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Karde – heilsam für Haut, Verdauung und Immunsystem

Wissenschaftlicher Name: Dipsacus fullonum oder Dipsacus sylvestris
Blühend Karde 180x300 - Karde – heilsam für Haut, Verdauung und Immunsystem
Volkstümlicher Name
  • Wald-Karde
  • Kardenwurzel
  • Kardendistel
  • Bubenstral
  • Strohle, Zeisel
Anwendungsgebiete

  • Hautkrankheiten
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Borreliose
Wichtigste Inhaltsstoffe
  • Glucoside
  • Saponine
  • Kaffeesäure
Die Wilde Karde (Dipsacus fullonum / Dipsacus sylvestris) wird in der Naturheilkunde bei Hauterkrankungen oder Magen-Darm-Beschwerden genutzt. Auch bei rheumatischen Erkrankungen und Infektionskrankheiten wie Borreliose soll die Kardenwurzel eine gute Hilfe sein.

Erfahre in diesem Beitrag mehr zur Heilwirkung der Wilden Karde und wie Du sie richtig anwendest.

Karde – Die Pflanze der Weber und Kräuterkundigen

karde - Karde – heilsam für Haut, Verdauung und Immunsystem
Die Karde zählt zur Gattung der nach ihr benannten Kardengewächse (Dipsacaceae). Beheimatet ist sie ursprünglich im mediterranen Raum, kommt heute jedoch auch in Mittel- und Osteuropa vor. Man findet sie hauptsächlich an sonnigen Standorten wie Ufern, an den Rändern von Wegen und auf Feuchtwiesen. Da die Karde einen lehmigen Boden bevorzugt, gilt sie in der Botanik als Anzeiger für Lehmböden.

Auffällig ist die Pflanze besonders während ihrer Blütezeit zwischen Juli und September. Die zahlreichen kleinen Blüten sitzen an bis zu zehn Zentimeter großen eiförmigen Blütenköpfen und leuchten in einem hellen violett. Die stacheligen Hüllblätter der Karde wurden dabei im Mittelalter gerne zum Aufrauen oder Durchkämmen von Wolle verwendet.

Anders als in der Heilkunde kam hierfür aber die sogenannte Weberkarde (Dipsacus sativus) zum Einsatz. Zu Behandlungszwecken nimmt man hingegen die als Waldkarde oder Kardendistel bekannte Wild-Karde (Dispacus fullonum).

Aufgrund ihrer trichterförmigen Blätter wird die Karde auch gerne als Zisternenpflanze definiert, aus der Tiere oder Wanderer trinken können. Daher stammt auch ihr griechischer Name Dipsacus, der übersetzt so viel wie Durst bedeutet. Beinamen wie Immerdurst erklären sich damit von selbst.

Das in den Trichterblüten gesammelte Wasser wurde außerdem gerne für Gesichtswaschungen verwendet. Der kosmetische Reinigungseffekt verlieh der Karde beispielsweise den Beinamen Frau Venus Bad. Tatsächlich steht die Hautpflege stark im Vordergrund der Anwendung von Kardenwurzel.

Karde soll bei vielen verschiedenen Beschwerden behilflich sein.l. Hier ein kleiner Überblick:

  • Hautunreinheiten
  • Hauterkrankungen
  • Fisteln
  • Furunkel
  • Warzen
  • Wundnarben
  • Ödeme und Wassereinlagerungen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Magenschwäche
  • Gallenschwäche
  • Leberschwäche
  • geschwächtes Nerven- oder Immunsystem
  • Kopfschmerzen
  • Rheuma
  • Gicht
  • Entzündungen und Infektionen

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Wirkung der Karde – Inhaltsstoffe im Überblick

Für die Heilwirkungen der Karde ist zum einen die in ihren Wurzeln enthaltene Kaffeesäure verantwortlich. Zum anderen spielen die pflanzeneigenen Glykoside der Karde eine essenzielle Rolle für ihren heilsamen Effekt. Glykoside sind spezielle Pflanzenstoffe, die aus je einem Alkohol– und einem Zuckermolekül aufgebaut sind.

Kaffeesäure gegen Magen-Darm-Beschwerden

Kaffeesäure ist nicht nur im Kaffee enthalten. Auch einige Heilpflanzen, darunter die Karde, enthalten nennenswerte Mengen dieser Säure, der eine

  • antioxidative,
  • appetitanregende,
  • magen-darm-stärkende
  • und verdauungsfördernde

Wirkung nachgesagt wird. Hilfreich sind diese Eigenschaften von Kaffeesäure vor allem bei

  • Appetitlosigkeit,
  • Magenschwäche,
  • Reizmagen,
  • Verdauungsstörungen im Allgemeinen und
  • Leber- und Gallenbeschwerden.

Saponine wirken schmerz- und entzündungshemmend

Zur Gruppe der Glykoside gehören unter anderem die in Kardenwurzel enthaltenen Saponine. Zwar sollten sie nicht auf direktem Wege in die Blutbahn gelangen, da sie hier blutauflösende Effekte haben, maßvoll dosiert und oral eingenommen besitzen Saponine jedoch heilsame Eigenschaften und sollen

  • cholesterinsenkend,
  • schmerzlindernd,
  • magen-darm-stärkend,
  • entzündungshemmend
  • und antibiotisch

wirken.
Die besondere Wirkungsweise der Saponine macht sie zu wunderbaren Helfern bei

  • Kopfschmerzen,
  • Gelenkschmerzen,
  • Entzündlichen Hauterkrankungen,
  • Entzündungen im Magen-Darm-Bereich,
  • rheumatischen Erkrankungen
  • und Infektionen.

