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Alkaline Diät – 6 Gründe, warum sie ein Lifestyle, aber keine Diät ist

Schnell abnehmenWeniger gut geeignet
Gesund abnehmen Gut geeignet
Alltagstauglichkeit Alltagstauglich
Disziplin Wenig Disziplin benötigt
Kosten Sehr teuer
JoJo-Gefahr Sehr hoch

Ist die Übersäuerung für das Übergewicht verantwortlich? Die amerikanische Ernährungstherapeutin Vicki Edgson ist überzeugt davon, dass ein ungünstiges Verhältnis zwischen Säuren und Basen in unserem Körper viele Krankheiten wie Rheuma, Diabetes und sogar Krebs verursachen kann. Zusammen mit der Köchin Natasha Corrett hat sie daher die Alkaline-Diät entwickelt, die oft auch einfach als „A-Line-Diät“ bezeichnet wird.

Die Säure im Körper soll dabei durch eine überwiegend alkalische Ernährung neutralisiert werden. Die Alkaline-Diät setzt dabei auf einen Ernährungsplan, der ein gesundes Gleichgewicht der Säuren und Basen anstrebt. Es geht beim basischen Fasten weniger um eine Gewichtsreduktion als um eine gesunde Lebensweise.

Die Alkaline-Diät verspricht also vor allem eine allgemeine Verbesserung der Gesundheit und eine vorbeugende Wirkung bei Depressionen, Herzerkrankungen und sogar Krebs. Ein übersäuerter Körper neigt nach dieser Theorie auch eher zur Gewichtszunahme, deswegen soll die Ernährungsweise auch beim Abnehmen helfen. Im Gegensatz zu anderen Diäten, wie der Glyx-Diät oder Anabole Diät, ist das Abnehmen eher ein Nebeneffekt.

Die Alkaline Diät strebt ein gesundes Verhältnis saurer und basischer Nahrungsmittel an

alkaline diaet
Edgson und Corrett gehen davon aus, dass Nahrungsmittel nach der Verbrennung Abfallstoffe im Körper hinterlassen und die sind mehr mit Säuren oder eben mehr mit Basen angereichert – je nach dem, was wir essen.

Der pH-Wert ist ein Maß dafür, wie sauer oder basisch eine Lösung ist. Er kann von 0 (äußerst sauer) bis 14 (sehr alkalisch) reichen. Dabei gilt:

  • pH-Wert < 7 = sauer
  • pH-Wert = 7 = neutral (z.B. reines Wasser)
  • pH-Wert > 7 = alkalisch (basisch)

Die Abfallstoffe selbst sind demnach gar nicht so sehr das Problem, aber sie müssen in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen. Wenn nämlich der Anteil der sauren Reststoffe viel größer ist als der der basischen, dann ist der Körper übersäuert. Und je stärker der Körper übersäuert ist, desto größer ist eben auch das Risiko, dass es irgendwann zu Problemen bzw. Erkrankungen kommt.

Abfallstoffe säureformender NahrungsmittelAbfallstoffe basisch formender Nahrungsmittel
HarnsäureEisen
PhosporsäureKalium
TanninMagnesium
Essigsäure

Merke: Ein gesundes Gleichgewicht besteht dann, wenn wir dem Körper 80 Prozent Basen und 20 Prozent Säurebildende Lebensmittel zuführen.

Das Verhältnis liegt aber meist bei 30 bis 40 Prozent Basen zu 60 bis 70 Prozent Säure. Folglich müssen wir Entsäuern.

Die Alkaline-Diät legt vor allem Wert auf eine basenreiche Ernährung. Im Gegensatz zum Basenfasten nach der Wacker-Methode ist sie aber keine rein basische Fastenkur.

Entsäuern macht lustig

Beim Entsäuern werden die sauren Abfallstoffe neutralisiert oder ganz ausgeschieden. Der Körper soll umso besser funktionieren, je weniger Säurereste darin vorhanden sind. Faktoren, die zur Übersäuerung führen, müssen also vermieden oder eingeschränkt werden. Dazu gehören

  • Stress
  • Rauchen
  • bestimmte Medikamente und vor allem
  • übersäuerende Nahrung und Getränke
Säurebildende NahrungsmittelAlkalische bzw. Basen bildende Nahrungsmittel
Softdrinks wie Cola, Alkohol und KaffeeObst und Gemüse (auch Brühe oder Säfte)
WeißmehlprodukteSojaprodukte
Raffinierter ZuckerKartoffel und Süßkartoffeln
Tierisches EiweißReis und Hülsenfrüchte
Fastfood und FrittiertesSamen, Keimlinge
Trockenfrüchte
Kräuter

Der Anteil alkalischer Nahrungsmittel soll gleichzeitig erhöht werden. Einige Nahrungsmittel wie Pflanzenöle werden neutral verstoffwechselt, sind also erlaubt. Leicht saure Lebensmittel wie Fisch und Eier dürfen in Maßen gegessen werden. Hier eine ausführliche Tabelle basischer und säurebildender Lebensmittel.

