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5 Gründe, warum Abnehmen mit der Säure-Basen-Diät Glücksache ist

Die Säure-Basen-Diät: über den Kampf gegen die Übersäuerung zum Traumgewicht?
Schnell abnehmenNicht geeignet
Gesund abnehmenNicht geeignet
AlltagstauglichkeitNicht alltagstauglich
DisziplinViel Disziplin benötigt
KostenSehr teuer
JoJo-GefahrSehr gering

Die Grundidee der Säure-Basen-Diät ist ziemlich einfach auf den Punkt gebracht:

Wenn der Körper übersäuert ist, funktioniert auch der Stoffwechsel nicht mehr optimal.

Die Folge können Krankheiten wie Allergien oder Rheuma, aber eben auch Übergewicht sein.

In der Konsequenz bedeutet das:

Man muss einfach nur seinen Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht bringen.

Man muss sich dieser Theorie zufolge also hauptsächlich basisch ernähren und dadurch den Körper entsäuern.

Dann klappt es angeblich beinahe spielend mit dem Abnehmen.

Ganz ohne hungern und Kalorien zählen.

Was ist dran an den vollmundigen Verheißungen der Säure-Basen-Diät? Kann sie wirklich helfen, das Gewicht zu reduzieren?

Säure-Basen-Diät – alternative Ernährungsform ohne medizinisches Fundament

die Saeure-Basen-Diaet
Die Säure-Basen-Diät ist ein Konzept, das auf alternativen Ernährungsweisheiten beruht.

Die Verfechter einer basischen Lebensweise gehen davon aus, dass bei der Verwertung von Lebensmitteln im Körper Säuren und Basen entstehen.

Nimmt man zu viele Säure bildende Stoffe auf, kann es angeblich zu einer Übersäuerung des Organismus kommen.

Diese Theorie kennen wir auch von Kuren. Beispiele davon sind das Basenfasten oder die Basenfasten-Kur nach Sabine Wacker.

Es geht bei der Säure-Basen-Diät nicht darum, vollständig auf saure Lebensmittel zu verzichten, sondern ein gesundes Maß zu finden.

Das ist der Fall, wenn die Anteile basisch zu sauer bei ungefähr 70 – 80 : 20 – 30 Prozent liegen.

Auf diese Weise soll der Stoffwechsel wieder ins Lot kommen.

Der Darm kann dann wieder regenerieren und das wiederum soll der Gesundheit insgesamt zu Gute kommen.

Ganz nebenbei und fast automatisch reguliert sich dieser Theorie zufolge auch noch das Körpergewicht auf Normalniveau.

Man kann die der Säure-Basen-Diät entweder zeitlich begrenzt durchführen oder sie als langfristiges Ernährungskonzept übernehmen.

Einen festgelegten Ablauf wie zum Beispiel einen bestimmten Wochen- oder Tagesplan gibt es dabei nicht und ein großer Vorteil im Unterschied zu anderen Diäten besteht darin, dass ein Kalorienzählen nicht erforderlich ist.

Da wir das für ein Gerücht halten, weil jeder wissenschaftliche Nachweis dafür fehlt, wäre es besser, die Kalorien zumindest grob mitzuzählen.

Tipp: Insgesamt sollte Dein Verbrauch unter dem tatsächlichen Bedarf liegen und den kannst Du hier ausrechnen.

Die Lebensmittel der Säure-Basen-Diät – keine Logik, viele Widersprüche

Saeure-Basen-Diaet Lebensmittel
Die eigentliche Herausforderung der Säure-Basen-Diät besteht in der täglichen Auswahl der Lebensmittel.

Einige wie zum Beispiel Alkohol sollten nämlich zumindest für die Dauer der Diät vollständig vom Speiseplan verbannt werden (s.a. Macht Alkohol dick?).

Bei anderen wie Milch und Milchprodukten scheiden sich die Geister: manche halten diese Lebensmittel für unbedenklich bzw. „neutral“, andere empfehlen einen Verzicht oder zumindest eine Reduktion.

BasischSauer
Obst, TrockenobstFleisch
GemüseEier
Kräuter, Nüsse, SamenFisch
Ur-Getreide wie Dinkel und Amarant (volles Korn), HülsenfrüchteWeißmehl-Produkte
Kräuter- und Früchtetees, (Mineral-)Wasser, FruchtschorleKaffee, Schwarztee, Alkohol

Es kursieren sehr viele unterschiedliche Lebensmittel-Listen zur Säure-Basen-Diät im Internet, als zuverlässig gilt aber nur die Tabelle von Thomas Remer und Friedrich Manz.

