und den Stoffwechsel insgesamt auswirken. Es kann sogar dazu führen, dass manche Menschen einen Kropf entwickeln.

Das gilt jedoch nur, wenn man Kohl roh und in sehr großen Mengen konsumiert. In kleineren Mengen können ein paar frische Kale-Blätter im Salat der Gesundheit nicht schaden. Isst man den Grünkohl nämlich gekocht, so ist die Wirkung der Antioxidantien geringer, insbesondere die von Vitamin C, Polyphenolen und Beta-Carotin. Ideal ist es also, ihn nur in geringen Mengen zu verzehren oder den Grünkohl vor dem Verzehr zu blanchieren.

Kale kann natürlich wie alle anderen Gemüse auch andere unangenehme Nebenwirkungen wie Verstopfung, Bauchschmerzen und Blähungen verursachen. Das liegt an der darin enthaltenen großen Menge an unverdaulichen Ballaststoffen. Menschen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen oder Nierenproblem haben, sollten unbedingt Ihren Arzt konsultieren, bevor sie den Grünkohl-Anteil ihrer Ernährung erhöhen.

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