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SHRED-Diät – warum sie funktionieren kann, obwohl die Theorie hakt

Kann man damit in sechs Wochen zwei Kleidergrößen abnehmen und langfristig dabei bleiben?

Schnell abnehmenWeniger gut geeignet
Gesund abnehmenGut geeignet
AlltagstauglichkeitWeniger alltagstauglich
DisziplinDisziplin benötigt
KostenTeuer
JoJo-GefahrHoch

Die SHRED-Diät macht ihrem Namen alle Ehre: „Shred“ ist englisch und bedeutet so viel wie Schreddern.

Geschreddert wird in diesem Fall das überflüssige Fett.

Das ist zumindest die Idee hinter der SHRED-Diät und die stammt von einem amerikanischen Arzt.

Dr. Ian Smith veröffentlichte zahlreiche Diät-Bestseller, darunter auch „SHRED – Die Erfolgsdiät ohne Hungern: 6 Wochen, 2 Kleidergrößen, 1 Sensation.“

Der Titel des Buches ist Programm und verspricht Möglichkeiten, von denen die meisten Abnehmwilligen schon lange träumen.

Doch ist es wirklich so einfach wie Mr. Smith behauptet? Wir können das kaum glauben und haben uns die SHRED-Diät deswegen einmal gründlich vorgenommen.

Die Erfolgs-Formel der SHRED-Diät: 6 – 10 – 2

die SHRED-Diaet
Die Erfolgs-Formel der SHRED-Diät ist schnell auf den Punkt gebracht:

  • 6 Wochen dauert es, bis Du ca.
  • 10 cm Körperumfang verlierst und in Kleidung passt, die bis zu
  • 2 Größen kleiner ist.

Die SHRED-Diät und der Faktor Zeit

SHRED-Diaet Essenszeiten
Bei der SHRED-Diät kommt es darauf an,

  • was man isst,
  • wie viel man isst und vor allem
  • wann man isst.

Die richtigen Abstände zwischen den Mahlzeiten sind für Ian Smith entscheidend.

Sind sie gleichmäßig, so wirkt sich das positiv auf das Körpergewicht aus.

Als Grund dafür gibt Smith an, dass der Insulinspiegel dann keinen starken Schwankungen unterworfen ist, sondern stabil bleibt.

Es erleichtere außerdem das Durchhalten, weil der Heißhunger ausbleibt.

SHRED und der Faktor Abwechslung

SHRED-Diaet Vielfalt beim Essen
Einen weiteren (angeblichen) Mechanismus, der beim Abnehmen helfen soll, hat sich Ian Smith von den Kraftsportlern abgeguckt:

Der Körper passt sich mit der Zeit an das Training an.

Er stellt dann für den Organismus keine Herausforderung mehr dar. Das bedeutet: es findet kein Muskel-Wachstum mehr statt.

Deswegen müssen nach einer gewissen Trainings-Dauer die Reize neu gesetzt und Variationen bzw. neue Übungen ins Trainings-Programm aufgenommen werden.

Auch bei der SHRED-Diät steht Abwechslung auf den Ernährungsplänen, damit der Stoffwechsel auf Trab bleibt.

Smith behauptet nämlich, dass sich der Körper auch daran gewöhnt, dass man immer wieder die gleichen Nahrungsmittel isst.

Angeblich verwertet er diese dann immer effizienter.

Die Folge ist eine Gewichtszunahme, weil der Körper bei der Verstoffwechslung weniger Energie verbraucht.

Der Aufbau der SHRED-Diät

Jede Phase dauert eine Woche und steht unter einem klangvollen Motto:

PhaseInhalte und Ziele
AufbruchVorbereitung, neues Essverhalten erlernen
HerausforderungAlte Gewohnheiten durch neue ersetzen, Motivation aufbauen
MetamorphoseErste Erfolge (weniger Gewicht, mehr Energie)
AufschwungDas Schlimmste ist vorbei, das gute Gefühl beflügelt
BefreiungEntgiftung und weitere (spürbare) Gewichtsreduktion
TriumphErfolgreicher Abschluss oder Startschuss für die nächste Runde

Das Programm geht bereits davon aus, dass die wenigsten schon nach dem ersten Durchgang ihr Ziel erreichen.

