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Asafoetida: Ein besonderes Gewürz aus dem Orient

Wissenschaftlicher Name: Ferula Asafoetida
Asafoetida
Volkstümlicher Name
  • Teufelsdreck
  • Stinkasant
Anwendungsgebiete

  • Entzündungen
  • Schlafstörung
  • Krämpfe
Wichtigste Inhaltsstoffe
  • Harze
  • ätherische Öle
  • Cumarin
  • sekundäre Pflanzenstoffe
Asafoetida ist der getrocknete Milchsaft aus der Wurzel der fenchelartigen Pflanze Stinkasant (Ferula Assafoetida) aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Ihren Namen Teufelsdreck (zu deutsch: stinkendes Harz) verdient die Pflanze, weil der Milchsaft sehr streng nach Schwefel und Knoblauch riecht.

Früher dachte man, mit dem Geruch Geister und Dämonen vertreiben zu können. Dennoch ist sie bis heute in orientalischen Ländern und der Volksheilkunde (Ayurveda) sehr beliebt – und das seit mehr als 5000 Jahren. Heute wird Asafoetida hauptsächlich als Gewürz angewendet.

Wirkung von Asafoetida

asafoetida gewuerz
Der Wurzelsaft enthält unter anderem:

  • Harze
  • Cumarin (ein sekundärer Pflanzenstoff)
  • Schwefelverbindungen
  • ätherische Öle (u.a. Asantöl)
  • sekundäre Pflanzenstoffe (wie Ferulasäure)
  • Galactose (Schleimzucker)
  • und Vanillin

Tipp: Über Jahrtausende wurden Asafoetida verschiedene Wirkungen auf den Organismus nachgesagt. Sie soll besonders bei nervösen Störungen des Magen-Darm-Traktes wirken und verdauungsfördernd, blähungstreibend und magenberuhigend sein.

Daneben soll sie einen beruhigenden Effekt auf den Organismus haben und

  • entkrampfend,
  • schlaffördernd,
  • leicht sedierend und
  • angstlösend wirken (s.a. Orangenöl).

Die ätherischen Öle des Harzes bewirken zusätzlich einen

  • entzündungshemmenden
  • desinfizierenden,
  • antioxidierenden
  • antibakteriellen, antiviralen und
  • schleimlösenden Effekt

Asafoetida ist außerdem für seine lindernde Wirkung bei Asthma und Keuchhusten , aber auch wie beispielsweise Ginseng oder Umckaloabo zur Herzstärkung, Menstruationsförderung sowie als harntreibende und blutreinigende Substanz bekannt.

Aufgrund der menstruationsfördernden Wirkung sollte Asafoedida sicherheitshalber von Schwangeren nicht verwendet werden.

In der Schulmedizin spielt Asafoetida heutzutage keine Rolle mehr. In der Ayurvedischen Lehre und Homöopathie dafür aber umso mehr. Globuli (“Kügelchen”) in verschiedenen Potenzen werden zum Beispiel gelegentlich, wie auch beispielsweise die Kalmuswurzel, von Heilpraktikern bei Magen-Darm-Beschwerden empfohlen.

Anwendungsmöglichkeiten für Asafoetida

asafoetida anwendung
In der persischen, indischen und südostasiatischen Küche wird der getrocknete Milchsaft der Wurzel von Asafoetida als Gewürz und die Blätter und Stengel der Pflanze als Gemüse verwendet.

Asafoetida schmeckt beißend bitter, scharf und vor allem stark nach Knoblauch. Es kann die Kombination Zwiebeln und Knoblauch in der Küche restlos ersetzen.

Dies sollte besonders Leute, welche unter Reizdarm oder Bauchschmerzen nach dem Essen leiden oder auf Knoblauch oder Zwiebeln empfindlich reagieren freuen.

Der penetrante Knoblauchgeruch wandelt sich allerdings beim Kochen der Pflanze zu einem Aroma, das an Lauch oder Zwiebeln erinnert. Und im Vergleich zu Knoblauch hinterlässt Asafoetida nach dem Genuss keinen Knoblauchgeruch.

