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Mandelöl schenkt Zellschutz von innen und außen

Dass Mandelöl ein wertvoller Inhaltsstoff für die Hautpflege ist, wissen wir schon seit etwa 4000 Jahren. Und tatsächlich wird das Öl auch heute noch hauptsächlich als Pflegeprodukt genutzt.

Doch der Gesundheitseffekt des Mandelöls kann durch die regelmäßige Einnahme noch optimiert werden.

Mandelöl bewirkt auch im Körperinneren einen ausgleichenden, vorbeugenden und heilenden Effekt.

So schätzt man mittlerweile das reizarme und gut verträgliche Öl auch in der Medizin und in der Küche.

Die Herstellung von Mandelöl

Mandeloel

Das Mandelöl wird aus der reifen Frucht des hauptsächlich in Kalifornien und dem Mittelmeerraum ansässigen Mandelbaums (Prunus Dulcis Rosaceae) durch Kaltpressung gewonnen.

Ähnlich wie bei der Herstellung von Leinöl, Hanföl und Rapsöl ist diese Art der Ölgewinnung besonders nährstofferhaltend, da dabei bestimmte, kritische Temperaturen nicht überschritten werden, die diese Inhaltsstoffe unwiederbringlich zerstören würden.

  • Die Süß- und/oder Bittermandelkerne (bittere Süßmandeln des Mandelbaums oder Mandeln des Baums Prunus amygdalus amara) werden zerkleinert
  • anschließend mehrmals kalt gepresst
  • Durch Filtern wird das gewonnene Öl von Schwebstoffen und Sedimenten befreit
  • Es entsteht ein klares, gefiltertes Öl

Kaltgepresstes Mandelöl ist das reinste und nährstoffreichste Öl unter den Mandelölprodukten.

Raffiniertes oder extrahiertes Mandelöl dagegen ist zwar günstiger, büßt allerdings in der Herstellung aufgrund der Erhitzung einen Großteil der wertvollen Inhaltsstoffe ein.

Wirkung und Inhaltsstoffe von Mandelöl

Die besonderen Eigenschaften von Mandelöl betreffen hauptsächlich den Zellschutz, das Immunsystem und den Stoffwechsel. Diese Eigenschaften kennen wir auch von den Blütenpollen.

Wichtigste Inhaltsstoffe sind dabei die gesättigten und ungesättigten Fettsäuren im Zusammenspiel mit Vitaminen und Mineralien (Magnesium, Kalium, Calcium), die auch natürlicherweise in den Zellwänden des menschlichen Organismus zu finden sind.

Die wichtigsten Mikronährstoffe im Überblick

InhaltsstoffeWirkung im OrganismusKorrespondiere “Erkrankung” bei Mangel
Ölsäure (86%)
(ungesättigte Fettsäure)
  • hautpflegend
  • feuchtigkeitsspendend
  • stoffwechselaktivierend
  • Herz-Kreislauferkrankungen
Linolsäure (19%)
(ungesättigte Fettsäure)
  • UV-Schutz
  • feuchtigkeitsspendend
  • stärkt die Barrierefunktion der Haut
  • stoffwechselaktivierend
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Lichtschäden der Haut
  • Altersflecken
Polyphenol
  • antioxidativ
  • senkt den Cholesterinspiegel
  • Metabolisches Syndrom
  • Gallensteine
  • koronare Herzkrankheiten
Vitamin A
  • Zellerneuerung und Zellteilung
  • Schleimhautaufbau
  • stärkt die Sehfunktion
  • immunstärkend
  • Blutarmut
  • Sehschwäche
  • Osteoporose
B-Vitamine
  • unterstützt die Vitaminaufnahme
  • energiespendend
  • hormonbildend
  • Blutbildungsstörungen
  • Herzinsuffizienz
  • Muskelatrophie
Vitamin D
  • unterstützt das Immunsystem
  • stärkt die Knochen
  • reguliert den Kalziumspiegel
  • Osteoporose
  • Infektanfälligkeit

(Quelle: Researchgate)

Wie wird Mandelöl angewendet?

