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Die Nulldiät – 5 Gründe, warum man besser die Finger davon lassen sollte

Schnell abnehmenSehr gut geeignet
Gesund abnehmenNicht geeignet
AlltagstauglichkeitNicht alltagstauglich
DisziplinViel Disziplin benötigt
KostenSehr günstig
JoJo-GefahrSehr hoch

Bei der Nulldiät wird – wie der Name schon sagt – nichts gegessen. Rein gar nichts. Nur getrunken. Und das mitunter über einen Zeitraum von mehreren Wochen.

Mit dem Heilfasten hat die Null-Diät von der Idee her dennoch nichts zu tun. Beim Heilfasten steht die körperliche Regeneration oder ein spirituelles Motiv im Mittelpunkt. Die Null-Diät dagegen strebt ausschließlich eine Gewichtsreduktion an.

Tatsächlich verliert man auf diese Weise kurzfristig sehr schnell an Gewicht. Der Körper greift dabei auf die eigenen Fettdepots zurück, um sich mit Energie zu versorgen.

Doch kann es wirklich gesund sein, über einen längeren Zeitraum gar keine Nahrung zu sich zu nehmen? Wir haben uns eingehend mit dem Konzept der Nulldiät auseinandergesetzt.

Null-Diät – von 100 auf Null in den Hunger-Modus

die nulldiaet
Während der Nulldiät wird vollständig auf feste Nahrung verzichtet. Nur flüssige Nahrung darf konsumiert werden. Auch die Getränke sollten weitgehend kalorienfrei sein wie Wasser oder Kräutertees.

Die Nulldiät gehört somit zu den radikal kalorienreduzierten Crash-Diäten (siehe auch die Hollywood-Diät oder die Dukan-Diät).

Der Körper wird durch den vollständigen Entzug von Nahrung in den Hunger-Stoffwechsel gezwungen. Er kann seinen Energiebedarf nicht mehr aus der Glukose beziehen, die Zuckerspeicher werden nach und nach entleert.

Ketose – der Hungerstoffwechsel
Im Hunger-Modus sorgt der Körper dafür, dass der Energiebedarf aus den eigenen Depots gedeckt wird. Er beginnt zunächst mit Abbau von Fett und Proteinen. Die Folge ist eine Reduktion von Körperfett, aber auch ein Verlust an Muskelmasse.

Hält der Zustand einige Tage an, stellt der Körper selbst in der Leber aus dem Depotfett einen Glukose-Ersatz her, die so genannten Ketonkörper. Diese sorgen dafür, dass der Abbau von Proteinen anteilig wieder reduziert und das Hungergefühl unterdrückt wird. Der Vorgang wird als Ketose bezeichnet.

Der Ablauf einer Null-Diät: Wasser ohne Brot

Nulldiaet Wasser ohne Brot
Zum Ablauf einer Nulldiät kann nur gesagt werden, dass jegliche feste Nahrung tabu ist. Allerdings sollten 3 Liter Flüssigkeit täglich konsumiert werden, am Besten Mineralwasser oder Kräutertee.

Wird die Diät über mehr als 1 Woche durchgeführt, versteht es sich fast von selbst, dass der Übergang danach langsam und behutsam erfolgen sollte.

Der Körper muss erst wieder an die Aufnahme fester Nahrung gewöhnt werden. Die Verdauungsorgane würden bei einer nahtlosen Rückkehr zu den normalen Ernährungsgewohnheiten zu stark belastet.

Dabei empfiehlt es sich, wie beim Fasten vorzugehen und zunächst leicht verdauliche Lebensmittel (Reis, Obst und Gemüse) zu bevorzugen.

Schwerer Verdauliches (Fleisch, Hülsenfrüchte, Frittiertes) kann zu massiven Beschwerden führen!

Eine Nulldiät ist immer zeitlich begrenzt. Sie kann nur über einen kurzen Zeitraum hinweg durchgeführt werden.

Andernfalls können gesundheitliche Schäden die Folge sein.

Man geht davon aus, dass gesunde Erwachsene bis zu drei Wochen ohne Risiken fasten können. Dennoch sollte man vorher immer einen Arzt konsultieren.

Tipp: Wenn Du die Nulldiät zum ersten Mal machst, solltest Du sie nicht länger als eine Woche durchziehen, um festzustellen, wie Dein Körper darauf reagiert.

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Nulldiät wissenschaftlich: Gewichtsverlust ja, Dauererfolg nein!

