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1 Woche Detox – Deine Entgiftungskur für zu Hause

Entgiftungskuren gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Die einen setzen auf Heilfasten, die anderen schwören auf Entschlacken.

Doch was ist wirklich dran? Handelt es sich dabei wieder nur um Märchen und Mythen? Oder kann das für den Körper wirklich sinnvoll sein?

Und, falls ja – wie genau funktioniert eine Entgiftung eigentlich? Mit diesen Fragen setzen wir uns in diesem Beitrag ausführlich auseinander.

Wir geben Dir außerdem ein paar wirklich gute Tipps, wie man eine Entgiftungskur mit einfachen Mitteln selbst zu Hause durchführen kann. Und wir haben sogar eine Anleitung für Dich zusammengestellt mit einem Plan für eine Entgiftungskur.

Wie kommt das Gift in den Körper?

entgiftung zu hause
Es gibt viele Wege, auf denen das Gift in den Körper gelangt. Die Nahrung ist nicht der einzige, auch die Umwelt ist inzwischen stark belastet.

Deswegen sind wir heute vielen Giften regelrecht ausgeliefert, zum Beispiel Schwermetallen wie Quecksilber oder Cadmium.

Wir nehmen Toxine (Gifte) auch über die Haut und die Atemluft auf – ob wir wollen oder nicht. Viele der Substanzen, die wir aufnehmen, überschreiten für sich genommen nicht die Grenzwerte.

Sie gelten also nach gesetzlichen Vorgaben noch nicht einmal als gesundheitsgefährdend. Doch schon der naturheilkundige Arzt Paracelsus sagte: „Die Dosis macht das Gift„. Das Problem besteht nämlich tatsächlich darin, dass wir

  • diese Stoffe immer wieder aufnehmen und damit vielleicht irgendwann die Belastungs-Grenzen des Körpers überschreiten und
  • dabei nicht nur einzelne Toxine aufnehmen, sondern viele verschiedene. In Kombination miteinander können sie möglicherweise untereinander reagieren und sich gegenseitig in der Wirkung verstärken.

Was passiert bei einer Entgiftungskur im Körper?

Ob nun Detox, Heilfasten oder Entschlacken, Ayurveda oder Homöopathie – Entgiftungskuren funktionieren allesamt nach ähnlichen Prinzipien und haben immer das gleiche Ziel:

Die Ausscheidung von im Körper eingelagerten Giften.

Das geschieht in der Regel durch eine erhöhte Zufuhr von Flüssigkeit. Außerdem setzen die meisten Entgiftungskuren auf folgende Faktoren:

  • Es erfolgt zunächst eine Darmreinigung, denn oft werden Parasiten im Darm für eine schlechte körpereigene Entgiftung verantwortlich gemacht. Die Darmfunktion wird stabilisiert, damit der ungehinderte Abtransport der Gifte durch nichts behindert wird. Hierbei kommen häufig Mittel zum Einsatz, die Ballaststoffe und Toxine binden sollen, zum Beispiel Algen wie Spirulina oder Chlorella.
  • Die Zellen, insbesondere die der Leber und der Galle, leisten beim Abbau der Gifte Schwerstarbeit. Viele naturheilkundliche Ansätze gehen deswegen davon aus, dass die Zellen zum einen Unterstützung benötigen und zum anderen einen besonderen Zellschutz, damit sie möglichst effizient arbeiten können. Das wollen sie durch die Gabe bestimmter Substanzen wie Mariendistel erreichen. Oft werden bei der Entgiftung auch Anti-Oxidantien wie Glutathion eingesetzt, da Schadstoffe im Körper oxidativem Stress verursachen.
  • Bei praktisch allen Richtungen steht außerdem eine spezielle Ernährung auf dem Speiseplan: Lebensmittel mit potenziellen Giftstoffen werden reduziert. Es gibt vorwiegend entgiftende Nahrungsmittel (Reduktoren) wie Rohkost. Das soll auch dabei helfen, das Immunsystem zu stärken. Probiotika helfen zusätzlich beim Darmaufbau.

Die Leber – unser körpereigenes Entgiftungs-Labor: Unsere Leber funktioniert wie ein Labor. Dort werden bestimmte Stoffe zusammengebaut und im Körper umverteilt. Andere Substanzen werden abgebaut, denn das ist eine der Hauptaufgaben der Leber. Sie spielt daher bei einer Entgiftungskur eine zentrale Rolle, denn sie macht die aus dem Gewebe freigesetzten Gift- und Stoffwechselendprodukte unschädlich.