Mandelöl wird sowohl in der Kosmetik, als auch in der Medizin und der Küche genutzt. Sein neutraler Geruch und die gesunden Inhaltsstoffe machen es so vielseitig in der Nutzung.

Mandelöl in der Medizin

In der Medizin wird Mandelöl, ähnlich wie Orangenöl hauptsächlich für die Aromatherapie und für Massagen angewandt.

Durch die enthaltenen Fette, Vitamine und rückfettende Substanzen eignet es sich besonders für die medizinische Pflege extrem trockener und juckender Haut, was z.B. insbesonder bei Neurodermitispatienten ein großes Thema ist. Da deren Haut den Feuchtigkeitsgehalt nicht mehr selbst regeln kann, hilft eine Massage mit Mandelöl

  • die fehlende Feuchtigkeit in die Haut einzuschleusen
  • die Haut zu kühlen
  • Schmerzen zu lindern
  • Spannungsgefühle zu mindern

Ausgenommen ist hier allerdings der Akutzustand und offene Hautstellen.

Außerdem kann Mandelöl in der äußerlichen Anwendung helfen bei

  • Akne
  • entzündeten Hautfalten
  • kleine Hautrissen
  • nach der Rasur, Schuppenflechte, Ekzeme und Hornhaut

Bei Hautproblemen lässt sich der Effekt von Mandelöl verstärken, wenn man es nicht nur äußerlich, sondern regelmäßig auch einnimmt.

Bei Ohrenschmerzen können wenige Tropfen in das Ohr geträufelt werden. Das Mandelöl stillt den Schmerz und löst verhärteten Ohrenschmalz auf.

Ein paar Löffel täglich können außerdem helfen bei:

  • Magenverstimmungen
  • Appetitlosigkeit
  • Verdauungsprobleme, Verstopfungen (wie das Rizinusöl)
  • Verschleimungen der oberen Atemwege
  • Entzündungen im Mundbereich und Bronchien (siehe hierzu auch Nelkenöl)
  • Halsschmerzen

In Form von Emulsionen zum Trinken wird Mandelöl ggf. noch angewendet, um Darmreizungen zu lindern.

Mandelöl in der Kosmetik

Mandelöl ist durch seine natürlichen Inhaltsstoffe sehr hautverträglich, nicht komedogen und reizarm. Und es bietet einen großen kosmetischen Vorteil: Es enthält Zellwandbestandteile (wie Ölsäure, Linolensäure, Palmitinsäure), die pflegende und schützende Stoffe wie Vehikel in die tieferen Hautschichten schleusen und die Haut beruhigen, sättigen und elastisch halten.

Die Fettsäuren übernehmen dabei insbesondere die folgenden Aufgaben:

  • die Ölsäure transportiert Vitamine und Mineralien in die Tiefe der Haut
  • die Ölsäure und Linolensäure stärken die Haut gegen schädliche Einflüssen (Barrierefunktion)
  • die Linolensäure wirkt als ein besonders guter Feuchtigkeitsspender und baut gleichzeitig einen wirksamen UV- und Infektionsschutz in die Haut ein
  • die Palmitinsäure erhält und stärkt den natürlichen Säureschutzmantel der Haut.

Verjüngungseffekt: Die Haut soll durch das Mandelöl insgesamt aufgepolstert und wunderbar glatt, der Hautalterungsprozess verlangsamt und die bereits durch äußere Einflüsse geschädigten Zellen repariert werden.

Mandelölpräparate gibt es z.B. in Form von

  • Gesichtsmasken
  • Augenpflege
  • Anti-Aging-Produkte (s.a. Traubenkernextrakt OPC)
  • Öle gegen Cellulite und Schwangerschaftsstreifen
  • Babyöle
  • Haarpflegeprodukte
  • Badezusatz
  • Lippenpflege
  • Massageöl
  • Shampoo
  • Cremes

Es eignet sich also sowohl für die Gesichtshaut, als auch für den Körper. Lässt man die Pflegeprodukte eine Weile (ca. 10 – 15 Minuten) in die Haut einwirken, können die Wirkstoffe tief in die Haut eindringen und dort ihre Wirkung entfalten.