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Eine gesunde Ernährung ist nie verkehrt

Das sind die Empfehlungen der Alkalinen Diät

  • Versuche, Lebensmittel im Verhältnis 80 : 20 zu Dir zu nehmen, d.h. iss täglich 4 Einheiten Basen und 1 Einheit Säure bildende Nahrungsmittel.
  • Iss abwechslungsreich.
  • Iss viel Gemüse.
  • Sei extrem sparsam mit Zucker; ersetze nötigenfalls weißen Zucker durch Rohrzucker. Auch der Süßstoff Stevia ist eine gute Alternative.
  • Iss 2, aber nicht mehr als 2 Stück Obst am Tag, denn auch der darin enthaltene Fruchtzucker macht sauer. Das gilt auch für Fruchtsäfte.
  • Fleisch und Fisch ist 1 bis 2 mal in der Woche erlaubt – beide enthalten Purin, einen Stoff, der Harnsäure bildet.
  • Meide Wurstwaren und Milchprodukte.
  • Trinke reichlich Wasser.
  • Bewege Dich mindestens 30 Minuten pro Tag.

Die Kalorienaufnahme ist auf 1000 – 1200 Kcal am Tag begrenzt.

Mit unserem Rechner kannst Du Deinen Kalorienbedarf genau berechnen. Eine Auswahl an Rezepten findest Du zum Beispiel hier.

Es liegen keine wissenschaftlichen Belege vor

Für die Mär von der Übersäuerung gibt es keine Beweise. Auch die Einteilung der Lebensmittel ist oft schlicht unwissenschaftlich.

Tatsache ist, dass sich die Alkaline Diät praktisch gar nicht auf den pH-Wert auswirkt.

Den kann unser Körper nämlich ganz gut alleine regulieren und das sogar ganz unabhängig von der Ernährung.

Er scheidet die Säuren einfach wieder aus, größtenteils über den Urin. Gesunde Menschen, die sich normal ernähren, haben einen Urin-pH-Wert zwischen 5,5 und 7. Er ist also sauer und das ist vollkommen normal und kein Anlass zur Besorgnis. Das bestätigt auch Stiftung Warentest.

Zusätzliche Kosten durch Pseudo-Tests und Basen-Produkte

Die Alkaline Diät selbst ist nicht teurer als eine herkömmliche Ernährung. Allerdings werden verschiedene Produkte wie Teststreifen für den Urin und Hauttests angeboten, die am besten täglich angewendet werden sollen.

Außerdem schlagen die empfohlenen Arzneien und Nahrungsergänzungsmittel wie zum Beispiel Basenpulver zur Entsäuerung zusätzlich zu Buche.

Die empfohlenen Arzneien und Ergänzungsmittel sind ebenso überflüssig wie die Test, das bestätigt auch Stiftung Warentest.

Die Umstellung ist relativ simpel, birgt aber Risiken

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Die Umstellung dürfte nicht schwer fallen, denn die empfohlene Ernährungsweise ist gesund und abwechslungsreich. Allerdings muss bei einer derart drastischen Reduktion der Kalorienzufuhr mit Heißhungerattacken gerechnet werden.

Auch dürfte der Umstieg auf so viel Gemüse und Ballaststoffe für manchen Darm gewöhnungsbedürftig sein und kann besonders anfangs zu Bauchschmerzen führen. Zudem besteht ganz klar das Risiko eines Jojo-Effekts.

Tipp: Der Jojo- Effekt lässt sich vermeiden, wenn

  • die Ernährung dauerhaft konsequent umgestellt und gleichzeitig
  • mit regelmäßiger Bewegung kombiniert wird.

Wenn gesundheitliche Probleme vorliegen, sollte eine Alkaline-Diät generell nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

Dies gilt in besonderer Weise für

  • Menschen mit Allergien oder Lebensmittel-Unverträglichkeiten, da in vielen Diätrezepten Hülsenfrüchte und Soja enthalten sind, sowie
  • für Diabetiker und Menschen mit Nierenproblemen. Auch hier kann eine radikale Ernährungsumstellung zu Problemen führen.

Alkaline Diät – empfehlenswert allenfalls als Einstieg in eine bewusstere Lebensweise

Es ist auf jeden Fall richtig, dass Menschen, die gesünder leben ihr Risiko, an Krebs und anderen Krankheiten zu erkranken, senken können. Die Auswahl der Lebensmittel entspricht bei der Alkalinen Diät weitgehend dem, was zum Beispiel auch die moderne Ernährungswissenschaft oder die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt:

  • eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung,
  • kalorienarme, vitamin- und nährstoffreiche Lebensmittel,
  • wenig Fleisch,
  • gesunde Fette in Maßen,
  • geringe Mengen Zucker und Alkohol,
  • reichlich Vollkorngetreideprodukte,
  • viel Obst und Gemüse.

Man sollte sich also nicht allzu sehr von den kruden Thesen rund um das Thema Entsäuerung beeindrucken lassen, sondern

Die Alkaline Diät als Einstieg in eine gesündere Lebensweise

betrachten.
Im Hinblick auf eine Gewichtsreduktion kann die Alkaline Diät nicht überzeugen, da sie weder auf eine langfristige Ernährungsumstellung abzielt, noch ein Bewegungs-Konzept beinhaltet.

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