Wirkungen der Entgiftungskur

Viele Krankheiten werden in der Naturheilkunde mit Entgiftungskuren behandelt, das Detoxen bei gesunden hat vor allem ein Ziel:

Es soll den Körper wieder in Schwung bringen. So eine Entgiftungskur hat dabei auch noch einen netten Nebeneffekt:

Man kann nämlich dabei fast automatisch ein paar Kilos abnehmen

.

Das sind die Ziele einer Entgiftungskur:

  • mehr Energie,
  • stärkeres Immunsystem,
  • verbessertes Hautbild,
  • Gewichtsverlust und
  • bessere Gesundheit insgesamt.

Spirulina, Mariendistel & Co. – welche Substanzen helfen wirklich bei der Entgiftung?

Die Wirkung von Spirulina ist laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit nicht nachgewiesen.

Die EFSA sieht bisher in keinem Fall eine gesundheitlich oder physiologisch relevante Wirksamkeit bei gesunden oder kranken Menschen als ausreichend durch klinische Forschung belegt.

Das gleiche gilt für andere Algenarten wie Chlorella. Die Stoffe aus der Mariendistel sollen die Leber schützen und entgiften. Eine solche Wirkung ist jedoch ebenfalls nicht bewiesen.

Dagegen ist Glutathion nachweislich ein starkes Antioxidans. Doch man muss dabei auch berücksichtigen, dass die Freien Radikale, die damit beim Entgiften bekämpft werden sollen, nicht nur schädlich sind, sondern auch nützlich:

Sie beseitigen den so genannten Zellmüll.

Das Immunsystem tötet mit Unterstützung der Freien Radikale unkontrolliert wuchernde Zellen ab. Wenn man sie nun mit Antioxidantien blockiert, können sie auch ihre Arbeit nicht mehr verrichten.

Auch Probiotika haben tatsächlich einen positiven Einfluss auf das Gleichgewicht der Darmflora und können das Immunsystem stärken. Hier sind Lebensmittel mit natürlichen Probiotika den Nahrungsergänzungsmitteln allemal vorzuziehen.

Deswegen sollten Jogurt und Kefir, Käse und saure Gurken nicht auf dem Speiseplan fehlen. Ebenso gilt die Wirksamkeit bestimmter Lebensmittel bei der Unterstützung des Verdauungsvorgangs als erwiesen wie zum Beispiel die von Koriander und Bärlauch.

Detox ganz privat – Entgiften zu Hause

Viele sagen, die beste Jahreszeit zum Entgiften sei das Frühjahr, aber natürlich kann man zu jeder Jahreszeit eine Entgiftungskur machen.

Voraussetzung ist im Grunde nur, dass man das Detoxen mit dem eigenen Alltag vereinbaren kann. Das wichtigste dabei ist also, den Zeitrahmen so zu wählen, dass man während der Kur nicht übermäßig viel Stress und sonstigen Belastungen ausgesetzt ist.

Das ist deswegen wichtig, weil der Körper dann sehr viel Energie für die Entgiftung benötigt.

Dein Detox – die Anleitung

Nimm Dir für die Entgiftung ungefähr eine Woche Zeit. Natürlich kannst Du auch in die Verlängerung gehen, wenn Du gut mit der Kur zurecht kommst.

Zunächst einmal solltest Du Dich auf eine Umstellung Deiner Ernährung vorbereiten.

Die gute Nachricht: Du darfst Dich dabei sogar richtig satt essen. Wir setzen bei unserer Entgiftungskur vorwiegend auf die Ernährung, denn wir sind wie auch Stiftung Warentest der Meinung, dass die allermeisten der auf dem Markt angepriesenen Produkte, zum Beispiel die zur Entsäuerung und zum Basen-Ausgleich, vollkommen überflüssig sind.

Zunächst einmal solltest Du einige Lebensmittel nach Möglichkeit zunächst einmal ganz von Deinem Ernährungsplan streichen:

  • rotes Fleisch
  • Milchprodukte mit Ausnahme von Joghurt, Kefir und Käse
  • Weizen, Glutenhaltiges Getreide
  • Alkohol
  • Zucker, Schokolade, Kekse, Kuchen, generell: Süßigkeiten
  • Sirup, Obst-Säfte, Marmeladen, Honig
  • Kaffee (auch entkoffeiniert), Schwarzer Tee
  • künstlich erzeugten Aromen wie Ketchup, Senf, etc.