Idealerweise wird das Mandelöl täglich morgens und abends auf die leicht feuchte Haut einmassiert. Durch den Massageeffekt werden gleichzeitig die Durchblutung und der Stoffwechsel angeregt und die Stoffe besser im Gewebe verteilt.
Mandeloel-anwendung
Hochwertiges (naturreines, kaltgepresstes) Basisöl aus Süßmandeln eignet sich besonders für empfindliche, trockene und faltige Haut und wird auch von Säuglingen und Menschen mit Hautkrankheiten gut vertragen.

Außerdem bietet es auch eine wunderbare Schutzfunktion für Haare und Kopfhaut. Die Fettsäuren legen einen Film um brüchiges oder trockenes Haar und glätten die Schuppenschicht. Gleichzeitig wird das Haar intensiv genährt und vor schädlichen Umwelteinflüssen geschützt.

Auf der Kopfhaut angewendet, kann Mandelöl:

  • Schuppen beseitigen
  • die Haarwurzeln mit Nährstoffen versorgen
  • Haarausfall stoppen
  • den Haarwuchs fördern
  • spröde, glanzlose Haare mit Feuchtigkeit versorgen

Tipp: Wer sich Kosmetika selbst herstellen möchte, sollte ausschließlich kaltgepresstes, nicht raffiniertes Mandelöl nehmen, am besten aus kontrolliert biologischem Anbau. Nur so kann man einigermaßen die Gewissheit haben, dass weder Schadstoffe, noch Düngemittel im Öl sind und die wirksamen Bestandteile nicht durch Erhitzen zerstört wurden.

Rezepte für Kosmetik zum Selbstherstellen:

Diverse Kosmetika
Jean Pütz

Mandelöl in der Küche

Ein gutes Mandelöl erkennt man daran, dass es

  • völlig klar
  • blassgelb
  • dünnflüssig
  • geruchsarm
  • mild-nussig im Geschmack
  • ohne Verunreinigungen (wie z.B. Schalenreste, Schwebstoffe) ist.

Trübes Öl, das bitter oder ranzig riecht, ist verunreinigt oder verdorben und sollte nicht mehr genossen werden.
Am besten nutzt man auch in der Küche kaltgepresstes Öl aus kontrolliert biologischem Anbau mit möglichst geringem Anteil an Bittermandeln. Aufbewahren sollte man das Mandelöl kühl und in dunklen Flaschen.

100 ml Mandelöl hat ca. 882 kcal. Um in den Genuss aller Nährstoffe zu kommen, sollte man es am besten nur für die kalte Küche, also vorwiegend für Salate, Nachspeisen, Müsli, Smoothies und Rohkostgerichte, anwenden. Durch Erhitzen würde das Mandelöl wertvolle Substanzen verlieren.

Allerdings kann man es auch zum Backen und Andünsten nutzen.

Rezepte mit Mandelöl gibt es z.B hier:

Chefkoch
eatsmarter

Hier kann man Mandelöl kaufen

Mandelöl lässt sich mittlerweile in vielen Märkten, wie dm-Markt, kaufen. Eine Vielfalt an Angeboten gibt es z.B. bei Amazon.

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Fazit

Mandelöl aus Süßmandeln in seiner reinsten, unraffinierten Form ist eine Wohltat für die trockene, empfindliche und gereizte Haut und ein Kraftpaket für den gesamten Organismus.

Wer es für sich äußerlich nutzt, kann durch die gleichzeitige innere Anwendung seine Nährstoffversorgung zusätzlich optimieren.

Mandeln, egal in welcher Form, machen entgegen weitläufiger Meinung, nicht dick, obwohl sie einen hohen Anteil an Fettsäuren haben. Vielmehr regulieren sie auf natürliche Art den Fett- und Blutzuckerspiegel und sorgen für einen ausgewogenen Stoffwechsel.

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