Kombiniert mit anderen Präparaten wie der Heilerde Zeolith wird eine Tinktur aus Kardenwurzel häufig verwendet, um Infektionen wie Borreliose zu behandeln. Pharmakologisch nachgewiesen ist eine Wirkung in diesem Fall allerdings noch nicht.

Glucoside lindern Hautprobleme

Wie Saponine gehören auch Glucoside zu den Glykosiden. Sie sind für ihre besonders milde sowie hautverträgliche Wirkung bekannt und wirken unter anderem

  • zellregenerierend,
  • abschwellend,
  • porenreinigend
  • und beruhigend

auf die dermalen Schichten. Dabei sind Glucoside nicht nur in zahlreichen Hautpflege- und Kosmetikprodukten enthalten, sondern werden auch gezielt zur Behandlung von

  • Wunden,
  • Geschwüren,
  • Hautflechten,
  • Fisteln,
  • Furunkeln,
  • Gerstenkörnern,
  • Warzen,
  • Akne
  • und Ekzemen

eingesetzt.

Wirksame Inhaltsstoffe der Karde

Kaffeesäure
  • antioxidativ
  • appetitanregend
  • magen-darm-stärkend
  • verdauungsfördernd
Saponine
  • cholesterinsenkend
  • schmerzlindernd
  • magen-darm-stärkend
  • entzündungshemmend
  • antibiotisch
Glucoside
  • zellregenerierend
  • abschwellend
  • porenreinigend
  • beruhigend

Anwendung und Dosierung von Kardenwurzel

Kaufen kann man Kardenwurzel meist als Tee oder Tinktur. Dabei gelten wie bei allen Kräutern natürlich grundlegende Dosierungshinweise.

Tee aus Kardenwurzel nicht nur zur inneren Anwendung

Ein Tee aus Wilder Karde ist vor allem bei Appetitlosigkeit und Verdauungsproblemen zu empfehlen. Allerdings kann man den kalten Tee auch für Waschungen bei Hautproblemen und Wundheilstörungen verwenden.

Kardentinktur bei größeren Hautbeschwerden

Genau wie Kardentee wirkt auch eine Tinktur aus Kardenwurzel innerlich angewendet bei Verdauungsproblemen. Allerdings ist diese hochkonzentrierte Form der Inhaltsstoffe für die Behandlung von Hautproblemen und dermalen Krankheiten noch wesentlich interessanter.

Ob als Zutat für ein Heilbad, Gesichtswasser oder zum Abtupfen von Wunden und Hautirritationen, Kardentinktur kann hier sehr zuverlässig bei vielen Hautbeschwerden helfen. Wichtig ist aber, die Tinktur vorab ausreichend zu verdünnen.

Rezept für eine Tinktur aus Kardenwurzel:

  • 100 g geschnittene Kardenwurzel (frisch oder getrocknet)
  • 1 l Weinbrand oder Doppelkorn
  • Ansetzzeit: 3-6 Wochen
  • Flasche an warmen Ort stehen lassen und hin und wieder schütteln.
  • Nach sechs Wochen den Schnaps durch einen Kaffeefilter abseihen.
  • Abschließend in eine dunkle Flasche abfüllen.
  • 2–3 x täglich ca. 10 – 50 Tropfen mit Wasser verdünnt einnehmen
  • alternativ die verdünnte Tinktur auf problematische Hautstellen tupfen

Übrigens: Kardenwurzelextrakt gibt es auch in Kapselform. Hier wird empfohlen, täglich eine Kapsel mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen.

Nebenwirkungen der Karde

Es sind bisher keine Nebenwirkungen zur Karde bekannt.

Erfahrungen mit Karde – bislang noch keine Studienergebnisse

Wirkung der Kardewissenschaftlich belegt?
Wirkung auf den Magen-Darm-Traktnein
Wirkung auf die Hautnein
Wirkung als Antibiotikanein

Leider gibt es zur Wirksamkeit der Karde bislang keinerlei Studienbelege. Privatanwender berichten teilweise jedoch von guten Ergebnissen. Wer sich selbst ein Bild von der Heilwirkung der Kardenwurzel machen möchte, wird hier wohl um einen Selbstversuch nicht herumkommen.

Karde kaufen – Tee, Karden-Tinktur und Kapseln

Wer sich Kardenwurzel zulegen möchte, muss dafür nicht sämtliche Apotheken und Reformhäuser nach preiswerten Angeboten durchstöbern. Im Internet gibt es hier manchmal echte Schnäppchen zu ergattern, ohne dass die Produktqualität darunter leidet.

Fazit

Erforscht ist die Heilwirkung der Karde bislang noch nicht. Allerdings blickt sie auf eine Jahrhunderte lange Nutzung in der Volksheilkunde zurück, was ein gewisses Heilpotential nahelegt.

Wer das Kraut ausprobieren möchte, der kann dies jedenfalls ohne Bedenken machen, denn besondere Nebenwirkungen sind bislang nicht bekannt.

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Über den Autor

Anonymous

Robert Weidner

Robert ist ein richtiges Fitness-Multitalent. Er ist ausgebildeter Ernährungsberater, Fitness Trainer (A und B Lizenz), Trainer für Gesundheits und Rehasport und Trainer für EMS Training. Er ist Personal Trainer und schreibt leidenschaftlich gerne über sein liebstes Hobby, um sein Wissen mit der Welt zu teilen.

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