Wenn Du nach den ersten 6 Wochen weiter Gewicht schreddern möchtest, kannst Du natürlich jederzeit einen weiteren 6-Wochen-Zyklus anhängen.

Dabei kannst Du dann auch die Reihenfolge der Phasen ab Phase 2 so gestalten wie Du möchtest.

Beispiel für einen SHRED-Diät-Tagesplan in Woche 1 „Aufbruch“

TageszeitMahlzeitBeispiel
8.30Frühstück1 St. Obst, 1 Becher Naturjogurt (125 g, fettarm), 0,2 l Saft
10.00SnackHöchstens 100 kcal
11.30Mittagessen1 Teller Suppe, 1 Glas Tee (ungesüßt)
13.00SnackHöchstens 150 kcal
15.30Imbiss150 g Tofu, 1 Portion Salat, 1 Gemüse, 1 Glas Direktsaft
17.30SnackHöchstens 150 kcal
19.00Abendessen3 Portionen Gemüse, 1 Portion Hülsenfrüchte, 1 Glas Milch
20.30SnackHöchstens 100 kcal

So wie bei der Wasser-Diät, darfst Du bei der SHRED-Diät Wasser nach belieben trinken.

Beim Essen ist Wichtig ist das Timing: Du solltest alle 3 – 4 Stunden 1 Mahlzeit zu Dir nehmen.

Die Mahlzeit darf auch nicht weggelassen werden, die Snacks schon.

Und Du solltest folgende Regeln einhalten:

Jede Mahlzeit kann durch 1 große Portion Salat ersetzt werden.

  • Obst und Gemüse täglich wechseln.
  • Shakes, Smoothies und Suppen sollen generell nicht mehr als 300 kcal haben, keinen Zucker und nur sehr wenig Salz enthalten.
  • Die letzte Mahlzeit 90 Minuten vor dem Schlafengehen essen, danach ist höchstens noch 1 Snack mit 100 Kalorien drin.
  • Vor jeder Mahlzeit 1 Glas Wasser.

1 Portion entspricht ungefähr der Größe Deiner Faust.

Bei Gemüse wie Gurke, Tomate oder Salaten darf es auch schon mal etwas mehr sein.

Fisch und Fleisch sollte generell ohne Fett gebraten, Gemüse ebenfalls fettfrei gegart oder gedünstet werden.

Viele leckere Rezepte für Mahlzeiten und Snacks findest Du zum Beispiel auf Pinterest.

SHREDdern – der Unterschied zu anderen Diäten

Es sind im Wesentlichen 2 Dinge, die SHRED von anderen Diäten unterscheiden:

Kein SHREDdern ohne BewegungSport ist bei diesem Programm Pflicht und gehört dazu wie die täglichen Mahlzeiten. Radfahren (-> Kalorienverbrauch beim Fahrradfahren), Walken, Schwimmen – alles ist drin.

Ideal wären insgesamte 40 Minuten Bewegung am Tag. Kraft- und Ausdauersport sollten sich dabei ergänzen. Mindestens 5 Mal pro Woche Sport sind jedoch obligatorisch.

Kein KalorienzählenWenn man jedoch den Speiseplan oben näher betrachtet, wird man feststellen, dass die Kalorienzufuhr insgesamt ohnehin nur bei etwa 1.500 kcal täglich liegt.

Somit spart man gegenüber dem realen Bedarf mindestens ca. 500 Kalorien täglich ein, sehr wahrscheinlich aber noch viel mehr.

Es lohnt sich auf jeden Fall, den tatsächlichen Kalorienbedarf vorher zu berechnen, denn man sollte den eigenen Grundumsatz bei einer Diät auf gar keinen Fall unterschreiten, um nicht in die Jojo-Falle zu tappen.