Stattdessen solltest Du lieber auf folgende Lebensmittel setzen. Gibt dabei möglichst den unbehandelten Produkten den Vorzug:

  • Gemüse (auch Saft), Obst mit geringem Zuckeranteil
  • Salate, frische Kräuter
  • Hülsenfrüchte
  • Produkte aus Buchweizen-, Dinkel-, Hirse- oder Sojamehl, vorzugsweise Vollkorngetreide
  • Mandel- oder (ungesüßte) Sojamilch, Kokosmilch
  • Huhn, Fisch (außer: Thunfisch, Meeresfrüchte), Eiweißprodukte (Eier, Soja, Tofu etc.)
  • Öle
  • Nüsse, Samen, Keime
  • Getränke: Wasser, Kräutertee (ungesüßt)
  • Suppen, z. B. Bio-Brühe
35 Lebensmittel, die den Organismus bei der Entgiftung besonders gut unterstützen

  • Ananas
  • Äpfel
  • Artischocken
  • Avocado
  • Bärlauch
  • Basilikum
  • Beeren
  • Brokkoli
  • Brokkolisprossen
  • Brunnenkresse
  • Fenchel
  • Grapefruit
  • Grüner Tee
  • Grünkohl
  • Ingwer
  • Jogurt
  • Käse
  • Kefir
  • Knoblauch
  • Kohl
  • Koriander
  • Kresse
  • Kurkuma
  • Leinsamen
  • Löwenzahn
  • Mandeln
  • Olivenöl
  • Paranüsse
  • Petersilie
  • Rote Beete
  • Sauerkraut
  • Saure Gurken
  • Spargel
  • Zimt
  • Zitronengras


Die goldenen Regeln für die Entgiftungskur

  • Trinke mindestens 2 Liter Flüssigkeit pro Tag.
  • Ernähre Dich kalorienarm, ausgewogen und abwechslungsreich.
  • Wähle vor allem Lebensmittel, die vitamin- und nährstoffreich sind.
  • Iss wenig Fleisch und auch gesunde Fette nur in Maßen, dafür reichlich Vollkorngetreideprodukte und viel Obst und Gemüse.
  • Zerkaue die Nahrung beim Essen gründlich (pro Bissen 10 bis 15 Mal), denn die Enzyme aus dem Speichel helfen bei der Verdauung.
  • Treibe regelmäßig Sport während der Entgiftungskur: Spaziergänge von ca. 20 – 30 Minuten pro Tag sind schon ausreichend und versorgen Dich außerdem gut mit Sauerstoff.
  • Mach jeden Tag einen Leberwickel, um die Funktion des Organs zu unterstützen und der Leber beim Abbau der Giftstoffe zu helfen. Am besten abends auf dem Sofa. Nimm ein Heizkissen oder fülle eine Wärmflasche mit heißem Wasser, wickle sie in ein feuchtes Tuch ein. Lege Heizkissen oder Wärmeflasche für etwa 20 Minuten genau auf die Leber.
  • Gönne Dir sehr viel Schlaf.

Deine Entgiftungskur – der Plan

Montag
  • Frühstück: Bircher Müsli
  • Mittagessen: Salat
  • Abendessen: Hühnerbrust mit Brokkoli
Dienstag
  • Frühstück: Vollkornbrot mit Avocado
  • Mittagessen: Hummus mit Gemüsesticks
  • Abendessen: Lachs auf Salat
Mittwoch
  • Frühstück: Hirse-Porridge
  • Mittagessen: Griechischer Salat
  • Abendessen: Zucchini-Nudeln mit Tofu
Donnerstag
  • Frühstück: Rote-Beete-Smoothie
  • Mittagessen: Hühnchen-Salat
  • Abendessen: Kürbissuppe
Freitag
  • Frühstück: Spinatsmoothie
  • Mittagessen: Vollkornnudelsalat mit Gemüse
  • Abendessen: Buddha Bowl
Samstag
  • Frühstück: Rührei mit 1 Handvoll Cocktailtomaten
  • Mittagessen: Quinoa-Salat
  • Abendessen: Rohkostsalat
Sonntag
  • Frühstück: Möhren-Smoothie
  • Mittagessen: Rote-Linsen-Curry
  • Abendessen: Tomatensuppe

Diese Snacks sind zweimal am Tag zwischen den Hauptmahlzeiten erlaubt

  • 1 kleiner Becher Natur-Jogurt (Magerstufe) oder Kefir
  • 1 Portion Obst, z. B. 1 Orange, 1 Apfel, 1 Schüsselchen frische oder TK-Beeren, ½ Papaya oder 2 Kiwi
  • Gemüse, z. B. 250 g Babykarotten oder Gemüsesticks aus Gurken, Paprika etc.
  • 1 Saure Gurke
  • 1 Handvoll Nüsse, Samen oder Sprossen etc.
  • 1 Ei (hart gekocht)
  • 1 Reiswaffel
  • 3 – 4 Stück Trockenfrüchte

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