Das Beispiel Milch zeigt schon, dass es bei der Säure-Basen-Diät sehr unterschiedliche und zum Teil sogar widersprüchliche Ansätze gibt.

Das ist sehr verwirrend.

Generell kann man sagen, dass Fette aus Fischen und Leinöl tierischen Fetten allemal vorzuziehen sind.

Auch frisches Obst und Gemüse sollte regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.

Leider ist auch sportliche Betätigung kein fester Bestandteil der Diät, sondern wird teilweise empfohlen, teilweise aber auch gar nicht thematisiert.

Säure-Basen-Diät – Behauptungen ohne wissenschaftlichen Nachweis

Aus medizinischer und ernährungswissenschaftlicher Sicht handelt es sich bei dieser Theorie um reinen Humbug.

Die Idee, dass der Körper in einen Zustand der Übersäuerung geraten könnte, ist nicht haltbar.

Man kann bei einer Säure-Basen-Diät keinerlei Wirkung nachweisen.

Unser Körper reguliert den pH-Wert selbständig und scheidet Säuren einfach wieder aus.

Deswegen kann es auch vorkommen, ass der Urin-pH-Wert sauer ist. Das ist bei gesunden Menschen völlig normal.

Deswegen stellt Stiftung Warentest hier klar:

„Es gibt keine Hinweise darauf, dass der Körper eines gesunden Menschen mit der Säureausscheidung überfordert wäre.“

Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) schreibt in diesem Beitrag, es gebe

„keine wissenschaftlichen Beweise, dass solche Maßnahmen die Ausscheidung von Giftstoffen fördern.“

Säure-Basen-Konzept: zusätzliche Kosten durch fragwürdige Leistungen und Produkte

Die Lebensmittel sind heute in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich.

Die Diät selbst ist somit höchstens aufgrund der hochwertigen Bio-Produkte etwas teurer als eine herkömmliche Ernährung.

Allerdings werden in der Apotheke und von Heilpraktikern zusätzlich zahlreiche Leistungen und Mittelchen zur Entsäuerung und zum Basen-Ausgleich angeboten.

Diese sind nach Auskunft von Stiftung Warentest vollkommen überflüssig.

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Säure-Basen – im Alltag schwierig, Risiken und Nebenwirkungen beachten!

Wenn man nicht gerade zu den Menschen gehört, die ohnehin schon viel Gemüse und reichlich Ballaststoffe konsumieren, dann werden die Verdauungsorgane am Anfang ordentlich grummeln.

Zudem wird es schwierig, wenn man berufstätig ist oder für eine Familie mitkochen muss.

Einen Jojo-Effekt kann man ausschließen, weil normalerweise keine Kalorienreduktion mit der Diät verbunden ist.

Bei gesundheitlichen Problemen sollte man Diäten generell nur unter ärztlicher Aufsicht durchführen. Das gilt besonders für

  • Menschen mit Allergien oder Lebensmittel-Unverträglichkeiten, da in vielen Diätrezepten Hülsenfrüchte und Soja enthalten sind sowie
  • für Diabetiker und Menschen mit Nierenproblemen. Auch hier kann eine radikale Ernährungsumstellung zu Problemen führen.

Fazit

Man kann die Säure-Basen-Diät leider nicht guten Gewissens empfehlen.

Die Angaben zu den einzelnen Lebensmitteln sind zu widersprüchlich und entbehren teilweise jeder wissenschaftlichen Grundlage.

Aber vielleicht wird der Umgang mit Lebensmitteln dadurch langfristig kritischer hinterfragt.

Als Einstieg in eine Änderung von Lebensgewohnheiten ist es also nicht vollständig zu verwerfen.

Eine Gewichtsreduktion kann man damit jedoch nicht erreichen, weil die Diät weder mit einer sinnvollen Ernährungsumstellung, noch mit regelmäßiger Bewegung verbunden ist.

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Phillipp Doetsch ist Personal Trainer und ausgebildeter Ernährungsberater. Seit vielen Jahren trainiert er erfolgreich zahlreiche Klienten in Berlin und ist stets bestrebt, das Beste aus sich und den Menschen in seiner Umgebung heraus zu holen. Nebenbei schreibt er für den Evergreen Verlag, um sein Wissen so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen.


Christine Kammerer ist studierte Politologin, Gesundheitsjournalistin und HeilpraktikerinGesundheitsjournalistin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie ist außerdem ausgebildete Seminarleiterin für Entspannungsverfahren und Trainerin für Kraft- und Fitnesssport mit DOSB-Lizenz für Sport in der Rehabilitation.