Das Gewürz eignet sich für:

  • Fisch- und Fleischgerichte
  • stärkehaltiges Gemüse
  • Soßen
  • Suppen
  • Salat
  • und generell alle Gerichte, bei denen ein Knoblauch- und Zwiebelgeschmack gewünscht ist.
Achtung

Asafoetida hat die Eigenschaft, bereits in kleinen Mengen den Geschmack und das Aroma anderer Gewürze zu verstärken. Daher sollte es nur sehr sparsam verwendet werden. Lieber nicht zusammen mit Zwiebeln verwenden!

Rezepte für Gerichte mit Asafoetida/Asant findet man z.B. hier: Asant-Rezepte Eat Smarter

Besonders gerne wird es zur Erhöhung der Bekömmlichkeit von Linsen- und Bohnengerichten eingesetzt.

Die Pflanze wird auch als pulvriges Gewürz verwendet, dem Bockshornkleesamen oder Reismehl (bei uns in Deutschland), Mehl oder Speisestärke (im Ausland) beigemischt wurde, weil sich das Harz Asafoetida nur schwer mahlen lässt.

Anwendungen aus der ayurvedischen Lehre

Klassische Tinktur
Asafoetida gemischt mit 70 %igem Alkohol im Verhältnis 1:1, soll innerlich angewendet bei Gastritis und Dyspepsie, äußerlich bei Daumenlutschen und Hautproblemen helfen.
Milch
Teelöffel Asafoetida in einem Glas heißer Milch gelöst und mit Rohrzucker gesüßt, soll leichte Verspannungen der Muskulatur lösen.
Umschläge
Eine dünne Schicht Asafoetida-Paste unter einem wärmenden Tuch soll gegen Erkrankungen der Atemwege helfen
Tee
Ein halber Teelöffel Asafoetida zusammen mit Kräutertee in 250 ml Wasser gelöst soll Übelkeit und Erbrechen, Blähungen und Bauchkrämpfe vertreiben.
Öl
Ein halber Teelöffel Asafoetida in 200 ml Sesamöl gekocht, sollen als Ohrentropfen gegen Tinnitus und Ohrenschmerzen helfen.

Wo kann man Asafoetida kaufen?

Die Pflanze kommt vor allem in Afghanistan, Iran, Pakistan und Turkmenistan vor. Wenn man sie hierzulande, zum Beispiel über das Internet, als Pulver oder Harz kauft, sollte man vor allem auf gute Qualität achten.

Um z.B. eine Belastung mit Schadstoffen ausschließen zu können, empfiehlt es sich immer, Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau, nach zertifiziertem Herstellungsverfahren und mit Bockshornkleesamen zu kaufen. Produkte mit minderer Qualität sind dagegen häufig mit Mehl oder Speisestärke gestreckt und die Herkunftsländer nicht eindeutig genannt.

Die Preise können sehr unterschiedlich sein, ohne dass unbedingt die Qualität, Reinheit und Herkunft des Produktes erklärt sein muss.

In reiner Form wird Asafoetida nur im Ayurvedischen Fachhandel angeboten.

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Asafoetida im Fazit

Für diejenigen, die Knoblauch nicht vertragen oder sich an dem Geruch stören, ist Asafoetida sicherlich eine gute Alternative zum Würzen, denn sie ist beides: Gut verträglich und nach dem Genuss geruchsfrei.

Blähende Speisen wie Bohnen-, Kohl- und Linsengerichte sollen durch das Gewürz besser und beschwerdefrei verdaut werden können.

Das ist insbesondere für diejenigen, die diese Gerichte schätzen, sehr von Vorteil. Die beschriebenen Wirkungen der Asafoetida beruhen auf Erfahrungswerten, die sich über Jahrhunderte angesammelt haben. Wissenschaftliche Belege dazu gibt es allerdings nicht.

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