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Magenentzündung erkennen und behandeln – mit vielen alltagstauglichen Ernährungsempfehlungen

Bei einer Magenentzündung ist die Schutzschicht des Magens entzündet. Das kann harmlos sein, aber mitunter auch sehr gefährlich.

Das Tückische an einer Magenentzündung ist, dass man sie oft überhaupt nicht bemerkt: Bei der gar nicht so seltenen chronischen Gastritis kann die Entzündung nämlich jahrelang andauern, ohne dass der Patient etwas spürt.

Wird die Magenentzündung dann nicht behandelt, dann kann das zu Magengeschwüren und schließlich sogar zu Magenkrebs führen.

Häufig treten Magenentzündungen aber auch spontan auf. Diese akute Form von Gastritis geht mit einer plötzliche auftretenden, schweren Entzündung und meist recht eindeutigen Symptomen einher.

Die Symptome einer Magenentzündung

Magenentzuendung - Magenentzündung erkennen und behandeln - mit vielen alltagstauglichen Ernährungsempfehlungen
Bei einer Magenentzündung treten meist folgende Symptome auf:

Die Beschwerden werden häufig nach dem Essen schlimmer. Bei anderen Betroffenen lassen sie aber auch erst einmal nach, wenn der Magen voll ist.

Bei starken Beschwerden oder Symptomen wie Bluterbrechen oder Blut im Stuhl sollt man sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

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Mögliche Ursachen einer Magenentzündung

Die Magenentzündung wird auch als Gastritis oder Magenschleimhautentzündung bezeichnet.

Ursache ist eine akute oder chronische Entzündung der Magenschleimhaut, also der Schutzschicht des Magens.

Dabei kommen verschiedene Auslöser in Betracht:

  • Autoimmunerkrankungen,
  • Gallenreflux,
  • Genussmittel (Rauchen, Alkohol),
  • Helicobacter pylori Infektion,
  • Infektionskrankheiten: Viren, Pilze, Würmer, Bakterien,
  • Medikamente , zum Beispiel Schmerzmittel Acetylsalicylsäure oder nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Chemotherapie oder Strahlentherapie,
  • Stress, ganz egal ob körperlich oder seelisch wie Verletzungen, Unfälle, Verbrennungen, Sepsis etc.

So wird eine Magenentzündung diagnostiziert

Magenentzuendung Diagnose - Magenentzündung erkennen und behandeln - mit vielen alltagstauglichen Ernährungsempfehlungen
Die Diagnose einer Magenentzündung erfolgt im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung.

Der Behandler macht sich anhand der Krankengeschichte ein Bild von seinem Patienten.

Um seine Vermutungen abzusichern bzw. bestimmte Erkrankungen auszuschließen führt er eventuell auch eine Magenspiegelung (Gastroskopie) mit Gewebeentnahme durch.

Das Gewebe wird dann im Labor untersucht (Biopsie).

Bei Verdacht auf eine Helicobacter pylori Infektion wird gegebenenfalls auch noch eine Blutuntersuchung zum Nachweis des Bazillus Helicobacter pylori durchgeführt.

Meist wird zudem auch noch ein Stuhltest angewendet, der zeigen soll, ob okkultes Blut, also Blut, das man mit bloßem Auge nicht sehen kann, im Stuhl vorhanden ist. Auch das ist ein mögliches Zeichen von Gastritis.

Es gibt drei Typen von Magenentzündung:

Typ Merkmale, Symptome, Ursachen
Gastritis Typ A Bei Typ A der Magenentzündung handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit.

Der Körper bildet Abwehrstoffe gegen Belegzellen (Zellen in der Magenschleimhaut). Diese werden dezimiert, die Säurebildung wird infolgedessen reduziert.

Der Körper schüttet vermehrt das Hormon Gastrin aus, um die Säurebildung anzuregen. Das schädigt wiederum die Schleimhaut.

Es kommt zu einer verminderten Aufnahme von Vitamin B 12 im Darm. Das kann zu perniziöser Anämie, einer besonderen Art von Blutarmut mit Vitamin-B12-Mangel, führen. Auch eine Tumorbildung ist möglich. Die Ursachen sind noch unklar.

Gastritis Typ B Die überwiegende Mehrheit der chronischen Magenschleimhautentzündungen ist auf Helicobacter pylori Infektion zurückzuführen. Zwar können auch andere Bakterien eine Typ-B-Gastritis verursachen, das ist jedoch sehr selten.

Die Typ-B-Magenentzündung betrifft fast immer den Bereich am Magenausgang (Antrum) und wird daher auch als Antrumgastritis bezeichnet.