Keine wissenschaftlichen Belege für Behauptungen der SHRED-Diät

Studien, die die Wirksamkeit der SHRED-Diät belegen, gibt es nicht.

Die Annahme, dass man abnimmt, wenn man zu bestimmten Zeiten isst, ist reiner Aberglaube.

Es gibt Menschen, die essen 3 Mal im Abstand von 5 – 6 Stunden, andere 5 bis 6 Mal am Tag im Abstand von 2 – 3 Stunden.

Beides ist völlig o.k. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) konstatiert:

„Die Erfahrung zeigt, dass die Menge der Kalorien der wesentliche Einflussfaktor für das Körpergewicht ist, und nicht der Zeitpunkt des Essens oder aus welchem Nahrungsmittel sie stammen.“

Auch die Theorie, nach der man mit abwechslungsreicher Nahrung besser abnimmt, ist nicht belegt.

Studien legen sogar nahe, dass man möglicherweise ist sogar eher zunimmt:

„Je höher die Vielfalt, mit der man konfrontiert wird, desto mehr verbraucht man, ohne es zu merken.“

Mit anderen Worten: Beschränkt man sich auf bestimmte Lebensmittel, nimmt das Vergnügen am Geschmack und am Aussehen ab; bei einer Vielzahl von Lebensmitteln passiert das Gegenteil.

SHREDdern ist nicht besonders alltagstauglich

Es ist nicht ganz einfach, die Diät in die Tagesstruktur zu integrieren.

Menschen, die um 7.00 frühstücken, müssten nämlich demnach schon um 10.30 zu Mittag essen.

Das dürfte sich auch dann schwierig gestalten, wenn man für eine Familie mitkochen muss.

Zumal die Zubereitung doch etwas aufwändiger ist, wenn man mit frischen Produkten kocht.

Teurer als herkömmliche Ernährung wird es aber nur dann, wenn man dabei vorwiegend auf Bio-Produkte setzt.

Tipp: Man sollte sich darauf einstellen, dass man sich die nächsten Wochen nicht mehr nur einfach ein Brot für die Arbeit schmiert oder schnell etwas am Imbiss holt.

Jetzt ist Rucksack schleppen angesagt, denn man brauch doch so einiges an Gemüse und Obst, Säften und Smoothies, Suppen und Salaten an einem 8-Stunden-Arbeitstag.

Die Risiken und Nebenwirkungen der SHRED-Diät sind vermeidbar

Man sollte sich an den ersten Tagen auf eine rege Verdauung gefasst machen, denn die meisten Menschen sind so viel Ballaststoffe nicht gewöhnt.

Das dürfte sich aber sehr bald wieder beruhigen.

Auch den berüchtigten Jojo-Effekt kann man vermeiden, indem man die Kalorienzufuhr nicht zu dramatisch reduziert.

Tipp: Bei starkem Übergewicht, chronischen Krankheiten wie Diabetes, wenn man Medikamente nehmen muss oder einfach nur unsicher ist, sollte man auf jeden Fall vorher einen Arzt konsultieren.

Fazit

Die SHRED-Diät ist so flexibel, dass man persönliche Vorlieben integrieren kann.

Es sind sogar kleine Sünden erlaubt.

Man muss nicht hungern und es stellen sich zügig erste Erfolge ein.

Allerdings nicht, wie von Ian Smith behauptet, wegen der richtigen Abstände zwischen den Mahlzeiten oder dem abwechslungsreichen Speiseplan, sondern einfach deswegen, weil die Energiebilanz negativ ist und man gleichzeitig regelmäßig zum Sport angehalten wird.

SHREDder werden also sozusagen unter Vortäuschung falscher Tatsachen zu einer gesünderen Lebensweise animiert.

Vielleicht verändert man seine Gewohnheiten sogar dauerhaft.

Es wäre aber natürlich viel besser, man würde sich ganz bewusst und aus wissenschaftlich vertretbaren Gründen für eine Ernährungsumstellung entscheiden.

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