Wie nicht anders zu erwarten ist der Gewichtsverlust bei der Nulldiät wissenschaftlich belegt: 500 Teilnehmer nahmen damit im Rahmen einer Studie deutlich ab.

Bei Männern waren es im Schnitt 463 Gramm pro Tag, bei Frauen immer noch 400 Gramm.

Durchgeführt wurde die Studie an der Universitätsklinik Ulm von Ernährungswissenschaftler Professor Hans Ditschuneit.

Er kommt zu dem Ergebnis:

„Zur Einleitung einer Gewichtsreduktion eignet sich für organisch gesunde Fettsüchtige am besten die Nulldiät über zwei bis sechs Wochen. Sie kann bei ärztlicher Untersuchung mit Kontrolle von Kreatinin, Harnsäure, Kalium und Blutdruck im achttägigen Abstand durchaus ambulant durchgeführt werden. Die wichtigste Maßnahme besteht in der Sicherung einer Trinkmenge von drei Litern täglich.“

Ditschuneit räumt aber auch ein, dass die Nulldiät nur ein Anfang sein kann.

Übergewichtige haben meist schon eine übermäßige Zahl von Fettzellen in ihrem Körper entwickelt. Sie sind also Zeit Lebens dem Risiko ausgesetzt, wieder zuzunehmen.

Die Rückfallquote sei sehr hoch und

„Dauererfolge lassen sich nur bei einer Konsumumstellung über Jahrzehnte erringen.“

Die Nulldiät hat hohe Risiken und zahlreiche Nebenwirkungen

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Bei einer Nulldiät muss sich der Stoffwechsel komplett umstellen. Das bleibt nicht ohne Konsequenzen für den Körper:

  • Es kommt zu einer Unterversorgung an Proteinen und Mineralstoffen. Täglich werden ca. 15 bis 25 Gramm körpereigenes Eiweiß aus der Muskulatur abgebaut. Der Elektrolyt-Haushalt verändert sich, es gehen Mineralstoffe wie Calcium, Natrium, Magnesium, Chlorid etc. verloren.
  • Die Konzentration von Ketonkörpern im Blut steigt. Das führt zu einer Hemmung der Harnsäureausscheidung. Infolgedessen steigt die Harnsäurekonzentration im Blut und im Harn. Das Gicht-Risiko ist enorm erhöht.
  • Es kommt zur Übersäuerung des gesamten Organismus. Die Nieren können überlastet und in ihrer Funktion eingeschränkt sein – bis hin zu schweren Schädigungen.
  • Die Kaliumkonzentration im Blut nimmt zu. Ein Kaliumüberschuss kann zu Ohrensausen, Taubheit, Verwirrtheit, Muskelschwäche sowie Herzrhythmusstörungen führen etc.

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

Es ist dringend von einer Nulldiät abzuraten, wenn eines dieser Merkmale gegeben ist:

  • Anorexia nervosa (Magersucht)
  • Diabetes mellitus Typ I
  • Kachexie (krankhafte Abmagerung)
  • Dekompensierte Hyperthyreose (entgleiste Schilddrüsenüberfunktion)
  • Fortgeschrittene Leber- oder Niereninsuffizienz (Leber- und Nierenunterfunktion bzw. -schwäche)
  • Hämolytische Anämie (Blutarmut, die durch einen gesteigerten Abbau der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) bedingt ist)
  • Maligne (bösartigen) Tumoren
  • Manifeste Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
  • Psychische Störungen
  • Zerebro-vaskuläre Insuffizienz (Störungen der Blutversorgung des Gehirns) bzw. Demenz
  • Starke beruflicher Belastung
  • Kinder und Jugendliche
  • Schwangerschaft und Stillzeit

Der Jojo-Effekt ist bei einer Nulldiät vorprogrammiert

Wenn eine Nulldiät nicht mit einer darauffolgenden Ernährungsumstellung einhergeht, kann auch kein Lerneffekt eintreten im Hinblick auf eine ausgewogene Ernährungsweise.

Die meisten kehren also nach Ende der Diät zu ihren alten Essgewohnheiten zurück und nehmen dann zwangsläufig noch schneller zu.

Unser Fazit:

Diese Form der Selbstkasteiung hat mit Genuss rein gar nichts mehr zu tun. Und mit gesundem Abnehmen schon gar nicht.

Die Nulldiät ist zwar kurzfristig effizient, aber für eine langfristige Gewichtsabnahme nicht geeignet.

Sie vermittelt keine neuen, gesunden Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Zudem ist sie mit so vielen Risiken behaftet, dass man sie nur unter ärztlicher Aufsicht durchführen sollte.

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