Gastritis Typ C In 30 Prozent aller Fälle sind reizende Stoffe wie zum Beispiel Medikamente für die Magenentzündung verantwortlich, daher ist auch der Name chemisch-toxische Gastritis geläufig.

Mitunter kann auch der Rückfluss von Gallensaft eine Magenentzündung vom Typ B verursachen.

Magenentzündung – die Behandlung

Je nach Ursache erfolgt bei einer Magenentzündung Behandlung mit oder ohne Medikamente:

Behandlung der Magenentzündung ohne Medikamente

Eine akute Magenentzündung muss nicht zwingend behandelt werden. Sie geht häufig auch ganz von selbst wieder vorbei.

Man tut seinem Magen jedoch einen großen Gefallen, wenn man während der akuten Phase auf alles verzichtet, was reizt: Das sind meist Nahrungs- und Genussmittel wie Alkohol, Rauchen und Kaffee, aber auch Medikamente wie NSAR sollen wenn möglich umgestellt oder abgesetzt werden. Leichte, verträgliche Kost zu sich nehmen.

Behandlung der Magenentzündung ohne Medikamente

Auch hier werden je nach Ursache andere Medikamente eingesetzt.

Medikamenten-Gruppe Wirkstoffe Wirkung
Protonenpumpen-Inhibitoren bzw. Säurehemmer Pantoprazol, H2-Antihistaminika, Antazida Reduzieren die Sekretion der Magensäure, schützen die Magenschleimhaut, bilden eine Schutzschicht auf der Schleimhaut.
Schmerzmittel nicht-steroidale Entzündungshemmer wie Paracetamol Reduzieren Schmerzen
Prokinetika Domperidon (Motilium®) oder Metoclopramid (Paspertin®) Gegen Übelkeit und Völlegefühl

Was soll man bei einer Magenentzündung essen? Empfehlungen zur Ernährung

Bei der Magenentzündung spielt die Ernährung in der Therapie eine zentrale Rolle.

Es versteht sich beinahe von selbst, dass man bestimmte Nahrungs- und Genussmittel, die den Magen reizen, bis zur vollständigen Ausheilung meiden sollte.

Andere Lebensmittel können dagegen eine Heilung unterstützen.

Oft bewährt es sich bei einer akuten Magenentzündung, zunächst einmal ein bis zwei Tage ganz auf feste Nahrung zu verzichten.

In dieser Zeit kann sich der Magen vollständig beruhigen.

Allerdings sollte man darauf achten, ausreichend zu trinken. Empfohlen werden mindestens zwei Liter Flüssigkeit über den Tag verteilt, am besten Wasser oder ungesüßter Kräutertee.

Danach kann man zu einer leichten Schonkost übergehen.

Es empfiehlt sich dabei auch, die Nahrung auf mehrere kleine Mahlzeiten am Tag zu verteilen, als nur zwei oder drei üppige zu sich zu nehmen.

Außerdem sollte man sich für das Essen ausgiebig Zeit lassen und es so bewusst wie möglich verzehren.

Ernährungsempfehlungen bei Magenentzündung

Meiden sollten Sie Empfehlenswert sind
Alkohol, Kaffee, gut verträgliche Lebensmittel, die nicht belasten: Haferschleim (Grundrezept), Reis, Kartoffeln (weich gekocht oder Kartoffelbrei),
Fettreiche, ballaststoffarme Lebensmittel, fettarme Lebensmittel: Fleisch, Fisch (gekocht), Milchprodukte,
Scharfe, stark gewürzte Speisen, Gebratenes und Fertigprodukte, leicht verdauliche Gemüsesorten wie Fenchel, Erbsen, Möhren oder Zucchini (gedünstet, blanchiert) und säurearme Früchte (Äpfel, Birnen, Bananen, Melonen etc.),
Tabak, Leichtes Gebäck wie Zwiback, Weißbrot, Biskuit, Hefegebäck,
Zitrusfrüchte. leichte Aufläufe und Pudding.

Wenn die Symptome vollständig abgeklungen sind, kann man zu einer vollwertigen und ausgewogenen Ernährung nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) übergehen.

Lebensmittel, die nicht vertragen werden bzw. auf die der Magen empfindlich reagiert, sollten auch weiterhin gemieden werden. Das kann individuell sehr unterschiedlich sein.

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Über den Autor

Anonymous

Mauricio García Díaz

Mauricio García Díaz ist Personal Trainer und ausgebildeter Ernährungsberater. Seit vielen Jahren trainiert er erfolgreich zahlreiche Klienten in Berlin und ist stets bestrebt, das Beste aus sich und den Menschen in seiner Umgebung heraus zu holen. Nebenbei schreibt er für den Evergreen Verlag, um sein Wissen so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen.

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